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Gespannte Befehle nach dem Brautstrauß

Die strenge Hochzeitsplanerin bestraft den frechen Trauzeugen mit harten Fesseln und reitet ihn gnadenlos durch.

10 min read October 27, 2026New

Corinne stand am Rand der Tanzfläche und zählte innerlich die Sekunden, bis Vanessa den Strauß warf. Achtundzwanzig, Hochzeitsplanerin, und an diesem Abend die einzige Person im Saal, die noch wusste, wo die Ersatzkerzen lagen. Der Duft von Pfingstrosen hing schwer in der Luft, das Streichquartett hatte sich bereits in eine Playlist verwandelt, und Julius filmte seine Braut mit diesem glückseligen Grinsen, das Corinne ihm für genau eine Nacht durchgehen ließ.

Desmond lehnte neben ihr an der Säule, zweiunddreißig, Trauzeuge, Krawatte seit dem Ja-Wort einen Zentimeter zu locker. Sie kannten sich seit vier Jahren, seit einer anderen Feier, auf der er sie gefragt hatte, ob sie die Gäste nach Nervfaktor sortiere. Damals war sie vierundzwanzig gewesen, er achtundzwanzig, und das Funkeln zwischen ihnen hatte seither bei jedem gemeinsamen Auftrag nur zugenommen. Heute Abend hatten sie den ganzen Empfang über geflirtet, leise, scharf, zwischen Tischkarten und einem unangetasteten Sektglas. Corinne trank nicht, wenn sie arbeitete. Desmond hatte nach dem Anstoßen einen Schluck genommen und den Rest stehen lassen, weil er, wie er grinsend behauptet hatte, einen klaren Kopf brauchte, um sie zu ärgern.

„Du planst sogar dein Lächeln“, murmelte er.

„Und du planst gar nichts“, gab sie zurück. „Deshalb steht deine Krawatte schief.“

Dann warf Vanessa. Die Menge johlte. Desmond, der eigentlich nur fotografieren sollte, sprang einen Schritt zu weit, fing die Blumen mit einer Hand und schwang sie in einem übermütigen Bogen — direkt gegen Corinnes Handgelenk. Die Stiele klatschten auf ihre Haut. Blütenblätter rieselten auf den Ärmel ihres schwarzen Kleids.

Eine halbe Sekunde lang wurde es um sie herum leiser, oder es kam ihr nur so vor.

Corinne senkte den Blick auf die gerötete Stelle, dann hob sie ihn. Langsam. Der Blick, mit dem sie unpünktliche Floristen festnagelte. Desmond erstarrte, den Strauß noch in der Faust, und etwas in seinem Gesicht wechselte von Frechheit zu diesem anderen Ausdruck, den sie schon lange kannte: hungrig, bereit, heimlich dankbar. Er sehnte sich nach ihren strengen Befehlen. Sie wartete seit Monaten darauf, ihn endlich zu binden. Nicht irgendwann. Heute. Das Nebenzimmer hatte sie am Nachmittag selbst geprüft, Stuhl eingeschlossen, Tasche gepackt, als wäre es ein weiterer Punkt auf der Ablaufplanung.

„Das“, sagte sie leise, nur für ihn, „war ein Fehler.“

Sein Mund zuckte. „Absicht. Ich wollte deine Aufmerksamkeit.“

„Die hast du.“ Sie nahm ihm den Strauß aus der Hand, ohne wegzusehen, und drückte ihn einer kreischenden Cousine in den Arm. „Hör auf zu grinsen.“

Er grinste trotzdem. Natürlich. Aber seine Stimme kam eine Spur tiefer. „Befiehl’s mir doch.“

Sie hakte zwei Finger unter seine schiefe Krawatte und zog, nur einen Zentimeter, gerade genug, dass er den Druck am Hals spürte. Um sie herum tanzte der Saal weiter. Niemand achtete auf die Planerin und den Trauzeugen an der Säule. Corinnes Puls schlug hart gegen das Handgelenk, wo die Stiele sie getroffen hatten. Sie mochte das. Ein kleiner, dummer Unfall, und plötzlich lag die ganze gespannte Luft des Abends zwischen ihren Fingern.

„Komm mit“, sagte sie. „Nicht rennen. Nicht winken. Und wenn dich jemand aufhält, sagst du, die Planerin braucht dich für ein logistisches Problem. Das ist nicht einmal gelogen.“

„Logistik“, wiederholte er, und das Grinsen wurde frecher. „Heißt das, du sortierst mich jetzt alphabetisch ein?“

„Ich sortiere dich dahin, wo du hingehörst. Hinter mir. Mund zu, bis ich etwas anderes sage.“

Er folgte. Das allein reichte, um ihr ein heißes, amüsiertes Ziehen durch den Bauch zu jagen. Desmond gehorchte nie irgendwem, außer ihr, und auch das nur, wenn sie es sich nahm. Auf dem Weg durch den Seitengang streifte seine Hand fast ihre. Sie ließ es nicht zu. Noch nicht. In der ruhigen Ecke neben der Garderobe, wo die Musik nur noch als Bass durch die Wand kam, blieb sie stehen und drehte sich um.

„Hände an die Seite“, sagte sie, leise, amüsiert, mit dieser Stimme, die keinen Widerspruch einlud und trotzdem zum Lachen einlud. „Du bewegst dich nicht. Keinen Millimeter. Auch nicht, wenn ich dich anfasse. Verstanden?“

„Verstanden.“ Er stand still. Die Frechheit saß noch in den Augenwinkeln, aber seine Schultern hatten sich gesenkt, gehorsam, und zwischen seinen Beinen zeichnete sich bereits etwas ab, das sein guter Anzug nicht ganz verbergen konnte. „Darf ich atmen, oder gehört das auch zur Logistik?“

„Atmen darfst du. Frech sein darfst du. Kommen darfst du nicht, bis ich es sage. Und jetzt halt still.“

Sie trat dicht an ihn heran. Ihr Parfüm, etwas Herbes, kein Hochzeitszucker, mischte sich mit dem warmen Geruch seiner Haut. Langsam, provozierend langsam, löste sie den Knoten seiner Krawatte. Seide glitt durch den Kragen. Ihre Knöchel streiften seinen Adamsapfel. Desmond schluckte, bewegte sich aber nicht. Sie sah, wie seine Finger zuckten und wieder still wurden. Guter Junge, dachte sie, und sagte es nicht. Noch nicht. Die Belohnung kam später, wenn er richtig litt.

Die Krawatte landete in ihrer Faust, noch warm von seinem Hals. Sie ließ das Ende über seine Brust gleiten, dann tiefer, über den Schritt, kaum ein Druck, nur eine Andeutung. Sein Atem stockte.

„Corinne—“

„Heute Abend nicht.“ Sie beugte sich vor, Lippen an seinem Ohr, und flüsterte, amüsiert und unerbittlich zugleich: „Ich fessele dich gleich. Mit dem hier und mit dem, was ich in der Tasche habe. Und dann benutze ich dich. Deine Zunge, deinen Schwanz, dein hübsches, freches Mundwerk, bis du nicht mehr grinst, sondern nur noch darum bettelst, mich kommen zu lassen. Einverstanden?“

Eine Sekunde lang war nur sein Atem da, heiß an ihrer Wange. Dann dieses Grinsen, das sie gleichzeitig ärgern und anmachen wollte. „Ja, Herrin.“

Sie lachte, kurz, echt, gegen seinen Hals. „Das klang verdächtig geübt.“

„Ich übe seit vier Jahren innerlich. Wird auch Zeit, dass du die Ablaufplanung einhältst.“

„Frech.“ Sie packte ihn am Hemd und zog ihn den kurzen Gang hinunter zur Tür, die sie am Nachmittag abgeschlossen und deren Schlüssel sie seitdem in der Tasche getragen hatte. „Rein mit dir. Und wenn du unterwegs noch einen Witz machst, bekommst du die Oberschenkel zuerst.“

„Ist das eine Drohung oder ein Programmpunkt?“

„Beides. Tür zu.“

Das Nebenzimmer war klein, ruhig, abseits der Feier: ein stabiler Stuhl mit gerader Lehne, den sie selbst aus dem Lager geholt hatte, eine Kommode, gedämpftes Licht. Kein Fenster zur Tanzfläche. Corinne drehte den Schlüssel hinter ihnen und stellte ihre Tasche auf die Kommode. Desmond blieb stehen, wo sie ihn hingestellt hatte, die Hände noch an den Seiten, die Erektion deutlich unter dem Stoff. Er sah sie an, nüchtern, hellwach, und in seinem Blick lag nichts als Zustimmung und diese alte, neckische Herausforderung.

„Safeword ist Strauß“, sagte sie trocken. „Passend, findest du nicht. Sag es, und alles hört auf. Sonst gehörst du mir, bis ich fertig bin.“

„Strauß“, wiederholte er, und dann, grinsend: „Werde ich nicht brauchen. Aber danke für die professionelle Planung, Herrin.“

„Hose auf. Hemd bleibt an, bis ich es anders will. Setz dich.“

Er gehorchte, die Bewegungen ein wenig fahrig vor Erregung. Der Stuhl knarrte nicht. Sie hatte ihn geprüft. Natürlich hatte sie ihn geprüft. Aus der Tasche zog sie zwei dunkelrote Seidenschals, weich, fest genug, um zu halten, ohne zu schneiden. Desmonds Augen weiteten sich, dann lachte er leise.

„Du hast die mitgebracht. Zur Hochzeit. Zwischen Platzkarten und Pflastern.“

„Ich plane Eventualitäten.“ Sie trat zwischen seine Knie, schob sie auseinander, weiter, bis er breitbeinig dasaß, ausgeliefert und sichtlich hart. „Hände hinter die Lehne.“

Die Krawatte wand sich um seine Handgelenke, Knoten fest, nicht grausam, genau so, wie sie es in Ruhe geübt hatte. Ein Schal um den linken Oberschenkel, einer um den rechten, jeweils am Stuhlbein verankert, sodass er die Beine nicht schließen konnte. Strenge Spreizstellung. Sein Schwanz stand frei, gerötet, bereits feucht an der Spitze. Corinne trat einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk, den Kopf schräg, wie bei einer Tischdekoration, die endlich stimmte.

„Sieh dich an“, sagte sie, und das Lachen lag unter der Strenge. „Der freche Trauzeuge, festgebunden mit seiner eigenen Krawatte, weil er einen Strauß nicht halten konnte. Tropfst du schon? Natürlich tropfst du. Für mich. Wie peinlich.“

„Überhaupt nicht peinlich“, brachte er heraus. Seine Stimme war rau. „Eher ein Kompliment an deine Logistik.“

Sie schlug ihm leicht auf den inneren Oberschenkel. Nicht hart, ein scharfer, heller Klatscher, der die Haut rosa färbte. Er zuckte, so weit die Seide es zuließ, und stöhnte. Der zweite Schlag traf den anderen Schenkel, symmetrisch, weil sie nun einmal so war. Desmonds Schwanz zuckte mit, ein klarer Tropfen lief über die Eichel.

„Still“, sagte sie, obwohl sie das Stöhnen mochte. „Du redest, wenn ich frage.“

Ihre Hand schloss sich um ihn, langsam, fest genug, um ihn zu spüren, zu langsam, um ihn irgendwohin zu bringen. Auf und ab, Daumen über die feuchte Spitze, dann wieder nur die lockere Faust, die ihn kaum umschloss. Desmonds Kopf fiel gegen die Lehne. Die Krawatte knarzte leise, als er an den Handgelenken zog und feststellte, dass er wirklich nicht freikam.

„Bitte—“

„Bitte was?“ Ein weiterer leichter Schlag, diesmal höher, knapp unter der Stelle, wo sein Schwanz gegen den Bauch drückte. Er keuchte. „Sag’s richtig.“

„Bitte, Herrin. Fester. Oder… irgendwas. Ich halte das nicht aus.“

„Doch.“ Sie pumpte ihn zweimal richtig, genoss das nasse Geräusch, und ließ wieder los. „Du hältst das aus, weil ich es sage. Schau, wie hart du für mich tropfst. Die ganze Hose hättest du ruiniert, wenn ich dich nicht rechtzeitig ausgezogen hätte. Und du grinst immer noch. Unverschämt.“

„Kann nicht anders“, keuchte er, und das Grinsen war tatsächlich noch da, verzerrt, ehrlich. „Du siehst zu gut aus, wenn du gemein bist.“

Das traf sie tiefer, als sie zeigen wollte. Hitze sammelte sich zwischen ihren Beinen, feucht, fordernd. Sie hatte den ganzen Abend darauf gewartet, und jetzt saß er genau so da, wie sie ihn haben wollte: gefesselt, spreizt, frech und gehorsam zugleich. Corinne schob das Kleid hoch, zog den Slip zur Seite und stellte sich über ihn, ein Knie auf dem Stuhlrand, die andere Hand in seinem Haar.

„Mund auf“, sagte sie. „Und wenn du gut leckst, darfst du später in mir kommen. Wenn nicht, bleibt es bei deiner tropfenden Peinlichkeit. Verstanden?“

„Ja, Herrin.“ Kein Witz diesmal. Nur Hunger.

Sie setzte sich auf sein Gesicht.

Der erste Strich seiner Zunge war breit, eifrig, genau dort, wo sie ihn brauchte. Corinne atmete scharf ein und drückte sich fester gegen seinen Mund. Desmond konnte die Hände nicht benutzen, konnte den Kopf kaum drehen, und genau das machte es besser: nur Zunge, Lippen, der heiße Atem, das leise, erstickte Stöhnen gegen ihre Muschi, während sie sich an seinem Gesicht rieb. Sie ritt seinen Mund in kleinen, kontrollierten Bewegungen, eine Hand in seinem Haar, die andere an der Stuhllehne.

„Genau so“, murmelte sie, und ein Lachen mischte sich in das Keuchen. „Wenigstens darin bist du nicht schief. Tiefer. Die Zunge flach… ja. Und jetzt die Klitoris, langsam, nicht hetzen, du ungeduldiger—“

Er gehorchte mit einer Hingabe, die ihr die Knie weich machte. Jeder Strich war eine Entschuldigung für den Strauß und gleichzeitig eine neue Frechheit, weil er wusste, was er tat. Corinne spürte, wie die Spannung sich zusammenzog, heiß, eng, unaufhaltsam. Sie hielt sich nicht zurück. Hier musste sie nichts planen. Sie drückte sich auf seinen Mund, rieb sich an seiner Zunge, und als er sie einsaugte, fest und rhythmisch, kam sie.

Der Orgasmus lief durch sie hindurch, scharf und lang, ihre Schenkel zitterten um seinen Kopf, ein ersticktes Lachen brach aus ihr heraus, weil es so gut war und weil er darunter immer noch dieses verdammte, gedämpfte Geräusch machte, halb Stöhnen, halb Triumph. Sie ritt die Wellen aus, langsam werdend, bis nur noch Nachbeben blieben, und hob sich dann ein wenig, damit er atmen konnte.

Sein Gesicht glänzte. Er sah hinauf, atemlos, grinste trotzdem. „Logistik erfolgreich?“

„Halt die Frechheit“, sagte sie, aber ihre Stimme war weich vor Lust. „Noch nicht fertig mit dir.“

Sie stieg ab, drehte sich um, den Rücken zu ihm, und setzte sich rücklings auf seinen Schoß. Seine gefesselten Oberschenkel hielten sie weit, sein Schwanz drückte heiß gegen sie. Corinne griff nach unten, führte ihn an ihren Eingang und senkte sich, Zentimeter für Zentimeter, bis er ganz in ihr war. Beide stöhnten. Der Stuhl hielt. Desmond zog an der Krawatte und konnte nichts tun, außer zu fühlen.

„Nicht kommen“, befahl sie, schon wieder atemlos, und begann zu reiten. „Nicht, bevor ich es sage. Du hältst still mit diesem tropfenden Schwanz in mir und lässt mich dich benutzen. Verstanden?“

„Ja— Herrin— verdammt—“

Sie bewegte sich langsam, dann härter, die Hände auf seinen gefesselten Schenkeln, Nägel leicht in der geröteten Haut. Jedes Herabsinken trieb ihn tief, jedes Heben ließ ihn fast herausgleiten, und sie kontrollierte das Tempo mit der gleichen Präzision, mit der sie Ablaufpläne schrieb. Hinter ihr keuchte er, fluchte leise, lachte einmal hilflos, als sie absichtlich innehielt, nur um ihn zittern zu spüren.

„So hart“, spottete sie, obwohl ihre eigene Stimme brach. „Der ganze Abend nur Geplänkel, und jetzt liegst du in mir und darfst nicht einmal zucken. Armer Trauzeuge.“

„Corinne— Herrin— ich kann nicht mehr lange—“

„Doch.“ Sie ritt ihn fester, suchte den Winkel, der sie erneut aufbaute, und fand ihn. Die zweite Welle kam schneller, schmutziger, ihr Körper klopfte um ihn herum. Sie warf den Kopf zurück, stöhnte offen, und im gleichen Moment, als sie kam, schnappte sie: „Jetzt. Komm. Für mich.“

Desmond gehorchte mit einem rauen, gebrochenen Laut, stieß so weit nach oben, wie die Fesseln es erlaubten, und ergoss sich in ihr, heiß, lang, während sie ihn ausritt, bis beide nur noch zitterten. Seine Stirn sank gegen ihren Rücken. Ihr Atem ging schwer. Die Musik der Feier war weit weg, ein dumpfes Pochen hinter der Tür.

Eine Weile bewegte sich niemand. Corinne blieb auf ihm sitzen, seine Wärme in sich, die Seide an ihren Schenkeln, seine gefesselten Hände hinter der Lehne. Das Grinsen war weg. Die Befehle auch. Nur ihr Atem, seiner, und das leise Nachgeben des Stuhls.

Sie löste die Krawatte langsam, dann die Schals, und legte die Stirn an seine Schläfe, ohne ein Wort. Desmonds Arme kamen um sie, vorsichtig, als könnte ein Laut das Zerbrechliche zwischen ihnen stören. Keiner sprach. Draußen lachte jemand. Hier drin war es still.

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