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Stille Glut auf dem Dach – Als Hassan mich endlich nimmt

Lukas (24) und Hassan (29) rauchen auf dem warmen Dach, bis Hassan ihn endlich hart und tief auf dem Teer nimmt.

13 min read October 25, 2026New

Der Teer unter meinen nackten Sohlen war noch warm, obwohl es schon nach elf war. Berlin im August gibt die Hitze nicht her. Sie hängt in den Luken, in den Mauern, in diesem alten Flachdach, auf das wir uns abends flüchteten, wenn die Wohnung unten zu eng wurde. Ich bin Lukas, vierundzwanzig, Student an der Humboldt-Universität, und seit drei Monaten wohne ich in dieser WG in Neukölln mit Hassan. Hassan ist neunundzwanzig, Syrer, Bauarbeiter auf einer Großbaustelle in Mitte. Schultern, die eine Tür ausfüllen. Unterarme dunkel und hart von der Sonne. Augen, die mich in den letzten Wochen immer länger ansahen, als hätte er längst entschieden, was er mit mir machen wollte, und warte nur noch auf die Nacht, die mutig genug war.

Ich roch ihn, bevor ich ihn richtig sah. Zigaretten, Schweiß, dieser bittere Zementgeruch, der nie ganz aus seiner Kleidung ging. Er saß auf der niedrigen Brüstung, das weiße Unterhemd am Rücken dunkel, die Arbeitshose noch an, barfuß. Oranges Stadtlicht lag auf seinem Nacken. Er drehte den Kopf nicht gleich. Er wusste, dass ich es war. Das wusste er immer.

„Komm her“, sagte er. Unten in der Küche sprach er knapp, höflich, manchmal mit diesem trockenen Lachen, wenn ich den Kaffee verbrannte. Hier oben wurde seine Stimme tiefer. Als würde die Nacht etwas aus ihm ziehen, das er tagsüber unter Verschluss hielt.

Ich setzte mich neben ihn, nicht zu nah, und nahm die Zigarette, die er mir schon angezündet hinhielt. Unsere Finger streiften sich. Nur eine Sekunde. Trotzdem schoss mir die Hitze in den Bauch, als hätte er mich dort angefasst, wo ich es seit Wochen wollte. Drei Monate Wohnen. Drei Monate, in denen ich die Badezimmertür nicht ganz zumachte und hoffte, er würde den Spalt bemerken. Drei Monate, in denen ich nachts wach lag und seinen schweren Schritten im Flur lauschte und mir vorstellte, wie diese Hände mich an die Matratze drückten. Ich hatte es nie gesagt. Ich hatte gewartet, dass er den ersten Schritt macht. Hassan war der Mann, der Dinge nahm, wenn er sie wollte. Genau deshalb machte mich sein Zögern halb wahnsinnig.

Er rauchte langsam. Der Qualm zog über das Dach zur Straße hin, wo unten irgendwo ein Radio lief und wieder verstummte. Zwischen uns lag nur eine Handbreit Luft, und die war zu heiß, um noch Luft zu sein.

„Du siehst gut aus heute“, sagte er, ohne mich anzusehen. Die Worte kamen tief, fast beiläufig, und trotzdem blieb ich daran hängen. „Das Hemd. Die Art, wie du die Ärmel hochgeschoben hast. Ich hab dich unten in der Küche angesehen und gedacht, ich sollte nichts sagen.“

„Und jetzt sagst du es.“

„Jetzt sind wir hier.“ Er drehte endlich den Kopf. Seine Augen waren schwarz im schlechten Licht und trotzdem klar. Er hielt meinen Blick länger, als ein Mitbewohner ihn halten sollte. Länger als letzte Nacht. Länger als die Nacht davor, als er mir die Zigarette aus den Fingern genommen und an dieselbe Stelle gesetzt hatte, an der mein Mund gewesen war, und so getan hatte, als wäre das nichts. „Du weißt, dass ich dich anschaue.“

„Ich weiß es.“ Meine Stimme war dünner, als ich wollte. „Ich warte nur, dass du endlich was machst.“

Ein Muskel in seinem Kiefer arbeitete. Er drückte die Zigarette auf dem Teer aus, sehr sorgfältig, als müsste er sich an etwas festhalten, das nicht ich war. Dann lachte er leise, ohne Humor. „Wallah, Lukas. Du machst es mir nicht leicht.“

„Soll ich es dir leicht machen?“

Er antwortete nicht sofort. Unten fuhr ein Zug vorbei, fern und metallisch. Die Stadt atmete. Hassan legte die Unterarme auf die Knie, und ich sah die Adern darauf, die Schwielen, den dunklen Haaransatz an den Handgelenken. Ich wollte diese Hände auf mir. Ich wollte, dass er aufhörte, höflich zu sein. Dass er mich nahm, hier, wo niemand außer dem Himmel zusah, und mir endlich zeigte, dass die Blicke der letzten Wochen keine Einbildung gewesen waren.

„Seit Wochen“, sagte er dann, und seine Stimme war so tief, dass ich sie mehr im Brustkorb spürte als hörte, „werde ich hart, wenn ich dich nur ansehe. In der Küche. Im Flur. Wenn du barfuß zum Kühlschrank gehst und so tust, als wüsstest du nicht, dass ich hinter dir stehe. Ich liege in meinem Zimmer und habe die Hand um meinen Schwanz und denke an deinen Mund. An deinen Arsch in dieser engen Hose. Ich habe nichts gesagt, weil du mein Mitbewohner bist und ich kein Mann sein will, der sich nimmt, was ihm nicht angeboten wird.“ Er sah mich an. Kein Ausweichen mehr. „Aber heute halte ich es nicht mehr aus. Ich will dich. Sag mir, ob ich aufhören soll.“

Die Zigarette zwischen meinen Fingern war vergessen. Asche fiel auf meinen Oberschenkel, und ich spürte sie kaum. Mein Herz schlug so laut, dass ich fürchtete, er könnte es hören. Ich hatte mir diesen Satz so oft ausgemalt, dass er jetzt unwirklich klang, und gleichzeitig war er das Wirklichste, was mir seit Monaten passiert war.

„Nicht aufhören“, flüsterte ich. „Ich fühle genau dasselbe. Seit dem ersten Monat. Ich werde hart, wenn du aus der Dusche kommst. Wenn du Arabisch telefonierst und diese Stimme hast. Wenn du mich ansiehst, als wärst du schon in mir. Ich habe gewartet, Hassan. Ich wollte, dass du den Anfang machst. Ich will dich. Hier. Jetzt. Nicht nur ansehen.“

Er atmete aus, als hätte er drei Monate die Luft angehalten. Dann rückte er näher. Unsere Knie stießen aneinander. Seine Hand lag zuerst zögernd auf meinem Oberschenkel, schwer und heiß durch den Stoff, und ich legte meine darüber, damit er nicht wieder zurückwich. Das war die Erlaubnis. Das war das Angebot. Er verstand es. Seine Finger schoben sich zwischen meine, fest, fordernd, und zogen mich an der Hand zu sich heran, bis ich halb auf seinem Schoß saß und die Brüstung in meinem Rücken war.

„Sicher?“, fragte er noch einmal, dicht an meinem Mund. Sein Atem roch nach Rauch und Minze. „Wenn du ja sagst, höre ich nicht nach einem Kuss auf. Ich will dich ficken, Lukas. Hart. Sag es, wenn du das willst.“

„Ja.“ Ich packte sein Unterhemd. „Ja. Nimm mich. Ich will es.“

Er küsste mich hart und tief. Kein Tasten mehr. Sein Mund war heiß, seine Zunge fordernd, und er hielt mich am Nacken, als gehörte ich schon ihm. Ich öffnete mich, stöhnte in den Kuss hinein, schmeckte ihn endlich, nach all den Nächten, in denen ich nur den Rauch derselben Zigarette gehabt hatte. Hassan knurrte leise, zog mich enger, und ich spürte durch die Hose, wie hart er war. Dick. Unmissverständlich. Meine eigene Erektion drückte schmerzhaft gegen den Reißverschluss. Wir gaben uns dem hin, was wir beide schon so lange gespürt hatten, und die Stadt unter uns wurde gleichgültig.

Er schob mein Hemd hoch, strich mit den rauen Handflächen über meinen Bauch, meine Brust, kniff mir in die Nippel, bis ich zuckte. „So empfindlich“, murmelte er an meinem Hals. „Yalla. Runter mit dem. Ich will dich sehen.“

Wir zogen uns gegenseitig aus, ungeduldig, die Kleidung landete auf dem warmen Teer. Seine Brust war breit, dunkel behaart, der Bauch fest von der Arbeit, nicht weich. Ich küsste ihn dort, schmeckte Salz, und er fluchte leise auf Arabisch, ein Wort, das ich nicht kannte und trotzdem im Schwanz spürte. Dann stand er auf, die Hose schon offen, und holte sich heraus.

Ich hatte ihn noch nie nackt gesehen, nicht richtig. Jetzt stand sein Schwanz vor meinem Gesicht, dick, schwer, die Adern deutlich unter der dunklen Haut, die Eichel schon feucht. Mein Mund wurde wässrig. Ich rutschte von der Brüstung auf die Knie, der Teer rau unter mir, und sah zu ihm hoch.

„Darf ich?“

„Du darfst nicht nur.“ Seine Hand legte sich in mein Haar, nicht grob, aber bestimmt. „Du sollst. Mach den Mund auf, habibi.“

Ich nahm ihn auf. Zuerst die Eichel, salzig und heiß, dann mehr, so tief ich konnte. Er war zu dick, um ihn ganz zu schlucken, aber ich versuchte es, entspannte den Kiefer, ließ Speichel über den Schaft laufen und arbeitete mit der Hand, was nicht in mich passte. Hassan stöhnte leise, dieses tiefe, kontrollierte Geräusch, das mich mehr erregte als jedes laute Wort. Seine Finger krallten sich in mein Haar. Er führte mich nicht brutal, aber er führte mich. Ein Stoß, noch einer, die Eichel gegen meinen Rachen, und ich würgte kurz, hielt ihn trotzdem, die Augen nass, und lutschte ihn, als hätte ich genau darauf gewartet. Hatte ich.

„Wallah“, keuchte er. „Dein Mund. So gut. Schau mich an, während du meinen Schwanz lutschst.“

Ich schaute. Seine dunklen Augen waren halb geschlossen, der Mund offen, Schweiß auf der Oberlippe. Ich nahm ihn wieder tief, hohlte die Wangen, leckte die Adern entlang, saugte an seinen Eiern, die schwer in meiner Hand lagen, und kehrte zu seinem Schwanz zurück, gierig, laut, ohne Scham. Er packte mein Haar fester und stieß vorsichtig in meinen Mund, leise stöhnend, Arabisch und Deutsch ineinander, bis seine Schenkel zitterten.

„Genug“, sagte er heiser und zog mich an den Haaren hoch, nicht um mich wegzustoßen, sondern um mich zu küssen, meinen eigenen Speichel von meinen Lippen zu lecken. „Wenn du so weitermachst, komme ich, und ich will in dir kommen. Dreh dich um.“

Er hatte eine kleine Tube Gleitgel in der Hosentasche. Als er sie hervorzog, musste ich grinsen, atemlos. „Du hast das mit hochgenommen.“

„Ich habe gehofft.“ Er küsste mich noch einmal, kurz und hart. „Nur wenn du es willst. Sag stopp, und ich höre auf. Immer.“

„Ich will es. Mach mich auf. Bitte.“

Er drehte mich zur Brüstung, drückte meinen Oberkörper nach vorn, bis ich mich mit den Händen abstützte und ihm meinen Arsch hinstreckte. Die Nachtluft auf meiner nackten Haut war nichts gegen seine Hand. Er spreizte mich, spuckte nicht, sondern nahm sich Zeit mit dem Gel, kalt zuerst, dann warm von seinen Fingern. Ein Finger kreiste um mein Loch, drückte, wartete, bis ich mich ihm entgegenstreckte, und glitt hinein. Ich stöhnte laut. Zu lange her. Zu sehr gewollt. Er fickte mich mit dem Finger, langsam, dann mit zweien, spreizte sie, fand die Stelle, die mir die Knie weich machte, und rieb sie, bis ich die Stirn gegen meinen Unterarm presste und unanständige Laute machte, die ich von mir nicht kannte.

„Mehr“, bettelte ich. „Hassan, bitte, mehr. Ich halte das nicht aus. Fick mich.“

„Noch nicht.“ Drei Finger. Das Dehnen brannte süß, das Gel machte alles nass und schmutzig und richtig. Er krümmte sie, stieß, und ich schob mich zurück auf seine Hand, bettelte ohne Würde. „Hör dich an. Du bettelst so schön. Sag noch mal, was du willst.“

„Deinen Schwanz. In meinem Arsch. Hart. Bitte, nimm mich endlich.“

Er zog die Finger heraus. Ich fühlte mich leer und offen und kurz davor, zu fluchen. Dann spürte ich die breite Eichel an meinem Loch, eingegeelt, heiß, und er hielt mich an der Hüfte fest.

„Atme“, sagte er. „Und drück dagegen. Ich gehe langsam rein. Danach ficke ich dich so, wie du es verdient hast.“

Ich atmete. Er schob sich in mich, Zentimeter für Zentimeter, dick und unnachgiebig, und der Dehnungsschmerz kippte in ein Völlegefühl, das mir die Augen verdrehte. Als er bis zum Ansatz in mir war, blieben wir beide still, nur unser Atem, nur das ferne Rauschen der Stadt. Dann zog er sich zurück und stieß wieder hinein, tief, und ich schrie leise auf.

Er fickte mich im Doggy, hart und rhythmisch. Eine Hand an meiner Hüfte, die andere zwischen meinen Schulterblättern, mein Gesicht zur Seite gedreht, damit er mich hören konnte. Jeder Stoß traf tief. Seine Eier klatschten gegen mich, nass vom Gel, und der Teer unter meinen Knien war warm und rau und vollkommen egal. Ich stöhnte laut, schamlos, schob mich ihm entgegen, wollte jeden Zentimeter. Schweiß lief mir den Rücken hinunter. Hassan schwitzte auf mich, tropfte von seiner Brust auf meine Wirbelsäule, und seine Stimme war nur noch ein heiseres Knurren.

„So eng. Wallah, du nimmst mich so gut. Yalla, beweg dich. Zeig mir, wie sehr du meinen Schwanz willst.“

„Ich will ihn“, keuchte ich. „Härter. Bitte, härter, Hassan.“

Er gab mir härter. Tiefe, gleichmäßige Stöße, die mich nach vorn schoben, dann kurze, gemeine, die nur die Spitze und dann alles nahmen. Ich griff nach meinem eigenen Schwanz, aber er schlug mir leicht auf die Hand.

„Noch nicht. Den nehme ich gleich selbst. Erst will ich dich so. Auf allen vieren. Mein.“

„Dein“, sagte ich, und meinte es.

Er fickte mich, bis meine Arme zitterten und mein Schwanz unberührt gegen den Bauch schlug, nass an der Spitze. Dann zog er sich heraus, und ich wimmerte über den Verlust. Hassan drehte mich auf den Rücken, auf unsere zusammengeschobenen Hemden, und legte sich zwischen meine Beine. Missionar, unter offenem Himmel, sein Gesicht direkt über meinem. Er hakte meine Knie über seine Unterarme, setzte sich wieder an und glitt in einem langen Stoß zurück in mich. So tief. So gesehen.

„Shufni“, sagte er. „Augen auf. Ich will dich sehen, wenn ich dich ficke.“

Ich hielt seinen Blick. Es war fast zu viel. Jeder Stoß schob ein Stöhnen aus mir, und er schluckte es mit dem Mund, küsste mich zwischen den Worten, fickte mich weiter, rhythmisch, schwitzend, die Stirn an meiner. Seine Hand fand meinen Schwanz und pumpte ihn im Takt, fest, nass von meinem Vorsaft, der Daumen über die Eichel, genau so, wie ich es brauchte und nicht gesagt hatte. Er wusste es trotzdem.

„Du geile Schwuchtel“, raunte er mir ins Ohr, Arabisch und Deutsch ineinander, dreckig und heiß und nur für mich. „Inta eli. Meine kleine geile Schwuchtel, die auf dem Dach bettelt, gefickt zu werden. Wallah, du läufst seit Wochen so durch die Wohnung, als wär dein Arsch schon meiner. Jetzt ist er es. Yalla, nimm ihn. Nimm meinen Schwanz und komm auf meine Hand. Schau mich an dabei. Shufni, habibi. Komm, du versautes Ding.“

Die Worte hätten mich woanders verletzt. Hier, in seinem Mund, mit seinem Schwanz tief in mir und seiner Hand an mir, machten sie mich nur härter. Ich wollte genau das sein, in diesem Moment, für ihn. Seine. Offen. Laut.

„Ja“, stöhnte ich. „Deine. Fick mich. Beschimpf mich. Ich komme, Hassan, ich—“

„Komm.“ Er stieß härter, pumpte schneller, die Augen in meinen, Schweiß tropfte von seiner Nase auf meinen Mund. „Komm für mich. Meine geile Schwuchtel. Yalla.“

Ich kam so heftig, dass ich seinen Namen schrie. Sperma schoss über seine Finger, meinen Bauch, bis zur Brust, und mein Arsch zog sich eng um ihn zusammen, wieder und wieder. Hassan fluchte, verlor den Rhythmus, rammte sich tief hinein und kam mit einem lauten, gebrochenen Stöhnen, das über das Dach ging und niemanden kümmerte außer uns. Ich spürte, wie er in mir pulsierte, heiß, stoßweise, sein ganzer schwerer Körper auf meinem, zitternd. Er fickte die letzten Wellen in mich hinein, langsam jetzt, und küsste mich, während wir beide noch kamen, atemlos, nass, fertig.

Danach blieb er in mir, bis er weicher wurde, und zog sich erst dann vorsichtig heraus. Ich zuckte. Er strich mir mit der sauberen Hand über die Wange, erstaunlich zärtlich nach all dem Dreck, den er mir ins Ohr gesagt hatte.

„Alles gut?“, fragte er leise. „Zu hart?“

„Genau richtig.“ Meine Stimme war heiser. Ich lachte, ungläubig, glücklich. „Bleib noch. Nicht gleich aufstehen.“

Er blieb. Er legte sich neben mich auf die Hemden, zog mich an seine verschwitzte Brust, und eine Weile hörten wir nur die Stadt und unser Atem. Ich dachte, das sei der Anfang. Drei Monate Warten, und jetzt das, und morgen Frühstück, und seine Hand wieder an mir, wann immer wir die Tür zumachten. Ich dachte an sein Zimmer, an meins, an alle Nächte, die jetzt anders würden. Ich sagte es nicht, weil ich ihn nicht erschrecken wollte. Aber ich glaubte es so fest, dass es sich schon wie eine Tatsache anfühlte.

Hassans Handy lag bei seiner Hose. Es leuchtete einmal auf, ein kurzes weißes Aufblitzen, und ergriff es, bevor ich den Kopf heben konnte. Auf dem Bildschirm stand eine Nachricht von seinem Bruder, Arabisch, das ich nicht lesen konnte. Er las sie, und sein Daumen verharrte. Ich spürte, wie sich etwas in seiner Brust unter meiner Wange änderte, ein Anhalten, ein Entschluss.

„Alles gut?“, fragte ich.

„Ja.“ Er sperrte das Display und legte das Handy mit dem Bild nach unten auf den Teer, außer Reichweite meiner Augen. Seine Lippen strichen über mein Haar. „Nur Familie. Nichts, was heute Nacht zählt.“

Er log nicht mit der Stimme. Er log mit dem, was er wegließ. Die Nachricht hatte bestätigt, was seit einer Woche feststand und was er mir nicht gesagt hatte, auch nicht, als er in mir kam und mich seine nannte: Montag früh ging sein Zug. Die Stelle auf der Baustelle in Hamburg war angenommen, das Bett in der Wohncontainer-Unterkunft reserviert, die Kündigung der WG lag schon im Briefkasten des Vermieters, ungeöffnet von mir, weil ich nie die Post holte. Er hatte das Gel eingesteckt, weil er diese eine Nacht noch wollte, bevor er ging. Er würde es mir morgen sagen. Oder übermorgen. Nicht jetzt, solange ich nass und offen an seiner Brust lag und glaubte, wir hätten gerade etwas angefangen.

Ich schloss die Augen und lächelte in seine Haut. Hassan hielt mich fester, als ein Mann hält, der bleibt, und schwieg. Über uns stand die Hitze noch immer, still und glutrot von der Stadt, und nur einer von uns wusste, dass sie bald jemand anderem gehören würde.

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