Rebound im Mondlicht: Nadjas erste Glut mit Silas
Eine frisch getrennte Grafikerin lässt sich in der mondhellen Berghütte von einem schwarzen amerikanischen Fotografen hart durchficken.
Ich war achtundzwanzig, Grafikerin, und seit elf Tagen nicht mehr Florians Freundin, als ich in der Berghütte saß und so tat, als würde die Stille mich heilen. Die Alpen draußen waren schwarz und scharf. Drinnen roch es nach Harz, nach kaltem Stein und nach dem Pullover, den ich seit der Trennung nicht gewaschen hatte, weil er noch nach unserer Wohnung roch. Ich hatte die Haare offen gelassen, lang und blond, und die Haut an meinen Unterarmen wirkte im Lampenlicht fast durchsichtig. Ich wollte niemanden. Ich wollte nur, dass der Abend aufhörte, nach ihm zu schmecken.
Dann klopfte es.
Silas stand auf der Schwelle, zweiunddreißig, Fotograf aus den Staaten, die Kamera gegen die Hüfte, der Atem eine weiße Fahne. Er hatte die Nachbarhütte gesucht und den Pfad im Nebel verloren. Seine Stimme war tief, amerikanisch, und als er den Namen sagte, blieb er einen Moment in der warmen Luft hängen. Ich sah zuerst seine Hände. Dunkel, groß, ruhig. Dann das Gesicht, die Schultern unter der Jacke, den Körper eines Mannes, der Berge nicht nur fotografiert, sondern auch hochgeht. Etwas in mir, das seit Hamburg taub gewesen war, hob den Kopf.
„Du kannst reinkommen“, sagte ich. „Es wird kalt.“
Er zog die Stiefel aus, setzte sich nicht zu nah, und trotzdem war der Raum sofort kleiner. Wir redeten über nichts Gefährliches: das Licht am Grat, ein Auftrag über verlassene Almen, mein Job, der gerade nur aus Layouts und schlaflosen Nächten bestand. Ich erzählte von der Trennung, ohne den Namen zu sehr zu streicheln. Er erzählte von einer Frau in Brooklyn, die gegangen war, weil er immer unterwegs war und nie wirklich ankam. Wir lachten zu früh. Das Lachen saß schief, aber es saß.
Später trugen wir Decken auf die Terrasse. Der Mond hing voll über dem Tal, so hell, dass der Schnee blau wurde. Ich setzte mich ihm gegenüber, die Knie unter der Decke, und merkte, wie oft mein Blick auf den Unterschied zwischen uns fiel. Mein Handgelenk lag hell auf dem Holz. Seins daneben war dunkel, warm selbst in der Kälte, die Adern kaum sichtbar und doch da. Es war kein Gedanke, den ich schön reden wollte. Es war ein Ziehen. Ich schämte mich ein bisschen dafür und schämte mich gleichzeitig nicht genug, um wegzusehen.
„Du starrst“, sagte er leise.
„Du auch.“
Er nickte. Kein Ausweichen. „Deine Haut im Mondlicht. Ich fotografiere den ganzen Tag Kontraste und tue so, als wäre das nur Arbeit. Hier ist es keine Arbeit.“
Ich spürte die Worte zwischen den Beinen, bevor ich sie im Kopf sortiert hatte. „Und ich“, sagte ich, „tue seit Wochen so, als würde ich niemanden wollen. Das ist auch gelogen.“
Wir blieben trotzdem sitzen. Wir redeten weiter, weil Reden sicherer war als das, was schon in der Luft lag. Ich erzählte, wie Florian mich am Ende behandelt hatte, als wäre mein Körper eine Gewohnheit und keine Entscheidung. Silas hörte zu, ohne mich zu retten. Er sagte, er habe es satt, begehrt zu werden wie ein Bild und nicht wie ein Mann, der auch müde sein darf. Ich sah seine Müdigkeit und sein Begehren gleichzeitig, und beides machte ihn realer.
Als die Kälte zu tief wurde, gingen wir rein. Auf dem Tisch stand eine angebrochene Flasche Rotwein, die ich am ersten Abend aus Trotz geöffnet und dann vergessen hatte. Wir schenkten zwei Gläser ein und nippten. Mehr nicht. Ich wollte klar bleiben. Er stellte seines nach zwei Schlucken weg und sagte, er trinke nicht, wenn er etwas wirklich wolle. Ich stellte meins daneben. Der Wein blieb Dekoration. Mein Kopf war nüchtern, wach, fast zu wach.
„Sag mir, was du willst“, sagte er. „Nicht die höfliche Version.“
Ich atmete durch den Mund. Meine Stimme kam heiser. „Ich will einen Mann, der mich nimmt. Richtig. Stark. Dunkel. Ich will deine Hände auf meiner hellen Haut sehen und nicht so tun, als wäre das nur ein Zufall. Ich will gefickt werden, bis ich Florian vergesse und bis ich vergesse, dass ich vergessen wollte.“
Silas’ Blick wurde schwer. Er legte die Hand nicht sofort auf mich. Er fragte. „Und wenn ich dir sage, dass mich genau das anmacht? Dass ich deine Blässe anfassen will, deine blonden Haare, deine direkte deutsche Art, die nicht kokettiert, sondern fordert? Dass ich dich heute Nacht hart will, laut, ohne dass einer von uns morgen so tut, als wäre es ein Versehen?“
„Dann sag es.“
„Ich will dich“, sagte er. „Hell und nass und ehrlich. Ich will dich lecken, bis du kommst. Ich will, dass du auf mir reitest. Ich will dich von hinten, die Hand in deinen Haaren, und ich will in dir kommen, wenn du es auch willst. Kein Spiel mit Macht, das du nicht mitträgst. Du sagst stopp, ich stoppe. Du sagst mehr, ich gebe mehr.“
Ich nickte, und das Nicken reichte mir nicht. „Ja. Alles davon. Ich bin klar. Ich will es. Heute Nacht nur Lust. Ohne Reue.“
Das letzte Wort schmeckte schon damals ein wenig nach Metall. Ich schluckte es hinunter.
Er stand auf. Ich stand auf. Der erste Kuss war kein vorsichtiges Fragen mehr, sondern die Antwort. Sein Mund war warm, seine Zunge langsam und dann fordernd, und ich öffnete mich, als hätte ich seit Wochen nur auf diese Erlaubnis gewartet. Ich schmeckte Minze und Nacht. Meine Hände fanden seinen Nacken, die kurzen Haare, die breiten Schultern. Seine Hand lag flach auf meinem unteren Rücken und zog mich an einen Körper, der hart war, wo ich weich wurde. Durch die Jeans spürte ich ihn. Dick. Deutlich. Mein Magen machte einen Satz, der nichts mit Angst zu tun hatte.
„Schlafzimmer“, sagte ich gegen seinen Mund.
Das Bett war groß, die Decke zurückgeschlagen, das Fenster ohne Vorhang. Mondlicht lag als breites Band über Laken und Holz. Wir zogen uns nicht hastig aus. Wir zogen uns gegenseitig aus, als wollten wir jeden Zentimeter Unterschied sehen. Ich öffnete sein Hemd. Seine Brust war dunkel, fest, die Brustwarzen dunkler, die Haut unter meinen hellen Fingern warm und lebendig. Er streifte mir den Pullover über den Kopf, und meine Brüste hoben sich im BH, blass, die Spitzen schon hart. Als er den Verschluss löste, atmete er aus wie ein Mann, der etwas gefunden hat, das er nicht fotografieren, sondern anfassen muss.
„Fuck“, sagte er leise. „So hell.“
„Fass sie an.“
Er knetete sie, nicht grob zuerst, dann fester, die Daumen über die Nippel, und ich stöhnte in die Mondluft. Meine Hose fiel. Sein Gürtel. Ich schob die Boxershorts herunter und hielt inne, weil sein Schwanz schwer in meine Hand fiel, dick, dunkel, die Eichel schon feucht. Ich strich daran entlang und spürte, wie mein eigener Körper antwortete, nass, offen, ungeduldig. Er sah auf meine Hand, hell um ihn, und fluchte noch einmal, diesmal leiser, dichter.
„Leg dich hin“, sagte er.
Ich legte mich ins Mondlicht. Er kniete sich zwischen meine Schenkel, schob sie auseinander und betrachtete mich so offen, dass ich rot wurde und gleichzeitig die Hüften hob. „Nass“, murmelte er. „Hell und nass für mich.“ Seine dunkle Zunge traf meine Muschi ohne Umweg. Erst ein langer Strich von unten nach oben, dann die Spitze an meiner Klit, kreisend, saugender Druck, wieder loslassen. Ich griff ins Laken. Er leckte mich, als hätte er Zeit und Hunger zugleich, die Zunge breit und dann spitz, zwei Finger, die langsam in mich glitten und sich krümmten, während sein Mund nicht aufhörte.
„Silas.“
„Sag’s lauter.“
„Leck mich. Ja. Genau da. Nicht aufhören.“
Er hörte nicht auf. Der Kontrast machte mich wahnsinnig: seine dunklen Lippen an meiner hellen, geschwollenen Muschi, seine Finger tief, der Mond auf meinem Bauch. Ich kam das erste Mal hart und schnell, die Oberschenkel zitternd um seinen Kopf, ein Schrei, der in der Hütte kein Echo brauchte, weil er schon laut genug war. Er leckte mich durch den Höhepunkt, bis ich seine Haare packte und ihn hochzog.
„Ich will deinen Schwanz“, sagte ich. „Jetzt. In mir.“
Er legte sich auf den Rücken. Ich stieg über ihn, eine Hand an seiner Brust, die andere führte ihn an meinen Eingang. Die Dehnung war echt. Dick, heiß, langsam. Ich sank Zentimeter für Zentimeter, den Mund offen, bis er ganz in mir war und ich einen Laut machte, der halb Fluch, halb Dank war.
„Reite mich“, sagte er. „Nimm dir, was du wolltest.“
Ich ritt ihn. Zuerst tief und rollend, dann wilder, die Knie im Laken, die blonden Haare im Gesicht, meine helle Muschi um seinen schwarzen Schwanz gespannt und glänzend. Jedes Mal, wenn ich mich senkte, füllte er mich bis an eine Stelle, die mich die Zähne zusammenbeißen ließ. Er knetete meine Brüste, zog an den Nippeln, hielt meine Hüften und stieß von unten entgegen, wenn ich den Rhythmus verlor.
„So ist es“, keuchte er. „Ride that cock. Schau dich an. Hell auf mir. So fucking tight.“
„Fick mich“, stieß ich hervor, deutsch und brüchig und dreckig. „Dein dicker Schwanz füllt meine Muschi. Härter. Ich will es sehen. Ich will dich in mir sehen.“
„Then take it. Nimm ihn. Gute Frau. Laut. Lass mich hören, wie sehr du ihn willst.“
Ich ritt schneller. Das Bett knarrte. Meine Brüste wippten in seinen Händen. Der zweite Orgasmus baute sich anders auf, tiefer, von innen, und ich sagte seinen Namen, bis er nur noch ein Stoßgebet war. Er hielt mich nicht fest, als ich kam. Er ließ mich auf ihm zerfallen, die Innenwände zuckend um ihn, und er fluchte auf Englisch, während ich auf Deutsch schrie, dass ich komme, dass er nicht aufhören soll, dass ich ihn spüren will.
Noch bevor das Zittern ganz nachließ, drehte er mich. Nicht roh. Entschieden. „Doggy“, sagte er an meinem Ohr. „Ja?“
„Ja. Von hinten. Hart. Zieh an meinen Haaren. Füll mich.“
Ich ging auf alle viere ins Mondlicht. Er kniete sich hinter mich, eine dunkle Hand auf meiner hellen Hüfte, die andere schon in meinen blonden Haaren. Als er wieder in mich stieß, war es tiefer als im Reiten, direkter, und ich drückte das Gesicht ins Kissen und schrie trotzdem laut genug, dass das Tal es hätte hören können. Er fickte mich hart. Gleichmäßige, schwere Stöße, dann schneller, der nasse Klang zwischen uns unanständig und ehrlich. Seine Hand spannte sich in meinen Haaren, zog meinen Kopf hoch, und ich sah unser verzerrtes Spiegelbild im dunklen Fenster: sein Körper hinter meinem, der Kontrast, mein offener Mund.
„Look at you“, knurrte er. „Blonde hair in my fist. Pale ass taking my cock. Sag, dass du es willst.“
„Ich will es“, keuchte ich. „Fick meine helle Muschi mit deinem schwarzen Schwanz. Tiefer. Ja. So. Füll mich. Ich will, dass du in mir kommst.“
„You sure?“
„Ja. Komm in mir. Ich will es. Jetzt.“
Er stieß tiefer, hielt mich an den Haaren und an der Hüfte, und ich kam ein drittes Mal, laut, lang, der Schrei brach in ein Wimmern, während meine Muschi sich um ihn zusammenzog. Silas folgte mit einem rauen Laut, stieß noch zweimal ganz hinein und füllte mich, heiß, tief, zuckend, bis wir beide nur noch Atem und Schweiß und Mondlicht waren. Er blieb in mir, die Stirn zwischen meinen Schulterblättern, die Hand in meinen Haaren jetzt weich. Ich spürte, wie er aus mir lief, warm an den Schenkeln, und einen Moment lang dachte ich, das sei der Punkt, an dem die Trennung endlich aufhört.
Er zog sich vorsichtig zurück, holte ein Handtuch, reichte es mir, setzte sich nicht sofort weg. Wir lagen nebeneinander. Das Fenster zeigte denselben Mond. Mein Herz sollte leichter sein. Es war nur laut.
Silas strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Ohne Reue“, sagte er, halb Frage, halb Erinnerung an das, was ich versprochen hatte.
Ich öffnete den Mund und brachte das Wort nicht noch einmal heraus. Zwischen meinen Beinen pochte es, süß und wund. Auf meiner Haut lag sein Geruch. Und darunter, hartnäckig wie ein Fleck, den kein Mond wegwäscht, saß Florian. Nicht als Sehnsucht. Als Beweis. Ich hatte einen Mann benutzt, der mir zugehört hatte, um einen anderen aus meinem Körper zu ficken, und ich hatte dabei so getan, als wäre Hautfarbe ein Heilmittel und nicht nur das, was mich in dieser Nacht geil gemacht hatte. Silas hatte mich gesehen. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn gesehen hatte oder nur das Bild, das ich brauchte.
„Nadja?“
Ich lächelte, und das Lächeln kam zu spät. „Es war gut“, sagte ich. Das stimmte. Es stimmte auch nicht genug. Draußen krachte irgendwo Schnee von einem Dach. Ich zog die Decke höher, obwohl mir nicht kalt war, und starrte an die Balken, während seine Wärme neben mir noch echt war und in mir schon der Zweifel anfing, leiser und dauerhafter als jeder Schrei.
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