Geflüsterte Befehle des Nachbarn im leeren Boxring
Die erfolgreiche Anwältin bittet ihren dominanten Nachbarn im verlassenen Boxring um harte Befehle und echte Züchtigung.
Bianca war achtundzwanzig und hatte den Tag in einem Sitzungssaal verbracht, in dem Männer mit teuren Uhren so taten, als könnten sie sie überfahren. Sie hatte nicht geblinzelt. Sie hatte den Vergleich diktiert, die Unterschriften eingesammelt und war mit trockener Kehle und geradem Rücken aus dem Gericht gegangen. Jetzt stand sie in der Seitentür eines kleinen Studios, der Blazer noch zu, die Absätze in der Hand, und der Geruch von Harz, altem Leder und kaltem Metall legte sich ihr auf die Zunge.
Die meisten Lampen waren aus. Nur über dem Boxring brannte ein schmales, hartes Licht. Darunter lehnte Dante an den Seilen, fünfunddreißig, die Nase ein wenig schief vom Profiboxen, die Schultern breit unter einem schwarzen Shirt, die Hände locker. Er betrieb das Studio neben ihrem Garten. Seit Wochen blieb sie am Zaun stehen, angeblich wegen des Basilikums, in Wahrheit wegen der Art, wie er sie ansah, als hätte er schon entschieden, wo seine Finger hingehörten.
„Du bist pünktlich“, sagte er.
„Ich bin immer pünktlich.“ Ihre Stimme hielt. Ihre Knie nicht ganz. „Und ich bin nicht hergekommen, um höflich zu sein.“
Er stieg aus dem Ring, ohne Hast, und nahm ihr die Tasche ab. Seine Finger streiften ihre, schwielig, warm. „Dann sag es hier. Nicht über den Zaun. Nicht in deinem Kopf.“
Bianca schluckte. In ihrer Wohnung hatte sie die Stirn an die Scheibe gedrückt, eine Hand zwischen den Schenkeln, und sich genau diese Stimme geborgt, rau und ohne Eile. „Ich benutze dich nachts“, sagte sie. „Wenn ich nicht schlafen kann. Ich stelle mir vor, wie du mir befiehlst und nicht fragst, ob ich es aushalte, weil du es schon weißt. Ich will das nicht mehr nur denken. Ich will, dass du mich nimmst. Hier. Heute.“
Dante sah sie an, ohne zu grinsen. „Und ich will dich nicht mehr nur ansehen, wenn du im Morgenmantel Kaffee holst und so tust, als merkst du nicht, dass ich hart werde.“ Eine Pause, in der man das Summen der Notleuchte hörte. „Aber wir machen das sauber. Sonst fasse ich dich nicht an.“
Die Anwältin in ihr richtete sich auf, froh über Regeln. Sie stellte die Absätze ab, trat näher, blieb aber außerhalb seiner Reichweite, bis die Wörter standen. „Rot heißt Stopp. Sofort. Alles aus, Seile auf, Hände weg. Gelb heißt langsamer, nachfragen, nicht aufhören, nur umschalten. Grün heißt weiter. Ich will Seile. Ich will deinen Schwanz im Mund, tief. Ich will, dass du mir den Arsch mit deiner Trainingspeitsche gibst, leicht bis mittel, keine Striemen, die Montag im Gericht jemand liest. Haare ziehen ja. Dreckiges Reden ja. Ficken ja, hart, von hinten, mit Kondom. Ich will kommen, aber nur wenn du es erlaubst. Und wenn es soweit ist, nenne ich dich Herr.“
„Nüchtern?“
„Kein Tropfen. Keine Tablette. Ich will das bei klarem Kopf.“ Sie hielt seinem Blick stand. „Drei Kondome in der Tasche. Wenn ich Rot sage, hörst du auf, egal wie nah du bist.“
„Ich höre auf.“ Er legte die Hand noch nicht an sie. „Und wenn ich Rot sage, gilt dasselbe. Du darfst sabbern, zittern, schreien. Nicht schlagen. Nicht ins Gesicht, nicht in die Eier. Klar?“
„Klar.“
„Safeword.“
„Rot.“
„Noch einmal, damit ich es in deinem Mund höre und nicht nur im Vertrag.“
„Rot“, sagte Bianca, und diesmal klang es nicht wie ein Paragraph, sondern wie ein Schlüssel, den sie ihm in die Hand legte. „Grün, Dante. Ich will es.“
Erst jetzt hob er das Kinn, einen Zentimeter, und die Luft zwischen ihnen wurde enger. „Schuhe bleiben draußen. Blazer aus. Kletter in den Ring.“
Sie gehorchte, bevor der Teil von ihr, der den ganzen Tag verhandelt hatte, Einspruch einlegen konnte. Der Canvas gab unter ihren Sohlen nach. Das Licht machte ihre Haut blass und die Schatten unter ihren Schlüsselbeinen scharf. Dante stieg hinter ihr ein, langsam, und der Ring schloss sich um sie wie ein Mund.
„Sieh mich an“, sagte er leise. Nicht laut. Die Lautstärke hätte die Sache billig gemacht. So, geflüstert, setzte sich der Befehl direkt zwischen ihre Beine. „Komplett ausziehen. Hier. In der Mitte. Langsam genug, dass ich jeden Zentimeter sehe, den du mir gibst.“
Biancas Finger fanden den obersten Knopf der Bluse. Sie zitterten nicht vor Angst. Sie zitterten, weil ihr Körper schneller war als ihr Stolz. Ein Knopf. Der zweite. Der Stoff klaffte, und die kühle Hallenluft legte sich auf ihr Dekolleté. Dante stand am Seil, die Arme verschränkt, und sein Blick war keine Bitte. Er war eine Inventur. Sie schob die Bluse von den Schultern, ließ sie fallen, hakte den Rock auf. Der Reißverschluss klang in der Stille obszön laut. Rock, Strumpfhose, Slip. Sie bückte sich nicht graziös. Sie tat, was er gesagt hatte, und spürte, wie ihre eigenen Schenkel schon glänzten.
„BH.“
Sie öffnete ihn. Ihre Brüste fielen frei, schwerer als im Spiegel ihrer Wohnung, die Nippel hart von Kälte und von dem Wissen, dass er hinsah und nicht anfasste. Sie stand nackt im Licht, achtundzwanzig, erfolgreich, und zum ersten Mal an diesem Tag ohne ein einziges Wort, das sie schützen konnte.
„Knie.“
Bianca sank. Der Canvas drückte in ihre Kniescheiben. Sie legte die Hände auf die Oberschenkel, wie sie es sich nachts vorgestellt hatte, und senkte den Blick nicht, bis er es ihr sagte.
„Runter mit den Augen.“
Sie gehorchte. Ihr Atem ging flach. Zwischen ihren Beinen pochte es, offen, peinlich, herrlich. Sie hörte ihn sich bewegen, das leise Klirren von Karabinern, das Zischen eines Seils, das er durch die Hand zog. Boxseile, nicht die dünnen des Rings, sondern die kürzeren aus dem Equipment, weich genug, um nicht zu schneiden, fest genug, um zu halten. Er trat hinter sie. Sie roch sein Shirt, Schweiß und Waschmittel, und dann lag seine Hand flach zwischen ihren Schulterblättern, nur einen Moment, ein Gewicht, das sagte: hier.
„Farbe.“
„Grün.“
„Gut.“ Seine Stimme blieb rau und leise, direkt an ihrem Ohr. „Du gehörst jetzt für diese Stunde mir. Nicht der Kanzlei. Nicht deinem Kopf. Mir. Wenn du das nicht willst, sag Rot, bevor ich den ersten Knoten setze.“
„Ich will es“, flüsterte sie. „Bitte.“
Er band nicht hastig. Er band, wie ein Mann, der früher Hände gewickelt hatte, bis jeder Zug saß. Ein Seil um ihr linkes Handgelenk, dann hinauf zum Ringseil, nicht so hoch, dass ihre Schulter zog, hoch genug, dass sie den Arm nicht mehr senken konnte. Dasselbe rechts. Er prüfte zwei Finger Breite unter dem Strick, murmelte etwas, das kein Befehl war, nur Kontrolle, und zog nach, bis sie die Spannung in den Achseln spürte. Dann die Oberschenkel. Er spreizte sie mit dem Knie, langsam, und sie ließ es geschehen, öffnete sich auf dem Canvas, die Knie auseinander, die Fersen unter dem Hintern. Seile an den Oberschenkeln, geführt zu den unteren Ringseilen, so dass sie die Beine nicht schließen konnte, ohne gegen den Zug zu arbeiten. Ihre Brüste hingen frei nach vorn, wenn sie den Oberkörper neigte, und er legte ein weiteres Seil darunter, nicht würgend, nur hebend, so dass das Gewicht ihrer Titten in der Verschnürung lag und jeder Atemzug sie daran erinnerte.
Bianca keuchte. Die Knoten drückten nicht ins Gelenk. Sie drückten in den Gedanken: du kannst nicht die Beine zusammennehmen, du kannst dir nicht die Hände vor die Fotze halten, du kannst nicht so tun, als wärst du noch die Frau aus dem Sitzungssaal. Speichel sammelte sich unter ihrer Zunge. Zwischen den gespreizten Schenkeln zog die Luft über nasse Haut, und sie spürte, wie ein Tropfen an ihr hinablief, langsam, beschämend, genau richtig.
Dante ging um sie herum und blieb vor ihr stehen. Seine Trainingshose war vorne hart gespannt. Er sah auf sie herab, und in diesem Blick war nichts Nettes. „Sieh dich an“, sagte er leise. „Erfolgreich. Klug. Und du kniest hier mit offener Fotze und lässt dich von deinem Nachbarn festbinden, weil du es nicht mehr aushältst, nur zu fantasieren. Sag, dass du mir gehören willst.“
„Ich will dir gehören.“
„Lauter.“
„Ich will dir gehören.“
Er strich mit dem Daumen über ihre Unterlippe, nicht küssend, nur öffnend. „Mund auf.“
Sie öffnete. Er schob die Hose hinunter, nicht ganz, nur weit genug. Sein Schwanz sprang frei, dick, dunkel an der Spitze, schon feucht. Der Geruch traf sie, Haut und Salz, und ihr Mund wurde noch nasser, bevor er sie überhaupt berührte. Dante legte eine Hand in ihren Nacken, nicht würgend, führend, und setzte die Eichel an ihre Lippen.
„Lecken. Langsam. Du bekommst ihn ganz, wenn ich es sage, nicht wenn du gierig wirst.“
Bianca leckte. Die Zunge flach über den Schaft, unter der Krone, salzig, heiß. Sie wollte ihn schlucken, sofort, die Ungeduld einer Frau, die den ganzen Tag kontrolliert hatte und jetzt nichts mehr kontrollieren durfte. Er ließ sie nicht. Er hielt ihren Nacken und fütterte sie Zentimeter um Zentimeter, bis ihre Lippen sich dehnten und die Eichel an ihrem Gaumen lag.
„Farbe.“
Sie konnte nicht sprechen. Sie hob zwei Finger, das Zeichen, das sie vorher ausgemacht hatten, wenn der Mund voll war: grün. Er nickte, und dann hörte die Vorsicht auf, ohne dass die Abmachung brach.
Er stieß zu. Tief. Nicht brutal im ersten Stoß, aber ohne die Höflichkeit, auf die sie im Gericht bestand. Biancas Kehle öffnete sich, würgte, fand den Rhythmus, verlor ihn, fand ihn wieder. Speichel lief ihr übers Kinn, auf die Brüste, in die Kuhle zwischen den Seilen. Dante fickte ihren Mund mit kurzen, schweren Stößen, die Hand im Nacken, die andere am Ringseil über ihr, und jedes Mal, wenn sie würgte, zog er sich gerade weit genug zurück, dass sie Luft bekam, und schob sich wieder hinein, bis ihre Nase an seinem Unterbauch lag und ihre Augen tränten.
„So“, flüsterte er. „Genau so will ich dich. Nicht die Anwältin. Das hier. Nasse Lippen, voller Hals, und eine Fotze, die tropft, obwohl dich noch niemand angefasst hat. Du bist ein braves, dreckiges Ding, wenn man dir die Hände wegnimmt.“
Die Worte trafen sie härter als die Stöße. Scham stieg heiß in ihr Gesicht, und darunter, tiefer, zog sich alles zusammen. Sie saugte, so gut sie konnte, die Zunge arbeitend, die gefesselten Hände zu Fäusten geballt, die gespreizten Schenkel zitternd. Er stöhnte einmal, leise, ein Riss in der Kontrolle, und zog sich zurück. Ein Speichelfaden hing zwischen ihrer Unterlippe und seiner Eichel und riss.
„Genug“, sagte er. „Wenn du mich jetzt leer saugst, komme ich, und ich bin noch nicht fertig mit dir.“
Er ging hinter sie. Bianca hörte Leder. Die kurze Trainingspeitsche, die sonst an der Wand neben den Handschuhen hing, nicht die dünne Einzelpeitsche aus einem Katalog, sondern das stumpfe, schwere Ding, mit dem er manchmal den Sandsack antrieb. Ihr Arsch spannte sich von allein.
„Drei zum Aufwärmen“, sagte Dante an ihrem Ohr. „Dann sehen wir. Zähl laut. Wenn es zu viel wird, Gelb. Wenn du willst, dass ich aufhöre, Rot.“
„Grün.“
Der erste Schlag landete quer über ihre linke Arschbacke. Kein Filmknall. Ein dumpfes, heißes Klatschen, das in den Muskel ging und dort blieb. Bianca zuckte in den Seilen, die Oberschenkel gegen den Zug, und ein Laut brach aus ihr, halb Keuchen, halb Fluch.
„Zähl.“
„Eins.“
Der zweite, rechts, symmetrisch, ein bisschen härter. Hitze blühte auf. „Zwei.“
Der dritte tiefer, unter der Kurve, dort, wo der Arsch in den Schenkel überging, und der Schlag schickte einen Stoß direkt in ihre Klit, als hätte er sie angefasst. „Drei. Fuck. Drei.“
„Sprache“, sagte er, und es klang amüsiert und gefährlich. „Noch drei. Diesmal dankst du.“
Sie dankte. Die nächsten Schläge kamen gemessen, nicht rasend, jeder mit einer Pause, in der er die flache Hand auf die heiße Stelle legte und die Wärme hineinrieb, bis der Schmerz sich in ein Pochen verwandelte, das mit ihrem Herzschlag ging. Ihre Fotze zog sich bei jedem Schlag zusammen. Sie hörte sich selbst wimmern und schämte sich nicht mehr genug, um es zu schlucken.
„Bitte“, sagte sie. „Bitte fick mich.“
„Bitte wen.“
„Bitte, Herr.“
Das Wort kam leichter, als sie befürchtet hatte, und schwerer, als sie zugegeben hätte. Dante lachte nicht. Er riss eine Folie auf, das Geräusch klein und endgültig, rollte das Kondom über seinen Schwanz und stellte sich hinter sie. Eine Hand in ihren Haaren, nicht reißen, nur nehmen. Die andere an ihrer Hüfte. Seine Eichel schob sich durch ihre Nässe, einmal die Länge ihrer Spalte entlang, stieß an die Klit, glitt zurück zum Eingang.
„Du bist so nass, dass es peinlich ist“, flüsterte er. „Sag mir, wem diese Fotze gehört.“
„Dir, Herr.“
Er rammte sich hinein.
Bianca schrie, kurz, offen, der Laut prallte von der Hallendecke zurück. Er war dick, und sie war bereit, und trotzdem dehnte der erste Stoß sie bis an die Kante, an der Lust und der scharfe Zug ineinanderlagen. Er wartete nicht auf Anmut. Er zog sich zurück und stieß wieder, tiefer, die Hüften klatschend gegen ihren heißen Arsch, die Seile singend in den Ringpfosten. Doggy, soweit die Fesseln es zuließen: Knie gespreizt, Oberkörper nach vorn gezogen von den Armen, Brüste schwingend, jeder Stoß ein nasses, obszönes Geräusch, das sie beide hörten und das niemand sonst hören sollte.
„Eng“, knurrte er. „Fuck, du bist eng. Halt still und nimm ihn.“
Sie konnte nicht stillhalten. Ihr Körper drängte zurück, gierig, und er bestrafte das mit einem festeren Griff in die Haare, bog ihren Hals, flüsterte ihr ins Ohr, während er sie fickte.
„So will ich dich. Aufgerissen, gefesselt, und dankbar, dass dein Nachbar dir endlich den Schwanz gibt, nach dem du über den Zaun gegeiert hast. Deine teure Bluse liegt auf dem Boden. Deine Klappe ist zu. Nur deine Fotze redet, und die sagt danke.“
„Ja, Herr. Danke. Bitte nicht aufhören.“
Er hörte nicht auf. Er wechselte den Winkel, eine Hand unter ihren Bauch, zog ihre Hüften höher, drückte ihren Oberkörper tiefer auf den Canvas, bis ihre Wange am Boden lag und ihr Arsch hochstand, die Arme noch nach oben in den Seilen, die Schultern gespannt, Face down, ass up, ausgeliefert und genau dort, wo sie sein wollte. In dieser Haltung traf er sie tiefer. Jeder Stoß schob sie ein Stück über den Canvas, die Seile hielten sie zurück, und das Hin und Her wurde zu einem Rhythmus, der ihr die Gedanken aus dem Schädel fickte.
Die Peitsche lag neben ihrem Knie. Er nahm sie nicht mehr. Seine flache Hand landete einmal, zweimal auf dem schon heißen Arsch, zwischen den Stößen, und Bianca jammerte in den Boden, Speichel an ihrer Wange, die Augen zu.
„Du kommst nicht“, sagte er. „Nicht, bevor ich es sage. Wenn du kommst, ohne zu fragen, binde ich dich ab und schicke dich nach Hause, nass und unfertig. Verstanden?“
„Verstanden, Herr.“
Es war eine Lüge, die sie halten wollte und nicht halten konnte. Die Spannung saß schon tief, ein Knoten hinter der Klit, der bei jedem Stoß enger wurde. Sie biss sich auf die Lippe. Sie atmete gegen den Orgasmus an, wie gegen einen Gegner, und verlor. Ein Zittern lief ihr die Wirbelsäule hoch. Dante spürte es, denn er wurde langsamer, quälend langsam, die Eichel kaum noch in ihr, und lachte leise an ihrem Ohr.
„Nein. Noch nicht. Du bettelst erst.“
„Bitte.“
„Ordentlich.“
„Bitte, Herr, lass mich kommen. Ich halte es nicht aus. Bitte fick mich weiter und lass mich kommen, ich gehöre dir, ich sage es, bitte.“
Er stieß wieder zu, hart, der Rhythmus von vorhin, unbarmherzig, eine Hand in den Haaren, die andere an ihrer Hüfte, der Daumen druckend in das weiche Fleisch über ihrem Becken. „Dann komm. Jetzt. Laut. Und du nennst mich dabei Herr, sonst gilt es nicht.“
Bianca brach. Der Orgasmus riss durch sie, nicht sauber, nicht hübsch, ein Krampf, der ihre Fotze um seinen Schwanz melken ließ, die Schenkel zuckend gegen die Seile, die Stimme rau und schamlos. „Herr. Herr, fuck, ich komme, Herr.“ Sie wiederholte es, weil er es verlangt hatte und weil das Wort selbst sie noch einmal durchschüttelte, eine zweite Welle direkt auf der ersten, nass, laut, die Stirn am Canvas, die gefesselten Hände offen und hilflos.
Dante hielt nicht inne, um sie zu schonen. Er fickte sie durch den Orgasmus, kürzer, härter, der Atem an ihrem Nacken heiß und unregelmäßig, die Kontrolle endlich rissig. „Noch mal“, stieß er hervor. „Zusammen. Halt mich. Sag es.“
„Herr“, keuchte sie, überreizt, trotzdem willig, die inneren Muskeln zuckend um ihn. „Komm in mir, Herr. Benutz mich. Ich will es spüren.“
Er kam mit einem Laut, der keine Worte mehr hatte, die Stirn zwischen ihren Schulterblättern, die Hüften tief und still vergraben, der Schwanz pochend im Kondom, sein ganzer großer Körper einen Moment lang nur Gewicht und Hitze und das Nachbeben. Bianca spürte jeden Puls. Sie spürte die Seile, den brennenden Arsch, den Speichel auf ihrer Wange, das Licht über ihnen, und darunter, erstaunlich klar, die einfache Tatsache, dass sie genau das gewollt hatte und es bekommen hatte.
Eine Weile hörte man nur Atem.
Dann bewegte er sich. Langsam. Er zog sich aus ihr, vorsichtig, hielt das Kondom, knotete es, warf es nicht achtlos irgendwohin, sondern legte es außer Reichweite an den Ringpfosten. Seine Hände gingen zuerst an die Knoten, nicht an ihren Körper. Er löste das Seil unter ihren Brüsten, dann die Oberschenkel, einen nach dem anderen, und jedes Mal, wenn ein Strick fiel, strich er mit der flachen Hand über die Stelle, prüfte die Haut, murmelte „da“ und „hier“, als würde er eine Wicklung nach dem Kampf abnehmen. Die Arme zuletzt. Er senkte sie selbst, langsam, damit die Schultern nicht zurückschnellten, und Bianca wimmerte trotzdem, als das Blut zurückkehrte, ein feines Stechen in den Fingern.
„Bleib liegen“, sagte er, und diesmal war die Stimme nicht der Befehl von vorhin. Sie war leiser, belegt. „Ich bin noch da.“
Er massierte ihre Handgelenke, einen Daumen in die Mulde unter dem Knochen, kreisend, dann die Unterarme, die Schultern, den Nacken. Der Druck war fest genug, um den Schmerz aus den Muskeln zu arbeiten, nicht fest genug, um zu fordern. Er holte eine Decke aus der Ecke, die nach Waschmittel roch und nicht nach Ring, breitete sie unter ihr aus, half ihr, sich auf die Seite zu drehen. Eine Flasche Wasser an ihre Lippen. Sie trank. Ihre Kehle brannte auf eine Art, die sie morgen unter dem Blusenkragen verstecken konnte.
„Farbe“, fragte er.
„Grün“, sagte sie, heiser, und lachte einmal, kurz, ungläubig. „Eher fertig als grün. Aber gut. Wirklich gut.“
„Rot wäre auch in Ordnung gewesen.“
„Ich weiß.“ Sie drehte das Gesicht an seine Brust, roch Schweiß und sich selbst an ihm, und ließ sich massieren, die Hüfte, den Oberschenkel, die Stelle am Arsch, die noch warm war von der Peitsche. Keine Striemen, die blieben. Eine Röte, die vergehen würde, bevor der Montag kam. Dante arbeitete schweigend, gründlich, und Bianca dachte, das sei der Teil, den sie in ihren Fantasien vergessen hatte: dass jemand, der sie so hart benutzte, hinterher noch da sein konnte, ohne die Rechnung zu präsentieren.
Sie irrte sich nur in einem Punkt.
Dante kannte die kleine, blasse Narbe an der Innenseite ihres linken Handgelenks. Er hatte sie nicht heute Nacht zum ersten Mal gesehen. Vor drei Jahren, sie war damals schon längst Anwältin und er noch im Profikader, hatte genau diese Narbe im Zuschauerraum eines Amtsgerichts aufgeleuchtet, als sie den Ärmel hochschob, um eine Akte zu ordnen. Sie hatte seinen Cutman freigekämpft, einen stillen Mann namens Werner, dem man eine Schlägerei anhängen wollte, die er nicht angefangen hatte. Dante hatte hinten gesessen, das Cap tief, und sich den Namen der Verteidigung gemerkt, ohne sie anzusprechen. Als sie Monate später das Haus neben dem Studio kaufte und im Morgenmantel am Zaun stand, hatte er sie sofort erkannt. Er hatte nichts gesagt. Nicht über den Prozess, nicht über Werner, nicht darüber, dass er schon damals, mit fünfunddreißig auf dem Papier noch nicht, aber erwachsen und fertig mit den großen Hallen, gedacht hatte: die da. Nicht als Dank. Als Hunger.
Er massierte weiter ihren Nacken und schwieg. Bianca seufzte, schwer und zufrieden, und glaubte, sie hätten sich über einen Gartenzaun kennengelernt und diese Nacht sei der Anfang von etwas, das keiner von beiden vorher gekannt hatte. Dante wusste es besser. Er wusste, wem er die Hände massierte. Er würde es ihr nicht heute sagen. Nicht solange ihre Haut noch seine Abdrücke hielt und sie ihn Herr genannt hatte, ohne zu ahnen, dass er ihren Namen schon viel länger im Mund gehabt hatte als sie seinen.
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