Schattenkuss auf dem Dach
Eine 32-jährige Historikerin lässt sich auf dem Dach einer gotischen Villa von einem muskulösen Schatten-Dämon hart und tief ficken.
Die Nacht über dem Schwarzwald roch nach nassem Moos und kaltem Stein. Josephine stand barfuß auf den Dielen des obersten Zimmers, zweiunddreißig, Historikerin, die Hände voller Staub von Pergament, das niemand mehr lesen sollte. Die gotische Villa am Waldrand war seit Jahrzehnten verlassen, die Fenster blind, die Treppen morsch, und genau deshalb hatte sie sie gemietet, unter einem falschen Namen, für einen Monat, den sie niemandem erklärt hatte. Unten im Tal schlief ein Dorf. Hier oben knisterte nur die Kerze.
Auf dem Tisch lag der Kodex. Vael. Schatten, gebunden unter den Dachziegeln, solange niemand den Ruf vollständig sprach. Sie hatte drei Nächte nur gelesen. Die vierte Nacht las sie laut.
„Komm“, flüsterte sie, und die alte Formel folgte, Silbe für Silbe, heiser vor Aufregung. „Nicht als Gefangener. Als der, der du bist. Ich rufe dich bei deinem Namen.“
Die Kerzenflamme bog sich, als hätte jemand die Luft aus dem Raum gesaugt. Kälte kroch über ihre nackten Waden. Dann war er da, nicht aus dem Nichts, sondern aus dem Schatten hinter dem Schrank, als hätte der Schatten nur auf Erlaubnis gewartet. Groß. Breit in den Schultern, die Muskeln unter pechschwarzer Haut so deutlich, dass das Kerzenlicht an ihnen hängen blieb wie an Samt. Die Augen glühten, nicht rot, eher wie Glut unter Asche. Keine Hörner. Keine Fratze. Ein Mann aus Dunkelheit, uralt, und eindeutig kein Junge aus irgendeiner Sage, sondern etwas, das Jahrhunderte lang Hunger gehabt hatte.
Josephine spürte den Schlag zwischen den Beinen, bevor sie ihn benennen konnte. Ihre Brustwarzen zogen sich unter dem dünnen Hemd zusammen. Er roch nach Regen auf heißem Eisen. Er sah sie an, und sein Blick blieb an ihrem Mund, an der offenen Kehle, an den Schenkeln, die unter dem Hemdsaum nackt waren. Kein Zögern in diesem Blick. Reines, offenes Wollen.
„Josephine“, sagte er. Seine Stimme war tief, rau, als würde Kies über Stein rollen. „Du hast meinen Namen mit dem Mund berührt. Das ist gefährlich.“
„Ich weiß.“ Sie schluckte. Die Dokumente hatten es klar gesagt: Ein Kuss von ihm fraß langsam an der Seele, wenn die Rufende ihn nicht wirklich wollte. Wenn sie ihn wollte, blieb die Gefahr süß und ungewiss. Genau das wollte sie. Die Ungewissheit. Ihn. „Ich habe es gelesen. Trotzdem.“
Er trat näher. Die Dielen knarrten nicht unter ihm. „Dann weißt du auch, dass ich dich ficken will, bis du meinen Namen schreist und nicht mehr weißt, wo dein Körper aufhört.“
Hitze schoss ihr ins Gesicht und tiefer, zwischen die Schamlippen, die schon feucht waren. „Ja.“
„Sag es klar.“
„Ich will die Dunkelheit. Freiwillig. Ich will dich. Hart. Hier. Jetzt.“ Ihre Stimme zitterte, aber nicht vor Angst. Vor Hunger. „Wenn du mich küsst und etwas an mir zieht, dann ziehe. Ich gehe nicht zurück.“
Vael umkreiste sie langsam. Die Luft wurde kälter, die Kerze flackerte, Wachs tropfte auf das Pergament. Seine Krallen, lang und dunkel und doch vorsichtig, strichen hauchzart über ihren Nacken. Josephine erschauerte so heftig, dass ihre Knie nachgaben. Er fing sie nicht. Er ließ sie stehen und beugte sich an ihr Ohr.
„Du riechst schon nach nasser Fotze“, hauchte er. „Die kluge Historikerin, zweiunddreißig Jahre alt, und sie steht hier und läuft aus, weil ein Dämon ihr den Nacken berührt. Ich werde dich auf diesem Dach so tief nehmen, dass du morgen noch meine Form in dir spürst. Ich werde dir den Verstand aus dem Leib stoßen, und du wirst mich dafür anbetteln.“
„Tu es“, flüsterte sie.
Ihre Atmung fand seine. Kurz, hektisch, im gleichen Takt. Sie drehte sich nicht weg. Sie streckte selbst die Hand aus, griff durch den Schattenstoff, der seine Hüften umspielte wie Rauch, und schloss die Finger um seine Männlichkeit. Hart. Dick. Heiß trotz der Kälte im Raum, pulsierend, die Haut samtig wie der Rest von ihm und doch eindeutig ein Schwanz, schwer in ihrer Faust, die Eichel schon feucht. Sie drückte zu. Ein hungriges Knurren riss aus seiner Kehle.
„Dach“, sagte er.
Er hob sie an, als wöge sie nichts, trug sie durch die niedrige Dachluke hinaus auf die Ziegel. Der Mond stand weiß über dem Wald. Der Wind biss. Josephine klammerte sich an seine Schultern, spürte Muskeln, die sich unter der schwarzen Haut verschoben, und lachte einmal, atemlos, weil sie es wirklich wollte und ihr Körper das schon längst entschieden hatte.
Vael drückte sie mit dem Rücken gegen die noch warmen Ziegel neben dem Schornstein. Sein Mund fand ihren. Der Kuss war kein Fragen mehr. Zunge, Zähne, ein Ziehen tief in ihrer Brust, das sich anfühlte wie ein Haken aus Seide. Gefährlich. Gewollt. Sie küsste zurück, bis ihr schwindlig wurde, und biss ihm in die Unterlippe.
„Mehr“, sagte sie gegen seinen Mund. „Reiß es runter.“
Er packte den Ausschnitt ihres Hemdes und riss. Stoff knirschte, Knöpfe sprangen über die Ziegel und verschwanden in der Nacht. Ihre Brüste fielen frei, schwer, die Nippel hart in der Kälte. Er sah sie an, als wollte er sie auffressen, und senkte den Kopf, saugte einen Nippel tief in den Mund, die spitze Zunge schnell und rau darüber. Josephine stöhnte laut. Zwischen ihren Schenkeln lief es bereits die Innenseite hinab.
Schattenranken lösten sich von seinen Unterarmen, kühl und fest, und legten sich um ihre Titten, kneteten, zogen die Nippel lang, während andere tiefer glitten, über den Bauch, durch die nassen Locken, und ihre Klitoris fanden. Eine Ranke umspielte den Kitzler in engen, gemeinen Kreisen. Josephine zuckte, die Hüften stießen nach vorn, gegen seinen Schwanz, der schwer an ihrem Bauch lag.
„Nass genug“, knurrte er. „Ich warte nicht.“
Er hob sie höher, ihre Oberschenkel um seine Taille, der Schornstein kalt und rau in ihrem Rücken, und setzte sie auf seinen Schwanz. Die Eichel drückte gegen ihren Eingang, teilte die geschwollenen Schamlippen, und dann stieß er zu. Tief. Hart. In einem einzigen Stoß bis zum Anschlag. Josephine schrie auf, den Kopf in den Nacken, die Nägel in seinen Schultern. Er füllte sie so vollständig, dass ihr für einen Herzschlag die Luft wegblieb. Dehnung, Hitze, ein Druck gegen den Muttermund, der fast zu viel war und genau richtig.
„Fuck“, keuchte sie. „Vael. So. Bleib. Nein. Beweg dich. Fick mich.“
Er bewegte sich. Kein vorsichtiges Einführen mehr. Er nahm sie im Stehen gegen den Schornstein, die Hände unter ihrem Arsch, die Krallen nur so fest, dass sie die Gefahr spürte und keinen Schmerz, den sie nicht wollte. Jeder Stoß war tief, hart, nass, das Klatschen ihrer Körper laut auf dem Dach. Die Schattenranken massierten weiter ihre Brüste, eine zog rhythmisch an den Nippeln, eine andere lag auf ihrem Kitzler und rieb im Takt seiner Stöße. Josephine sah Sterne, die nichts mit dem Himmel zu tun hatten. Ihr Inneres zog sich um ihn zusammen, glitschig, gierig, und jeder Rückzug ließ sie leer zurück, bis er wieder hineinstieß und sie aufspießte.
„Hörst du das?“, raunte er an ihrem Ohr. „Deine Fotze schmatzt um meinen Schwanz. Du nimmst mich, als wärst du dafür gebaut. Sag, dass du es willst.“
„Ich will es. Ich will deinen Schwanz. Tiefer. Härter. Mach mich fertig.“
Er gehorchte nicht. Er nahm sich, was sie ihm gab, und gab es ihr zurück mit dämonischer Kraft, die Hüften wie ein Hammer, der Rhythmus gnadenlos. Josephine kam das erste Mal so, ohne Vorwarnung, ein kurzer, heftiger Krampf, der sie um ihn herum zucken ließ. Sie schrie seinen Namen in den Schwarzwald. Er fickte sie durch den Orgasmus, verlangsamte nicht, und die Ranke auf ihrem Kitzler wurde schneller, gemeiner, bis das Nachbeben in ein zweites Ziehen überging und sie wimmerte.
„Runter“, sagte er heiser. „Ich will dich von hinten. Auf die Knie. Jetzt.“
Sie nickte, atemlos, die Beine weich. Er zog sich aus ihr zurück, und sie spürte, wie offen sie war, wie sein Saft und ihrer an ihren Schenkeln hinabliefen. Die Ziegel waren kalt unter ihren Knien. Sie stützte sich auf die Unterarme, den Arsch gehoben, das zerrissene Hemd nur noch Fetzen an den Armen. Der Mond lag auf ihrem Rücken. Sie drehte den Kopf und sah ihn an.
„Ja“, sagte sie deutlich. „So. Nimm mich. Hand in die Haare. Und an die Kehle. Ich will es spüren. Wenn es mir zu viel wird, sage ich aufhören. Bis dahin fick mich, als würdest du mich behalten wollen.“
Vael knurrte, zufrieden, hungrig. Er ging hinter ihr auf die Knie, eine Hand grub sich in ihre zerzausten Haare, zog ihren Kopf zurück, die andere legte sich um ihre Kehle, fest genug, dass sie den Druck liebte, nicht fest genug, um ihr die Stimme zu nehmen. Seine spitze Zunge leckte einmal lang über ihren Nacken, heiß, rau, und Josephine erschauerte bis in die Zehen.
Dann stieß er wieder in sie. Von hinten war er noch tiefer. Der Winkel traf etwas in ihr, das sie die Ziegel unter den Händen kratzen ließ. Hundestellung, nackt auf dem Dach einer toten Villa, und sie schämte sich nicht. Sie drückte sich ihm entgegen, nahm jeden Stoß, die Titten schwangen, die Schattenranken fanden wieder ihre Nippel und den Kitzler, rieben, zogen, umschlangen. Seine Hand an der Kehle hielt sie im Bogen. Seine Hand in den Haaren hielt sie offen. Seine Zunge leckte erneut den Nacken, dann das Ohr, und er flüsterte ihr Schmutz hinein, den sie mit jedem Stoß glaubwürdiger machte.
„Enge, nasse Historikerin. Du läufst an meinem Schwanz herunter. Ich spüre, wie du mich melkst. Komm noch mal. Schrei. Der Wald soll hören, wem du gehörst, solange du es willst.“
„Dir“, keuchte sie. „Jetzt. Dir. Härter.“
Er gab ihr härter. Dämonische Kraft, kein menschliches Tempo mehr, die Hüften klatschten gegen ihren Arsch, der Schwanz bohrte sich wieder und wieder bis zum Ansatz in sie, die Eier schlugen gegen ihren Kitzler, wenn die Ranke kurz zur Seite wich. Josephine schrie vor Lust, heiser, ungehemmt, der Laut brach über die Dachfirste und verlor sich zwischen den Tannen. Der Druck an ihrer Kehle machte jeden Atemzug kostbar. Sie wollte jeden einzelnen. Ihre Fotze zog sich rhythmisch zusammen, nass, laut, und sie spürte den nächsten Orgasmus wie eine Welle, die von den Zehen kam und sich in ihrem Unterleib sammelte.
„Ich komme“, stieß sie hervor. „Vael, ich komme, fick mich durch, lass nicht nach, bitte—“
Er ließ nicht nach. Er stieß tiefer, hielt sie an Haaren und Kehle, leckte ihren Nacken, während sie kam, lang und zerrissen, die Schenkel zitternd, der Saft an seinen Schwanz spritzend. Ihr Schrei wurde dünn, dann wieder laut, als die Ranken ihren überempfindlichen Kitzler nicht in Ruhe ließen. Sie wollte es. Sie sagte es noch einmal, mitten im Kommen: „Nicht aufhören.“
Vael knurrte, der Rhythmus brach, wurde ungleich, härter. „Ich fülle dich. Sag ja.“
„Ja. In mir. Alles.“
Er stieß ein letztes Mal bis zum Anschlag, verharrte, und sie spürte, wie sein Schwanz in ihr pochte und stoßweise kam, heiß, viel, ein Puls nach dem anderen, der sie noch voller machte. Sein Knurren vibrierte an ihrem Nacken. Die Hand an ihrer Kehle lockerte sich, strich dann nur noch mit dem Daumen über ihren Puls, als würde er prüfen, ob sie noch da war. Sie war da. Sie bebte, lachte einmal kurz und gebrochen, und drückte den Arsch noch einmal gegen ihn, um alles zu nehmen.
Eine Weile blieben sie so, sein Gewicht auf ihrem Rücken, sein Schwanz noch in ihr, die Ranken träge über ihre Brüste gleitend, nicht mehr fordernd, nur noch da. Der Wind kühlte den Schweiß auf ihrer Haut. Irgendwo schrie ein Kauz. Josephine atmete. Ihr Körper summte. Zwischen den Beinen war sie wund auf die gute Art, voll, offen, sein Samen lief bereits warm an ihrem Schenkel hinab, als er sich langsam aus ihr zog.
Er drehte sie auf den Rücken, auf seinen Schoß, gegen seine Brust, und küsste sie noch einmal, langsamer. Das Ziehen in ihrer Brust war wieder da, seidig, gefährlich, genau wie die Dokumente es beschrieben hatten. Josephine erwiderte den Kuss und ließ ihn glauben, was er glauben musste.
Sie wusste es besser.
In der Randnotiz, die sie selbst vor drei Nächten entziffert und dann aus dem Kodex geschnitten hatte, stand der wahre Mechanismus. Der Kuss fraß keine Seele, die sich selbst gab. Was Vael als das vertraute Ziehen spürte, war nicht ihr Inneres, das zu ihm wanderte. Es war sein Schatten, der sich an ihren frei gesprochenen Namen heftete. Sie hatte ihn nicht nur gerufen. Sie hatte ihn gebunden, an sie, an dieses Dach, an jede Nacht, die sie noch bleiben wollte. Er hielt sich für den Hungernden. Er war der Gehaltene.
Sie sagte es ihm nicht.
Sie legte die Stirn an seine, spürte die samtige Haut, die noch vor Hitze vibrierte, und flüsterte nur: „Morgen wieder. Gleich hier. Ich will dich noch härter.“
Vael lächelte, uralt und satt und ahnungslos. „Dann frisst der nächste Kuss tiefer.“
Josephine lächelte zurück, die zerrissene Historikerin auf den kalten Ziegeln, zweiunddreißig und ganz bei sich, und schwieg. Der Wald hörte nichts von dem, was sie behielt.
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