Eine Nacht nur – Sullivan will sie als Gwen
Sullivan, 32, gesteht Gwen, 29, seinen Wunsch, sich für eine Nacht als Frau in Spitze und Strümpfen anzuziehen, und lässt sich von ihr hart und zärtlich ficken.
Ich bin zweiunddreißig, Grafikdesigner, und mein Name ist Sullivan. Die Wohnung, in der ich arbeite, riecht nach Papier und kaltem Kaffee, und niemand in meinem Leben fragt, warum ich nachts noch Licht brennen lasse. Gwen ist neunundzwanzig. Sie steht hinter einer Bar, mischt Drinks, deren Namen sie auswendig kann, und hat in unseren Chats monatelang diese Art gehabt, einen Satz einfach liegen zu lassen, bis ich selbst hörte, wie viel ich gerade zugegeben hatte. Keine Fotos von dem, was ich wirklich wollte. Nur ihre Stimme, manchmal spät, rau vom Lachen, und meine Sätze, die ich morgens löschen wollte und nicht löschte.
Wir trafen uns in einem kleinen Café zwei Straßen von ihrer Bar, an einem Dienstag, an dem sie freihatte. Sie kam in Jeans und einem schwarzen Shirt, die dunklen Haare locker hochgesteckt, setzte sich mir gegenüber und bestellte Wasser. Ich auch. Ich wollte, dass sie mich klar sah. Ich wollte mich selbst klar hören. Kein Wein, kein Ausreden, nichts, was später jemand auf ein Glas schieben konnte.
„Du zitterst“, sagte sie.
„Ich bin nüchtern“, sagte ich. „Das ist es nicht.“
Sie legte die Hände um ihr Glas und wartete. So hatte sie es im Chat auch gemacht. Nicht gedrängt. Nur da, mit diesem Blick, der nichts übersah und nichts billig machte.
Ich sagte es, so wie es in meinem Mund lag, seit ich zum ersten Mal gemerkt hatte, dass ich es ihr sagen konnte.
„Ich will eine Nacht. Nur eine. Ich sehne mich schon lange danach, für dich als Frau aufzutreten. In zarter Spitze. In Strümpfen. In High Heels, wenn ich darin stehen kann. Ich will, dass du mich so siehst und dass du mich so fickst. Nicht als Witz. Nicht als Gefallen, den du mir aus Mitleid tust. Ich will, dass du mich willst. Und ich will dich, Gwen. Genau so, wie du bist. Danach können wir aufhören, wenn du das willst. Aber heute will ich es. Von dir.“
Eine Weile hörte man nur die Tassen an den anderen Tischen. Gwen sah mich an, und in ihrem Gesicht war nichts, was mich klein machte. Neugier, ja. Und darunter etwas Warmes, Hungriges, das ich aus ihren Nachrichten schon gekannt hatte und das jetzt, ohne Bildschirm dazwischen, viel näher war.
„Seit Monaten denke ich darüber nach“, sagte sie leise. „Jedes Mal, wenn du fast gesagt hast, was du willst, und dann wieder ausgewichen bist. Ich will es sehen. Ich will dich anziehen. Ich will dich küssen, wenn du so bist, und ich will dich ficken. Nicht irgendwann. Heute. In meiner Wohnung. Eine Nacht nur, wie du sagst. Aber nur, wenn du es nüchtern noch einmal sagst, wenn wir oben sind. Und nur, wenn du jederzeit stopp sagen kannst und ich aufhöre. Ist das klar?“
„Klar“, sagte ich. Meine Stimme war dünn und trotzdem eindeutig. „Ich will das. Ich lade dich nicht ein, ich bitte dich, mich mitzunehmen. Ich bin bei vollem Verstand. Ich will deine Hände. Ich will, dass du führst.“
Sie stand auf, ließ das Wasser stehen und hielt mir die Tür auf. Auf dem kurzen Weg zu ihr sprach keiner von uns viel. Ihr Hausflur roch nach Stein und Seife. Im dritten Stock schloss sie auf, und die Wohnung war klein, aufgeräumt, mit einem Bett, das schon bezogen war, und einer Tasche auf dem Stuhl, die sie nicht versteckte. Ich zog die Schuhe aus. Sie stellte zwei Gläser Wasser auf den Tisch, trank selbst, sah mich an und fragte noch einmal, ohne Eile: „Willst du das wirklich? Jetzt? Mit mir?“
„Ja“, sagte ich. „Ich will, dass du mich für diese eine Nacht zu der Frau machst, die du begehrst, und dass du mich nimmst. Ich bin nicht betrunken. Ich habe keine Angst vor dir. Ich habe Angst, dass ich es nicht aushalte, wie sehr ich es will. Aber ich will es.“
„Gut“, sagte Gwen. „Dann hörst du auf mich, bis du stopp sagst. Und ich höre auf dich, auch wenn du nichts sagst und ich merke, dass es zu viel wird. Einverstanden?“
„Einverstanden.“
Sie fing nicht mit dem Kleid an. Sie fing mit meinen Händen an. Sie nahm sie, drehte sie um, küsste die Innenflächen, als müsste sie sich erst vergewissern, dass ich wirklich da war. Dann öffnete sie mein Hemd, Knopf für Knopf, und strich über meine Brust, langsam, mit den Fingernägeln gerade so, dass mir die Haut warm wurde. Ich stand vor ihr und atmete zu laut. Sie lächelte nicht spöttisch. Sie lächelte, als hätte sie etwas gefunden, das sie behalten wollte, wenigstens bis zum Morgen.
„Setz dich“, sagte sie.
Die Strümpfe waren hauchdünn und schwarz. Sie rollte sie selbst über meine Füße, über die Waden, über die Knie, und die Berührung war so bedacht, dass ich die Augen schließen musste. Das Nylon raschelte leise. An den Oberschenkeln hielt sie inne, strich mit beiden Daumen an der Innenseite entlang, bis ich hart wurde und es nicht verstecken konnte. Sie sah hin, dann in mein Gesicht.
„Schön“, sagte sie. „Lass ihn. Er gehört heute auch zu dir. Aber er entscheidet nicht.“
Der Spitzenbody war eng, schwarz, mit einem Ausschnitt, der nichts vortäuschte. Sie half mir hinein, zog den Stoff über Hüften und Brust, hakte ihn im Rücken zu und richtete meinen Schwanz so, dass er unter der Spitze lag, sichtbar, eingespannt, schon feucht an der Spitze. Ich spürte jede Naht. Dann das Kleid: schmal, dunkel, kurz genug, dass die Strümpfe darunter etwas zu sagen hatten. Sie schloss den Reißverschluss langsam, und ihre Knöchel streiften mein Rückgrat. Ich zitterte wieder. Diesmal nicht vor der Angst, es auszusprechen.
Vor dem Spiegel schminkte sie mich. Nicht hastig, nicht wie eine Verkleidung, die man später abwischt und vergisst. Foundation, ein wenig Farbe auf den Wangen, ein Lidstrich, den sie zweimal korrigierte, bis er saß. Lippen, die sie am Ende selbst mit dem Daumen nachzog. Ihre andere Hand lag an meinem Kiefer. Ich sah uns beide: sie hinter mir, konzentriert, und mich, weicher im Gesicht, die Schultern immer noch breit, die Beine in Schwarz, den Mund halb offen.
„Sieh hin“, flüsterte sie an meinem Ohr. „Du bist wunderschön. Du bist begehrenswert. Nicht trotz dem. So. Ich will dich genau so. Ich will dich ficken, bis du nicht mehr weißt, wo du anfängst.“
Ich drehte den Kopf. Der erste Kuss war tief und langsam, ihr Mund warm, ihre Zunge sicher, und ich gab nach, ohne zu überlegen, wie ein Mann nachgibt, der monatelang nur getippt hat und jetzt endlich gehalten wird. Sie küsste mich, bis mir die Knie weich wurden, und ihre Hände wanderten unter das Kleid, über den Body, über die Strümpfe, zwischen meine Schenkel. Ich stöhnte in ihren Mund. Sie drückte mich nicht grob. Sie hielt mich fest, als wäre Festigkeit eine Form von Zärtlichkeit.
„Sag es“, murmelte sie. „Klar. Mit deiner Stimme.“
„Fick mich“, sagte ich. Die Worte kamen ohne Zittern. „Bitte, Gwen. Nimm mich. Ich will, dass du mich aufs Bett legst und mich nimmst. Ich will deinen Mund, deine Finger, und ich will, dass du in mich eindringst. Ich bin hier. Ich will es. Nur diese Nacht, aber diese Nacht ganz.“
Sie küsste mich noch einmal, härter, und ich spürte, wie sehr sie das wollte. Nicht die Idee. Mich.
Das Bett war kühl unter meinem Rücken, als sie mich darauf drückte. Nicht geworfen. Geführt, mit einer Hand an meiner Schulter und der anderen an meiner Taille, bis ich lag und das Kleid an meinen Hüften hochrutschte. Gwen kniete sich zwischen meine Beine, schob sie auseinander und sah mich an, bis ich nickte. Dann öffnete sie die Strumpfhose dort, wo sie mich haben wollte, mit ruhigen Fingern, der Stoff gab nach, und kühle Luft traf heiße Haut. Sie beugte sich hinunter und leckte mich ausgiebig, langsam, durch die geöffnete Naht und daran vorbei, über den Ansatz meines Schwanzes, tiefer, über den Damm, bis zu meinem Loch. Ihre Zunge war nass und geduldig. Sie leckte Kreise, drückte fester, zog sich zurück, kam wieder, und ich griff ins Laken, weil ich sonst nach ihrem Haar gegriffen hätte, ohne zu fragen.
„Du schmeckst gut“, sagte sie gegen meine Haut. „Entspann dich. Ich hab dich.“
Ein Finger, nass von ihrem Mund und von dem Gleitgel, das sie aus der Schublade holte, ohne die andere Hand von mir zu nehmen. Sie fing langsam an. Nur die Kuppe, dann mehr, dann ein zweiter Finger, und sie krümmte sie, suchte, fand die Stelle, an der mir der Atem wegriss. Ich stöhnte ihren Namen. Sie fickte mich mit den Fingern in einem gleichmäßigen Rhythmus, küsste die Innenseite meines Oberschenkels, die Spitze über dem Strumpf, und sah immer wieder hoch, ob ich noch bei ihr war.
„Mehr“, sagte ich. „Bitte. Ich will dich in mir. Den Strap-on. Ich will, dass du mich nimmst.“
Sie stand auf, nur lange genug, um das Geschirr anzulegen. Schwarze Riemen über ihren Hüften, der Dildo fest, nicht riesig, aber deutlich, glänzend vom Gel, das sie großzügig verteilte. Ich sah ihr zu und spürte, wie mein Schwanz unter der Spitze zuckte, unberührt, schon nass. Sie kam zurück über mich, stützte sich neben meinem Kopf ab und küsste mich, während sie die Spitze an mein Loch setzte.
„Jetzt“, sagte sie. „Atme. Und sag stopp, wenn es stopp ist.“
„Es ist nicht stopp.“
Sie drang ein. Langsam, Zentimeter um Zentimeter, und das Dehnen war heiß, voll, fast zu viel und genau richtig. Ich keuchte in ihren Mund. Sie wartete, küsste mich, bewegte sich erst, als ich die Hüften hob und sie bat, nicht aufzuhören. Dann fickte sie mich in der Missionarsstellung, tief, gleichmäßig, die Stirn an meiner, unsere Münder immer wieder aufeinander, nass, offen, ohne Scham. Der Body spannte über meiner Brust. Die Strümpfe rieben an ihren Seiten. Jeder Stoß traf die Stelle, die ihre Finger schon gefunden hatten, und ich wurde lauter, ohne es zu wollen.
„So schön“, flüsterte sie. „So eng. Du nimmst mich so gut. Meine Frau für heute Nacht. Ich will, dass du kommst, weil ich in dir bin. Nicht weil jemand deinen Schwanz anfasst.“
Sie drehte mich, als ich schon am Rand war, half mir auf die Knie, das Kleid hoch, die geöffnete Strumpfhose um meine Schenkel, und nahm mich von hinten. Eine Hand an meiner Hüfte, die andere griff nach vorn, nicht an meinen Schwanz, sondern an meine Brust, hielt mich aufrecht, zog mich zurück auf jeden Stoß. Ich stützte mich auf die Unterarme und ließ mich ficken. Es war tiefer so. Roher und trotzdem zärtlich, weil sie meinen Namen sagte, weil sie mich küsste, wann immer sie sich über meinen Rücken beugte, weil sie fragte, ob es gut sei, und ich nur noch ja sagen konnte, ja, Gwen, ja, fick mich, bitte hör nicht auf.
Ich kam laut. Es riss mir aus der Kehle, ein langes, heiseres Stöhnen, und mein Körper zog sich um sie zusammen, wieder und wieder, während sie in mir blieb und mich durch den Orgasmus fickte, langsamer, tiefer, bis ich zitterte. Mein Schwanz lag unberührt unter mir, eingespannt in Spitze, und spritzte trotzdem, heiß, in den Stoff, auf das Laken, ohne dass eine Hand ihn gehalten hätte. Nur sie in mir. Nur ihr Rhythmus. Nur dieses Ja, das ich nicht mehr formen konnte und das sie trotzdem verstand.
Sie blieb, bis ich aufhörte zu zucken. Zog sich vorsichtig zurück. Löste die Riemen, warf sie neben das Bett, nicht wichtig mehr. Legte sich hinter mich, eine Hand auf meinem Bauch, die Stirn zwischen meinen Schulterblättern. Mein Atem ging schwer, dann flacher. Das Zimmer roch nach Haut, nach Gel, nach ihrem Shampoo. Draußen fuhr irgendwo ein Auto vorbei und war wieder weg.
Ich wollte etwas sagen. Danke, oder bleib, oder dass eine Nacht vielleicht ein Wort war, das kleiner war als das, was gerade in meinem Körper nachklang. Nichts davon kam heraus. Gwen sagte auch nichts. Ihre Hand lag still. Mein Herz schlug gegen ihre Handfläche und wurde langsam. Die Spitze klebte kühl an meiner Haut. Im Flur tickte etwas, eine Uhr oder die Heizung, und dann war auch das nur noch ein Geräusch unter allem anderen.
Wir lagen da. Kein Satz. Kein Name. Nur Atem, der sich aneinander gewöhnte, und die Stille, die nach allem blieb und nichts von uns zurückverlangte.
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