Ein letztes Mal im Buchlager – Daphnes hungriges Ja
Zwei Bibliothekarinnen geben ihrem lang unterdrückten Verlangen ein letztes Mal nach.
Die Neonröhren über dem alten Buchlager summten leise, als hätte das Gebäude selbst keine Lust mehr, wach zu bleiben. Draußen war der Campus längst leer, die Gänge der Universitätsbibliothek dunkel, nur hier hinten zwischen den hohen Holzregalen brannte noch Licht. Daphne, achtundzwanzig, Bibliothekarin seit vier Jahren und die Einzige, die den Schlüssel zum Lager wirklich ernst nahm, saß auf dem wackligen Hocker und blätterte in einem vergilbten Band. Ihr dunkles Haar war zu einem nachlässigen Knoten gebunden, ein paar Strähnen klebten an ihrem Hals. Die Bluse war oben aufgeknöpft, der Stoff spannte über ihren Brüsten, und der Rock war hochgerutscht, weil sie das Bein untergeschlagen hatte.
Neben ihr stand Ingrid. Neunundzwanzig, ebenfalls Bibliothekarin, und nebenher diejenige, die das Forschungsprojekt eigentlich am Laufen hielt. Morgen früh würde der Transporter kommen. Eine andere Stadt, eine andere Bibliothek, ein Vertrag, den sie schon unterschrieben hatte. Heute Nacht war das Lager nur noch ihres. Seit Monaten hatten sie sich angeschaut, zu lange, zu deutlich. Eine Hand am unteren Rücken, wenn eine die andere an einem Regal vorbeiließ. Ein Lachen, das im Hals stecken blieb. Daphne hatte jedes Mal so getan, als wäre es nichts. Ingrid hatte jedes Mal so getan, als wäre sie nur müde.
„Wenn du die Signatur noch einmal umschreibst, wird der Band nicht jünger“, sagte Daphne, ohne aufzusehen. Ihre Stimme war rau von der trockenen Luft zwischen den Büchern.
Ingrid lachte leise. „Ich schreibe sie nicht um. Ich will nur nicht, dass du morgen sagst, ich hätte dir Chaos dagelassen.“
„Morgen bist du weg.“
Das Wort hing zwischen den Regalen. Staub tanzte im Licht. Irgendwo knackte Holz, als würde das Gebäude sich räuspern. Daphne spürte Ingrid hinter sich, die Wärme, den Geruch nach Papier, Seife und etwas Wärmerem, das sie schon kannte und nie benannt hatte. Ihre Finger lagen still auf der Seite. Sie las kein Wort mehr.
„Ja“, sagte Ingrid. „Morgen bin ich weg. Deshalb bin ich noch hier.“
Daphne schluckte. Ihr Puls war zu laut. Sie dachte an all die Abende, an denen Ingrid sich über denselben Tisch gebeugt hatte, an den Ausschnitt, an den Blick, der eine Sekunde zu lange geblieben war. Sie hatte sich eingeredet, das sei Kollegenfreundschaft. Heute Nacht glaubte sie sich das nicht mehr.
Ingrid streckte sich. Es war keine beiläufige Bewegung. Sie hob die Arme, der Rücken bog sich, und dann drückte sie ihre Brüste fest gegen Daphnes Schulterblätter, langsam, absichtlich, als wollte sie, dass jeder Zentimeter ankam. Durch den dünnen Stoff spürte Daphne die Wärme, die Schwere, die harten Spitzen. Ihr Atem stockte. Ingrid beugte sich vor, bis ihr Mund fast Daphnes Ohr berührte, und flüsterte:
„Ich will dich. Seit Monaten. Jedes Mal, wenn du an mir vorbeigegangen bist, habe ich mir vorgestellt, wie du mich anfasst. Heute Nacht hör ich auf, so zu tun, als wäre das nicht so.“
Daphne drehte sich auf dem Hocker um. Ihre Knie stießen gegen Ingrids Schenkel. Sie sah das offene Gesicht, die dunklen Augen, den Mund, der ein wenig feucht war, weil Ingrid sich auf die Unterlippe gebissen hatte. Kein Zweifel. Kein Spiel, das man noch zurücknehmen konnte, ohne es zu wollen.
„Sag es noch mal“, verlangte Daphne.
„Ich will dich. Jetzt. Wenn du auch willst.“
„Ich will.“ Daphnes Stimme war heiser. „Gott, Ingrid, ich will dich so sehr, dass mir die Hände zittern.“
Sie stand auf, packte Ingrids Hüften mit beiden Händen und zog sie an sich. Der erste Kuss war kein vorsichtiges Fragen mehr. Er war hungrig, tief, ein bisschen ungeschickt vor lauter Nachholen. Ingrid öffnete den Mund sofort, ihre Zunge traf Daphnes, heiß und fordernd, und ein leises Geräusch löste sich aus ihrer Kehle, halb Stöhnen, halb Erleichterung. Daphne schmeckte Kaffee und Haut und Monate, die endlich ein Ende hatten. Ihre Finger gruben sich in den Stoff von Ingrids Hose, zogen sie noch näher, bis ihre Becken sich aneinander rieben.
„Zieh das aus“, murmelte Daphne an ihren Lippen. „Alles. Ich will dich sehen.“
„Du auch.“ Ingrid lachte atemlos gegen ihren Mund. „Nicht nur ich.“
Sie halfen sich gegenseitig, ungeduldig, lachend, fluchend, wenn ein Knopf hakte. Daphnes Bluse fiel auf einen Stapel Akten. Ingrids Pullover landete über einer Stuhllehne. BHs folgten, dann Röcke, Hose, Slip. Die kühle Luft des Lagers strich über nackte Haut und machte die Brustwarzen hart. Daphne blieb einen Moment stehen und sah einfach hin. Ingrid war weich an den Hüften, fest an den Schenkeln, die Brüste voll, die Spitzen dunkel und bereits zusammengezogen. Zwischen ihren Beinen glänzte es. Daphne spürte, wie ihre eigene Muschi antwortete, nass, pochend, bereit.
„Fuck“, flüsterte sie. „Du bist so schön, dass ich dich fressen will.“
„Dann tu es.“ Ingrid trat einen Schritt zurück, bis ihr Rücken das alte Holzregal traf. Die Bretter knarrten. Ein Band rutschte ein Stück zur Seite. „Ich steh hier. Ich will, dass du mich anfasst. Ich will, dass du mich leckst, bis ich nicht mehr still sein kann.“
Daphne ging auf die Knie. Der Boden war hart und kalt unter ihren Schienbeinen, egal. Sie schob Ingrids Schenkel auseinander, küsste die Innenseite des einen, dann des anderen, langsam nach oben, bis sie den Geruch ganz nah hatte: salzig, süß, eindeutig. Ingrid atmete schneller. Ihre Hand fand Daphnes Haar und löste den Knoten, Finger in den Strähnen.
„Darf ich?“, fragte Daphne noch einmal, die Lippen schon an der heißen Haut.
„Ja. Bitte. Leck mich.“
Daphne spreizte die Schamlippen mit zwei Fingern und legte die Zunge flach auf die nasse Spalte. Der erste Strich war langsam, von unten nach oben, breit, gierig, und Ingrid zuckte so heftig, dass das Regal wieder knarrte. Daphne machte es noch einmal. Und noch einmal. Sie leckte nicht höflich. Sie leckte, als hätte sie monatelang nichts anderes gewollt, die Zunge fest, dann die Spitze kreisend um den Kitzler, dann wieder die ganze Länge, den Saft aufnehmend, schmeckend, stöhnend dabei, weil es sie selbst so nass machte, dass es an ihren Schenkeln hinablief.
„Oh Gott“, keuchte Ingrid. „Genau so. Nicht aufhören. Deine Zunge… fuck, Daphne.“
Daphne saugte den Kitzler zwischen die Lippen, ließ ihn los, leckte wieder, zwei Finger strichen nur am Eingang entlang, ohne einzudringen, nur um Ingrid zittern zu lassen. Ingrid krallte sich fester in ihr Haar, zog, nicht weg, sondern näher. Ihre Hüften schoben sich Daphnes Mund entgegen. Das Stöhnen wurde lauter, hallte zwischen den Regalen, unanständig in einem Raum, der sonst nur Papier und Stille kannte.
„Ich komme schon fast“, warnte Ingrid, die Stimme brüchig. „Wenn du so weiterleckt, steh ich nicht mehr.“
Daphne hob den Kopf, das Kinn nass, die Lippen geschwollen. „Dann komm auf den Tisch. Ich will dich richtig. Und ich will dich dabei küssen.“
Sie standen auf, stolperten fast, lachten kurz, küssten sich wieder, und Ingrid schmeckte sich selbst auf Daphnes Zunge und stöhnte in den Kuss hinein. Der alte Lesetisch war breit, die Platte kühl. Ingrid setzte sich auf die Kante, lehnte sich auf die Hände zurück und spreizte die Beine weit. Daphne trat zwischen sie, nackt, die eigenen Brüste schwer, die Nippel hart. Sie beugte sich vor, nahm eine von Ingrids Brüsten in die Hand, knetete sie fest, rollte die Brustwarze zwischen den Fingern, und Ingrid tat dasselbe bei ihr, grob, hungrig, Daumen über die Spitze, bis Daphne zischte.
„Zwei Finger“, sagte Ingrid. „Hart. Ich will dich in mir spüren. Und hör nicht auf, mich zu küssen.“
„Sag mir, wenn es zu viel ist.“
„Es ist nicht zu viel. Es ist genau das, was ich will.“
Daphne schob zwei Finger in die nasse Hitze, langsam zuerst, bis sie ganz drin waren, und Ingrid warf den Kopf zurück, ein heiseres Ja. Dann begann Daphne zu stoßen. Nicht zaghaft. Der Rhythmus war fest, das Handgelenk arbeitete, die Finger krümmten sich bei jedem Stoß nach oben, gegen die Stelle, die Ingrid jedes Mal zusammenzucken ließ. Nässe lief über Daphnes Hand, tropfte auf den Tisch. Sie küssten sich dazwischen, tief, unordentlich, Zähne an Unterlippen, Atem in Atem. Ingrids freie Hand knetete Daphnes Brust, zog an der Warze, und Daphne stöhnte in ihren Mund, während sie weiter in sie stieß.
„Härter“, verlangte Ingrid. „Du kannst härter. Ich halt das aus. Ich will es.“
Daphne gehorchte. Der Tisch wackelte. Ihre Hand klatschte leise gegen Ingrids nasse Muschi, immer wieder, und Ingrid ritt den Fingern entgegen, die Hüften kreisend, die andere Hand jetzt in Daphnes Nacken, sie herunterziehend zu einem Kuss, der mehr Biss als Zärtlichkeit war. Daphne spürte, wie Ingrid sich um ihre Finger zusammenzog, enger, heißer, zitternd.
„Fass dich auch an“, keuchte Ingrid an ihrem Mund. „Ich will, dass du mitkommst. Ich will dich nass sehen.“
Daphne schob die freie Hand zwischen die eigenen Beine, rieb ihren Kitzler im gleichen Takt, in dem sie Ingrid fickte. Es war fast zu viel, die eigene Nässe, Ingrids Stöhnen, der Geschmack, die Brüste, die sich aneinander drückten, wenn sie sich vorbeugte. Sie wechselten, ohne abzusprechen: Ingrid griff nach unten, ihre Finger fanden Daphnes Kitzler, übernahmen, rieben kreisend, während Daphne beide Hände wieder an Ingrid legte, eine in ihr, eine an ihrer Brust, knetend, zwickend, besitzergreifend.
„Ich gehöre dir heute Nacht“, flüsterte Ingrid. „Und du mir. Kein Zurück. Fick mich, bis ich spritze.“
„Dann komm“, sagte Daphne. „Komm auf meiner Hand. Ich will es sehen. Ich will es hören.“
Sie stieß tiefer, schneller, der Daumen fest auf Ingrids Kitzler, und Ingrid brach auseinander. Ihr Schrei war laut, roh, kein bisschen gedämpft. Die Muskeln um Daphnes Finger zuckten hart, und dann kam der Schwall, heiß, plötzlich, spritzte über Daphnes Hand, ihren Unterarm, den Tisch, Ingrids eigene Schenkel. Ingrid zuckte noch einmal, noch einmal, die Beine bebten, und Daphne hörte nicht auf, rieb sie durch den Orgasmus, küsste sie, schluckte ihr Stöhnen, bis Ingrid nach ihrer Hand griff und sie festhielt, überreizt, lachend und keuchend zugleich.
„Warte“, brachte Ingrid heraus. „Warte, ich… oh fuck, das war…“
„Ich hab dich“, sagte Daphne. Sie zog die Finger langsam heraus, nass bis zum Ansatz, und leckte sie ab, ohne den Blick abzuwenden. Ingrid sah zu, die Augen dunkel, immer noch weit. Dann zog sie Daphne näher, schob ihre eigene Hand wieder zwischen Daphnes Beine und rieb sie schnell, gezielt, zwei Finger in ihr, der Handballen am Kitzler.
„Du auch“, sagte sie. „Ich lass dich nicht so stehen. Komm für mich. Jetzt.“
Daphne brauchte nicht lange. Sie war schon so nah gewesen, dass Ingrids Finger sie in wenigen Stößen über die Kante schoben. Sie kam mit einem heiseren, abgehackten Laut, die Stirn an Ingrids Schulter, die Nägel in deren Hüfte, die Muschi zuckend um die Finger, nass und offen und völlig weg. Ingrid hielt sie fest, küsste ihre Schläfe, ihren Mund, murmelte ihren Namen, bis das Zittern nachließ.
Sie blieben so, halb auf dem Tisch, halb gegeneinander, Atem laut in der Stille des Lagers. Daphnes Hand lag noch auf Ingrids Schenkel, klebrig, warm. Ingrid strich ihr eine nasse Strähne aus dem Gesicht. Draußen war nichts. Drinnen roch es nach Sex und altem Papier. Daphne hob den Kopf, sah Ingrid an, und für einen Moment war da nur das Nachglühen, das breite, erschöpfte Lächeln, der Kuss, den keine von beiden zu Ende brachte, weil die Münder schon wieder aufeinanderlagen, weich diesmal, satt, und das Licht über ihnen weiter summte, als ginge die Nacht noch nicht zu Ende.
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