Verbotene Blicke im Morgengrauen
Nach zehn Jahren kehrt Gideon zurück, und Noelle reitet ihn endlich im Morgengrauen des alten Anwesens.
Das Morgengrauen legte sich wie ein kühler Schleier über das alte Familienanwesen der Reinhardts. Nebelschwaden hingen zwischen den alten Eichen, und das erste blasse Licht kroch durch die hohen Sprossenfenster des Ostflügels. Noelle hatte kaum geschlafen. Das Gästezimmer roch nach altem Holz, Lavendel und etwas, das sie sofort als ihn erkannte – nach der dunklen, würzigen Wärme, die Gideon immer mit sich brachte, selbst nach zehn Jahren.
Sie saß am Rand des zweiten Bettes, das man hastig hineingeschoben hatte, weil die Hochzeitsgäste der Schwester jeden Winkel füllten. Zweiunddreißig Jahre alt und immer noch dieses flatternde Gefühl im Bauch, als wäre sie wieder neunzehn. Gideon stand am Fenster, nur in einer dunklen Boxershorts, die Schultern breiter als früher, der Rücken mit einer langen, blassen Narbe gezeichnet, die er damals nicht gehabt hatte. Sein Haar war kürzer, die Kieferpartie schärfer. Als er sich umdrehte, trafen sich ihre Blicke im Halbdunkel.
„Noelle.“ Seine Stimme war rau vom Schlafmangel, tiefer als sie sie in Erinnerung hatte. „Du bist wach.“
„Ich konnte nicht…“ Sie schluckte. „Zehn Jahre, Gideon. Und dann stecken sie uns in dasselbe verdammte Zimmer.“
Er lachte leise, ohne Humor. „Vanessa meinte, es sei praktisch. ‚Ihr seid doch sowieso wie Geschwister.‘“ Das Wort hing schwer zwischen ihnen. Sie waren nie wie Geschwister gewesen. Nie.
Noelle stand auf. Das Nachthemd reichte ihr gerade bis zur Mitte der Oberschenkel, dünner Stoff, der bei jeder Bewegung über ihre Brust strich. Sie spürte, wie sein Blick dort hängen blieb, wie er sich zusammenriss und wieder zu ihren Augen hochglitt. Jahrelang hatte sie diese Sehnsucht unterdrückt – ihn geliebt als ihren Seelenverwandten, ohne es je auszusprechen. Die Angst, ihn zu verlieren, war immer größer gewesen als der Mut. Und jetzt stand er hier, nach einem Jahrzehnt im Ausland, und die Luft knisterte so heftig, dass sie glaubte, sie müsste zerreißen.
„Ich dachte, du kommst nur wegen der Hochzeit“, flüsterte sie.
Gideon trat näher. Der Distanz von drei Schritten fühlte sich an wie ein Abgrund und gleichzeitig wie nichts. „Ich habe mir das auch eingeredet.“ Seine Hand hob sich, zögerte, strich dann eine lose Strähne hinter ihr Ohr. Der Kontakt war elektrisch. „Aber als Vanessa anrief… wusste ich sofort, dass ich dich sehen muss. Nur dich.“
Noelle atmete stockend aus. „Wir haben so viele Chancen verpasst. Damals am See. Bei deinem Abschied. Ich wollte es dir sagen, und dann… bist du einfach weg gewesen.“
„Weil ich ein Feigling war“, gestand er heiser. „Weil ich dachte, wenn ich gehe, tut es weniger weh. Stimmte nicht. Es hat jeden Tag wehgetan. In jeder Stadt, in jedem Bett, in dem ich allein aufgewacht bin.“ Er nahm sanft ihre Hand, führte sie an seine Brust, wo sein Herz hart und schnell schlug. „Ich bin nur ihretwegen zurückgekommen, Noelle. Wegen dir. Nicht wegen der Hochzeit. Nicht wegen der Familie. Wegen der Frau, die ich seit wir achtzehn waren nie vergessen habe.“
Die Worte lösten etwas in ihr. Jahrelange aufgestaute Liebe brach sich Bahn, ohne Zwang, ohne Zweifel – nur dieses bewusste, hungrige Ja. Noelle erhob sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn zuerst zaghaft, ein vorsichtiges Anlegen der Lippen, ein Test. Gideon stöhnte leise in ihren Mund, und dann war da kein Halten mehr. Sie küsste ihn hungrig, öffnete sich, ließ seine Zunge hinein, biss leicht in seine Unterlippe. Seine Hände fanden ihre Taille, zogen sie fest gegen seinen Körper. Sie spürte ihn hart und heiß durch den dünnen Stoff ihrer Unterwäsche und seiner Shorts.
„Sag mir, dass du das willst“, murmelte er gegen ihren Mund. „Wirklich willst.“
„Ich will dich“, flüsterte Noelle. „Ich habe dich immer gewollt. Jetzt. Hier. Ohne dass einer von uns wieder wegläuft.“
Gideon zog ihr das Nachthemd über den Kopf. Ihre Brüste lagen frei in der kühlen Morgenluft, die Nippel bereits steif. Er senkte den Kopf, küsste ihren Hals, saugte an der Stelle unter ihrem Ohr, während seine Hände ihre Brüste wogen, die Daumen über die harten Spitzen kreisten. Noelle keuchte, griff in sein Haar, drängte sich näher. Er setzte sich auf die Kante des Bettes und zog sie mit sich, bis sie über seinen Schoß ritt, die Knie links und rechts von seinen Hüften.
„Sieh mich an“, bat er rau, während er ihre Unterwäsche zur Seite schob und sich selbst befreite. Sein Schwanz war dick, die Eichel bereits feucht glänzend. Noelle fasste ihn, führte ihn an ihre nasse Spalte, rieb die Kuppe zwischen ihren Schamlippen, bis beide stöhnten. Dann sank sie langsam auf ihn herab, Zentimeter für Zentimeter, spürte, wie er sie dehnte, füllte, bis sie ganz aufgespießt saß und zitterte.
Tief in seine Augen schauend begann sie sich zu bewegen. Langsam zuerst, kreisend, dann auf und ab, die Hände auf seinen Schultern abgestützt. Gideon küsste ihre Brüste, nahm einen Nippel in den Mund, saugte und leckte, während seine Finger in ihre Hüften gruben und sie fester auf ihn zogen. Jeder Ritt nach unten stieß ihn tief in sie hinein, traf diesen Punkt, der sie den Kopf in den Nacken werfen ließ.
„Gideon… fuck, du fühlst dich so gut an“, keuchte sie. „So richtig. Als hättest du immer hierher gehört.“
„Weil ich das habe“, knurrte er und küsste den Schweiß von ihrem Schlüsselbein. „Du bist nass für mich. So eng. Noelle… ich liebe dich. Ich habe dich die ganze Zeit geliebt.“
Die Worte ließen sie enger um ihn krampfen. Sie ritt ihn härter, der nasse Laut ihrer Körper erfüllte das Zimmer, gemischt mit ihren keuchenden Atemzügen. Als die erste Welle nahte, hielt er inne, hob sie fast von sich herunter und drehte sie behutsam auf den Bauch. Noelle stützte sich auf die Unterarme, den Arsch ihm entgegengestreckt. Gideon kniete sich hinter sie, führte sich erneut in sie ein – ein langsamer, tiefer Stoß, der sie bis zum Anschlag füllte und ein langes Stöhnen aus ihr lockte.
Er beugte sich über sie, nahm ihre Hände, verschränkte seine Finger mit ihren und drückte sie sanft in die Matratze. Seine Stöße waren langsam, tief, rollend – jeder einzelne ein Geständnis. Sein Mund lag an ihrem Ohr.
„Ich liebe dich, Noelle“, flüsterte er bei jedem Eindringen. „Deinen Mund. Dein Lachen. Die Art, wie du mich ansiehst, als würdest du mich durchschauen. Ich will morgens neben dir aufwachen. Nicht nur heute. Immer.“ Ein besonders tiefer Stoß. „Sag mir deinen Namen, wenn du kommst. Ich will ihn hören.“
Noelle drängte sich ihm entgegen, nahm ihn gierig auf. Die Spannung baute sich an, heiß und zitternd, von ihrem Kern aus bis in die Fingerspitzen. „Gideon… ich… ich komme gleich…“
„Zusammen“, keuchte er und beschleunigte minimal, immer noch kontrolliert, immer noch innig. Seine freie Hand glitt unter sie, fand ihren Kitzler, rieb ihn in engen Kreisen im Takt seiner Stöße. „Jetzt, Liebling. Mit mir.“
Der Höhepunkt riss sie mit einer Wucht mit, die sie den Namen des anderen laut stöhnen ließ – „Gideon!“ brach es aus ihr, während sie um seinen Schwanz pulsierte, nass und eng. Er folgte ihr sofort, stieß ein letztes Mal tief hinein und kam mit einem gutturalen „Noelle…“ in sie, zuckend, sich entleerend, die Stirn gegen ihren Nacken gepresst. Sie zitterten beide lange nach, verbunden, schweißnass, die Morgenluft kühl auf ihrer Haut.
Danach zog er sich behutsam zurück, drehte sie zu sich und holte sie in seine Arme. Sie lagen eng umschlungen auf dem zerwühlten Bett, sein Herz hämmerte noch gegen ihre Brust. Gideon streichelte zärtlich über ihren Rücken, lange, ruhige Bahnen vom Nacken bis zum Ansatz ihres Pos, als könnte er sie dadurch fester an sich binden.
Die Sonne kroch höher, malte goldene Streifen über die alten Dielen. Draußen knarrte irgendwo eine Treppe – vielleicht Vanessa oder ein anderer Gast. Noelle kuschelte sich enger an ihn, die Lippen gegen seine Brust.
Gideon küsste ihren Scheitel. Seine Stimme war leise, fast schüchtern nach allem, was gerade zwischen ihnen geschehen war. „Kannst du dir vorstellen… dass wir das hier nicht nur als eine Nacht abhaken? Dass wir endlich ein echtes Paar werden? Nicht heimlich. Nicht mit Angst. Sondern… richtig. Du und ich.“
Noelle hob den Kopf, wollte antworten – da klopfte es leise, aber bestimmt an der Zimmertür. Vanessas Stimme drang gedämpft herein: „Gideon? Noelle? Das Frühstück beginnt gleich, und Mama sucht euch schon. Zieht euch was Anständiges an, ja?“
Gideons Arm um sie spannte sich. Seine Frage hing noch im Raum, unbeantwortet, schwer und hoffnungsvoll zugleich. Noelle spürte seinen Blick auf sich, die ungeklärte Zukunft, die Hochzeit am nächsten Tag, all die Blicke der Familie, die sie noch erwarten würden. Sie legte eine Hand an seine Wange, der Daumen strich über seine Unterlippe, auf der noch der Geschmack von ihr lag.
„Ich…“, begann sie, doch das Klopfen kam erneut, ungeduldiger. Irgendwo im Haus lachte jemand, und der Geruch von Kaffee stieg die Treppe herauf. Der Moment war noch nicht vorbei – er hatte gerade erst begonnen, und die nächste Stunde würde entscheiden, wie laut sie ihre verbotenen Blicke endlich in die Welt tragen durften.
Noelle spürte, wie Gideons Herz unter ihrer Hand immer noch raste. Vanessas Klopfen pochte ein zweites Mal, lauter jetzt. „Gleich!“, rief Gideon rau, die Stimme noch heiser vom Stöhnen. Seine Finger schlossen sich fester um Noelles Hüfte, als wolle er sie nicht freigeben. Sie sah ihm in die Augen – dunkel, hungrig, voller dieser ungeklärten Frage, die zwischen ihnen hing wie nasser Nebel.
„Ich will das“, flüsterte sie hastig gegen seinen Mund, küsste ihn kurz, tief, mit Zunge, damit er den Geschmack von ihr behielt. „Richtig. Mit dir. Aber nicht hier, nicht mit der halben Familie vor der Tür.“ Seine Hand glitt zwischen ihre Schenkel, strich über die nasse Spur, die er in ihr hinterlassen hatte, und drückte zwei Finger in sie hinein. Noelle biss sich auf die Lippe, um nicht aufzustöhnen. „Gideon…“
„Nur kurz“, murmelte er, massierte sie von innen, fand den geschwollenen Punkt und rieb ihn langsam. „Damit du den ganzen verdammten Morgen an mich denkst, während du Kaffee trinkst und so tust, als wärst du brav.“ Sie kam fast schon wieder, zuckte um seine Finger, als er sie herauszog und sie ableckte, den Blick fest auf sie gerichtet. Dann stand er auf, zog die Boxershorts hoch, die den halbharten Schwanz nur notdürftig verbargen, und warf ihr ihr Nachthemd zu.
Sie schlüpften in Kleidung – er in Jeans und ein dunkles Hemd, das die Narbe auf dem Rücken verdeckte, sie in ein einfaches Sommerkleid, darunter nichts, weil ihre Unterwäsche noch tropfnass auf dem Boden lag. Als sie die Tür öffnete, stand Vanessa schon im Gang, die Braut im Morgenmantel, die Augen mistrauisch.
„Ihr seht aus, als hättet ihr gar nicht geschlafen“, sagte sie. Gideon legte Noelle beiläufig die Hand in den Nacken, der Daumen strich über die Stelle, wo er sie gebissen hatte. „Jetlag. Und Noelle redet im Schlaf.“ Vanessa rollte mit den Augen und verschwand Richtung Treppe. Unten roch es nach frischen Brötchen, Rührei und dem starken Kaffee, den Mama immer kochte.
Das Frühstück war eine Qual. Der lange Tisch im Speisezimmer quoll über von Verwandten, Onkeln, Cousinen, dem Bräutigam und seinen Kumpels. Noelle saß neben Gideon, ihre Knie berührten sich unter der Tischdecke. Jedes Mal, wenn jemand lachte oder nach der Marmelade griff, spürte sie, wie seine Hand an ihrem Oberschenkel hochwanderte, unter den Saum des Kleides, bis die Fingerkuppen ihre nackte Spalte fanden. Sie war immer noch feucht von ihm, die Mischung aus ihrem Saft und seinem Come sickerte langsam an ihre Innenseite. Er strich einmal fest über den Kitzler, drückte zu, und Noelle musste hustend nach dem Saftglas greifen, um das Stöhnen zu ersticken.
„Alles okay, Liebling?“, fragte Mama besorgt von gegenüber. Noelle nickte zu heftig. „Nur heiß. Das Wetter.“ Gideon grinste in sein Brötchen, seine Finger glitten tiefer, bohrten sich in sie hinein, während er ganz normal mit dem Onkel über die Weinberge plauderte. Zwei Finger, dann drei, stießen in dem engen Rhythmus, den nur sie fühlte. Sie drückte die Schenkel zusammen, fing ihn ein, ritt unmerklich seine Hand unter dem Tisch. Die Feuchtigkeit tropfte auf den Holzstuhl. Als er den Daumen fest auf ihren Kitzler legte und kreiste, kam sie still, bebend, die Serviette vor dem Mund, die Augen feucht. Gideon zog die glänzenden Finger zurück, leckte sie unter dem Vorwand ab, sich den Mund abzuwischen, und flüsterte ihr zu: „Gute Mädchen. Warte ab bis nachher.“
Nach dem Essen löste sich die Gesellschaft auf – die Frauen zur letzten Anprobe des Brautkleids, die Männer in den Garten zum Anstoßen. Gideon packte Noelles Handgelenk und zog sie mit in die alte Bibliothek im Westflügel, die Tür klickte hinter ihnen zu. Sofort drückte er sie gegen die hohen Regale, hob ihr Kleid hoch, kniete sich hin. Seine Zunge fand sie ohne Umwege, leckte breit durch die nassen Falten, saugte an dem geschwollenen Kitzler, stöhnte in sie hinein, als würde er seinen eigenen Geschmack dort finden. Noelle vergrub die Hände in seinem Haar, spreizte die Beine weiter, stieß sich gegen seinen Mund.
„Fick mich mit der Zunge“, keuchte sie. „Genau so… ja, tiefer.“ Er bohrte die Zunge in ihre Muschi, fickte sie damit, während zwei Finger von hinten über ihren Arsch strichen, kreisten, leicht eindrückten. Sie kam ein zweites Mal, heftig, die Schenkel zitternd um seinen Kopf, und er trank sie aus, leckte sie sauber, bis sie weich in den Knien wurde.
Dann stand er auf, öffnete den Hosenschlitz, holte den harten, dicken Schwanz heraus. „Dreh dich um.“ Noelle stützte sich auf dem Schreibtisch ab, den Arsch rausgestreckt. Er schob sich mit einem einzigen Stoß bis zum Anschlag in sie, füllte sie komplett, dehnte sie, bis sie aufkeuchte. Seine Hände packten ihre Hüften, und er fickte sie hart und tief, die Eier klatschten gegen sie, der nasse Laut füllte den Raum zwischen den alten Büchern. „Du bist so eng… so nass von mir… ich will dich jeden Morgen so ficken, Noelle. Auf dem Anwesen. In der Stadt. Überall.“
Sie drängte sich zurück, nahm jeden Stoß gierig auf. „Dann bleib. Nicht wieder abhauen. Schwör’s.“ Er beugte sich über sie, biss in ihren Nacken, eine Hand fand ihre Brust unter dem Kleid, kniff den Nippel. „Ich schwöre es. Auf alles. Ich liebe dich. Seit wir achtzehn waren und du im See gestanden hast mit nassem T-Shirt und ich mir einen runtergeholt habe, sobald du weg warst.“ Die Worte und die tiefen Stöße trieben sie erneut an den Rand. Er spürte es, beschleunigte, rieb ihren Kitzler im Takt, bis sie schrie – gedämpft in den Arm gebissen – und um ihn kam, pulsierend, milchig. Gideon stieß noch dreimal zu, dann zog er heraus, drehte sie herum, setzte sie auf den Schreibtisch und spritzte auf ihren Bauch und die Brust, dicke weiße Stränge, die über ihre Haut liefen. Er verteilte das Come mit den Fingern, rieb es in ihre Nippel, steckte ihr zwei glänzende Finger in den Mund. Sie saugte sie sauber, blickte ihm dabei in die Augen.
Sie blieben so eine Weile, keuchend, seine Stirn gegen ihre. Draußen hallten Stimmen durch den Flur – jemand suchte schon wieder nach dem Bräutigam. Gideon wischte sie notdürftig mit einem Taschentuch ab, half ihr vom Tisch. Das Kleid klebte an den feuchten Stellen. „Heute Nacht“, sagte er leise. „Wenn alle betrunken sind von der Probe. Ich hole dich ab. Wir gehen zum See. Dort, wo ich dich damals nicht geküsst habe.“
Noelle nickte, das Herz noch im Hals. Doch als sie die Bibliothek verließen, stand Onkel Heinrich im Gang, die Augenbrauen hochgezogen. „Na, ihr zwei? Immer noch unzertrennlich wie früher. Vanessa hat recht – wie Geschwister.“ Das Wort schnitt. Gideon legte den Arm um Noelles Schultern, zu fest, besitzergreifend. „Nicht ganz“, sagte er ruhig. Heinrich lachte unsicher und ging weiter.
Den Rest des Nachmittags verbrachten sie getrennt – sie half bei den Blumen, er schleppte Kisten mit Sekt. Jedes Mal, wenn sich ihre Blicke über den Hof trafen, knisterte es. Beim Abendessen saß sie wieder neben ihm. Unter dem Tisch legte er ihre Hand auf seinen harten Schwanz in der Hose, ließ sie ihn durch den Stoff massieren, bis er vor Anspannung zitterte. Später, als die anderen im Salon Whisky tranken und alte Fotos anschauten, zogen sie sich unauffällig zurück.
Im Gästezimmer warf er sie aufs Bett, riss ihr das Kleid herunter. Diesmal war er langsamer. Er küsste jeden Zentimeter, saugte an ihren Brüsten, bis die Nippel dunkel und empfindlich waren, leckte ihren Bauch hinunter, aß sie aus, bis sie bettelte. Dann legte er sich auf den Rücken und zog sie über sich. Noelle ritt ihn im Morgengrauen-Rhythmus von vorhin, nur jetzt im Schein der Nachttischlampe, langsam und tief, die Hände auf seiner vernarbten Brust. „Sag’s nochmal“, keuchte sie.
„Ich liebe dich.“ Er stieß von unten hoch, füllte sie. „Ich will dich heiraten. Irgendwann. Wenn du willst. Nicht heimlich.“ Die Worte ließen sie enger werden. Sie kam auf ihm, zuckend, und er folgte, pumpte sich heiß in sie hinein, hielt sie fest, während er sich entleerte.
Sie lagen verschlungen, als draußen erneut Schritte zu hören waren. Vanessa rief irgendwo nach Gideon für eine letzte Absprache mit dem Trauzeugen. Er küsste Noelle, stand widerwillig auf. „Warte hier. Ich bin gleich zurück. Dann gehen wir zum See. Und morgen… morgen schauen wir, wie laut wir das vor allen sagen.“
Noelle blieb nackt im Bett zurück, sein Come sickerte langsam aus ihr, der Geruch von Sex und ihm füllte das Zimmer. Draußen knackte der Kies unter Schuhen. Die Hochzeit war morgen. Die Familie würde starren. Und irgendwo zwischen dem alten Anwesen und dem See wartete die Entscheidung, wie verboten ihre Blicke wirklich noch sein durften – oder ob sie endlich aufhören würden, zu flüstern.
Noelle lag nackt im zerwühlten Bett, die Beine leicht gespreizt, und spürte, wie Gideons Samen warm und zäh aus ihr sickerte, über ihre Schamlippen hinunter auf die Innenseite ihrer Oberschenkel. Der Geruch von Sex hing schwer im Zimmer – sein Schweiß, ihr Saft, die metallische Note von früherem Come. Draußen knackte der Kies, Stimmen murmelten, dann Stille. Sie strich mit den Fingern durch die nasse Spur zwischen ihren Beinen, hob sie an die Lippen und schmeckte ihn, salzig und vertraut, als hätte sie ihn nie verloren. Das Herz hämmerte. Zehn Jahre. Und jetzt diese Gier, die nicht enden wollte.
Die Tür ging leise auf. Gideon schlüpfte herein, schloss ab, lehnte sich einen Moment dagegen. Sein Hemd war aufgeknöpft, die Jeans spannte über dem erneuten Ständer. „Vanessa labert vom Blumenbogen und dem verdammt teuren Champagner“, murmelte er heiser. „Ich hab gesagt, ich muss noch was klären. Fünf Minuten, dann ist sie wieder weg.“ Er streifte die Kleidung ab, nackt jetzt, der dicke Schwanz schon halb hart und glänzend von dem, was noch an ihm klebte. Er kam zum Bett, kniete sich zwischen ihre Schenkel, beugte sich vor und leckte breit durch ihre nasse Spalte, langsam, genüsslich, als wolle er sich selbst aus ihr trinken. Noelle keuchte, griff in sein kurzes Haar. „Gideon… der See. Du hast versprochen.“
„Ich weiß.“ Er saugte an ihrem Kitzler, stieß die Zunge tief hinein, fickte sie damit, bis sie zitterte. Dann stand er auf, zog sie hoch. „Komm. Jetzt. Bevor die ganzen Säufer im Salon merken, dass wir fehlen.“ Sie schlüpfte in sein Hemd, nichts darunter, er nur in die Jeans, barfuß. Sie schlichen den Hinterausgang hinunter, vorbei am knarrenden Holz, dem Lachen aus dem Salon, dem Geruch von Whisky und Zigarren. Der Garten lag im Mondlicht, der Nebel hatte sich gelichtet, die alten Eichen warfen lange Schatten. Gideon hielt ihre Hand fest, zog sie den Pfad hinunter zum See, demselben schwarzen Wasser, in dem sie mit neunzehn gestanden hatten und zu feige gewesen waren.
Am Ufer, hinter dem alten Bootssteg, wo das Schilf sie verdeckte, drehte er sie zu sich. „Hier. Genau hier hab ich dich damals angeschaut und gedacht, ich zerreiße, wenn ich dich nicht küsse.“ Seine Stimme brach. Er knöpfte das Hemd auf, ließ es fallen. Die kühle Nachtluft strich über Noelles Brüste, die Nippel steif. Gideon kniete sich hin, küsste ihren Bauch, die Hüften, dann wieder zwischen ihre Beine. Seine Zunge war heiß, fordernd, leckte sie auf, saugte, stöhnte in sie hinein. „Du schmeckst nach mir. Nach uns. Fuck, Noelle, ich will dich fressen, bis du schreist.“ Sie spreizte die Schenkel weiter, stützte sich auf seinen Schultern ab. Er bohrte zwei Finger in sie, dann drei, krümmte sie, rieb den geschwollenen Punkt, während er den Kitzler zwischen den Lippen rollte. Noelle kam heftig, die Schenkel zuckend um seinen Kopf, ein gedämpftes „Gideon… ja, so…“ das über das Wasser hallte.
Er stand auf, öffnete den Hosenschlitz, holte den harten Schwanz heraus – dick, die Adern pulsierend, die Eichel feucht. „Dreh dich um. Hände auf den Steg.“ Noelle gehorchte, den Arsch ihm entgegengestreckt, die Beine leicht gespreizt. Er rieb die Kuppe durch ihre nasse Spalte, benetzte sich mit ihrem Saft und seinem alten Come, dann schob er sich mit einem einzigen, tiefen Stoß bis zum Anschlag hinein. Sie keuchte auf, vollgestopft, gedehnt. „So eng… immer noch so eng für mich“, knurrte er und begann zu ficken – hart, rollend, die Eier klatschten gegen sie, nasse Laute mischten sich mit dem Plätschern des Sees. Seine Hände packten ihre Hüften, zogen sie fest auf jeden Stoß. „Ich liebe dich. Ich will das jeden Tag. Deinen Arsch. Deine Muschi. Dein Stöhnen. Sag’s mir.“
„Ich liebe dich“, keuchte sie und drängte sich zurück, nahm ihn gierig auf. „Fick mich tiefer. Nicht aufhören. Schwör, dass du bleibst.“ Er beugte sich über sie, biss in ihren Nacken, eine Hand glitt nach vorn, rieb ihren Kitzler in engen, schnellen Kreisen. „Ich schwöre. Auf den See. Auf dich. Ich heirate dich, wenn du willst. Morgen noch, vor allen, scheißegal was die sagen.“ Die Worte und die Stöße trieben sie an den Rand. Sie kam mit einem erstickten Schrei, pulsierend um seinen Schwanz, nass und eng. Gideon stöhnte guttural, stieß noch zweimal zu, dann zog er heraus, drehte sie herum, hob sie auf den Holzsteg und spritzte auf ihren Bauch, die Brüste, dicke weiße Stränge, die im Mondlicht glänzten. Er verteilte das Come mit den Fingern, rieb es in ihre Nippel, steckte ihr die glänzenden Finger in den Mund. Sie saugte sie sauber, den Blick fest auf ihn gerichtet, hungrig.
Sie blieben so, keuchend, seine Stirn gegen ihre. Das Wasser plätscherte. Irgendwo knackte ein Ast. Gideon wischte sie notdürftig mit dem Hemd ab, half ihr hinein. „Wir müssen zurück. Aber nicht für lange.“ Auf dem Rückweg hielt er sie an einem alten Eichenstamm fest, küsste sie tief, die Zunge fordernd, eine Hand unter dem Hemd, zwei Finger wieder in ihrer nassen Muschi. „Damit du nicht vergisst, wem du gehörst, bis wir wieder allein sind.“ Noelle biss ihm in die Lippe. „Ich gehöre dir. Seit wir achtzehn waren. Und du mir.“
Im Haus war es lauter geworden. Sie schlichen die Treppe hoch, gerade noch rechtzeitig, bevor Onkel Heinrich aus dem Salon taumelte, ein Glas in der Hand. „Na, ihr zwei Nachtschwärmer“, grölte er. „Immer noch zusammenklebend wie früher. Vanessa hat recht – Geschwisterseelen.“ Gideon legte den Arm um Noelles Taille, zu fest, die Finger gruben sich in den Stoff. „Nicht Geschwister“, sagte er ruhig, die Stimme rau. „Nie gewesen.“ Heinrich lachte unsicher, wankte weiter. Im Gästezimmer warf Gideon die Tür zu, drückte Noelle dagegen, hob das Hemd hoch. Sein Schwanz war schon wieder hart. Er hob sie hoch, sie wickelte die Beine um ihn, und er schob sich mit einem Stoß in sie hinein, stehend, tief, die Schulterblätter gegen das Holz. „Hörst du das? Die Familie. Morgen starren sie. Und ich will, dass du weißt – ich scheiß drauf. Ich will dich küssen vor allen. Dich ficken, bis du meinen Namen schreist, und dann will ich, dass sie es wissen.“
Sie ritt ihn gegen die Tür, die Hände in seinem Haar, jeder Stoß ein Echo ihrer Jahre. „Dann sag’s morgen. Bei der Trauung. Oder danach. Aber sag’s laut.“ Er fickte sie härter, die Tür knarrte leise im Takt. „Ich sag’s. Aber zuerst hol ich mir noch mehr von dir.“ Er trug sie zum Bett, legte sie hin, legte sich über sie, langsam jetzt, tief, die Blicke verschränkt. „Ich liebe dich, Noelle. Deinen Körper. Dein Herz. Die Art, wie du mich ansiehst, als wär ich endlich zu Hause.“ Sie kam wieder, zuckend, und er folgte, pumpte sich heiß in sie, hielt sie fest, während er sich entleerte, die Stirn an ihrem Hals.
Sie lagen verschlungen, sein Samen sickerte erneut aus ihr, als draußen Schritte näher kamen. Vanessas Stimme, gedämpft, ungeduldig: „Gideon? Wo steckst du? Der Trauzeuge wartet. Und Mama will mit Noelle über die Tischordnung reden.“ Gideon küsste Noelle, stand widerwillig auf, zog die Jeans an. „Warte hier. Ich bin gleich zurück. Dann… dann reden wir, wie laut wir das morgen machen.“ Er strich noch einmal über ihre nasse Spalte, steckte die Finger in den Mund, schmeckte sie. „Denk an den See. An mich in dir. An alles.“
Noelle blieb nackt zurück, das Herz im Hals, der Geruch von ihm überall. Draußen knarrte die Treppe. Die Hochzeit war in wenigen Stunden. Die Familie würde starren, flüstern, das Wort „Geschwister“ wie eine Waffe schwingen. Und irgendwo zwischen dem alten Anwesen, dem See und dem kommenden Morgengrauen wartete die Entscheidung, ob ihre Blicke endlich aufhören durften, verboten zu sein – oder ob der nächste Tag sie zwingen würde, noch lauter zu werden, bevor alles zerriss.
Noelle lag noch nackt im Bett, als die Tür erneut aufging. Gideon schlüpfte herein, das Gesicht angespannt, die Jeans schon wieder halb geöffnet. Er schloss ab, lehnte sich kurz dagegen und atmete schwer. „Vanessa will, dass ich bis zum Morgen wach bleibe für irgendwelche scheiß Details“, murmelte er. „Aber ich hab sie abgewimmelt. Eine Stunde. Mehr nicht.“ Er streifte die Kleidung ab, sein Schwanz bereits steif und feucht an der Spitze, und kam zu ihr. Ohne ein weiteres Wort kniete er sich zwischen ihre Beine, schob sie breit auseinander und leckte langsam durch die nasse Spur, die er selbst hinterlassen hatte. Seine Zunge war heiß, fordernd, saugte an ihrem Kitzler, stieß tief in sie hinein, als wollte er jeden Tropfen von sich und ihr herausholen.
Noelle keuchte, griff in sein Haar und drängte sich gegen seinen Mund. „Gideon… fuck, ja. Nicht aufhören.“ Er stöhnte in sie hinein, bohrte zwei Finger dazu, krümmte sie gegen den geschwollenen Punkt und rieb, während er den Kitzler zwischen den Lippen rollte. Sie kam schnell, heftig, die Schenkel zuckend um seinen Kopf, ein gedämpftes Schreien, das sie in die Faust biss. Er trank sie aus, leckte sie sauber, dann kroch er hoch, küsste sie tief, ließ sie den eigenen Geschmack schmecken.
„Dreh dich um“, knurrte er rau. Sie gehorchte, stützte sich auf Hände und Knie, den Arsch ihm entgegengestreckt. Gideon kniete sich hinter sie, rieb die dicke Eichel durch ihre triefende Spalte, benetzte sich mit ihrem Saft und seinem alten Come, dann schob er sich mit einem einzigen Stoß bis zum Anschlag hinein. Noelle stöhnte auf, vollgestopft, gedehnt bis an die Grenze. Er blieb einen Moment still, atmete gegen ihren Nacken. „Du bist so eng. Immer noch. Als hättest du all die Jahre auf mich gewartet.“
Dann begann er zu ficken – hart, tief, rollend. Die Eier klatschten nass gegen sie, der Laut füllte das Zimmer, gemischt mit dem Knarren des Bettes. Seine Hände packten ihre Hüften, zogen sie fest auf jeden Stoß zurück. „Ich liebe dich“, keuchte er. „Deine Muschi. Dein Arsch. Die Art, wie du mich nimmst. Ich will dich jeden Tag so. Bis du nicht mehr laufen kannst.“ Noelle drängte sich gierig entgegen, nahm ihn vollständig auf. „Dann bleib. Sag’s morgen laut. Vor allen. Ich will kein Geheimnis mehr sein.“
Er beugte sich über sie, biss in ihren Nacken, eine Hand glitt nach vorn und rieb ihren Kitzler in engen, schnellen Kreisen. Die Stöße wurden schneller, unkontrollierter. „Ich schwöre. Auf dich. Auf alles.“ Sie kam mit einem erstickten Schrei, pulsierend, milchig eng um seinen Schwanz. Gideon stöhnte guttural, stieß noch dreimal zu, dann zog er heraus, drehte sie auf den Rücken, hob ihre Beine über seine Schultern und schob sich erneut hinein – noch tiefer diesmal, bis sie keuchte und die Augen verdrehte. Er fickte sie langsam jetzt, blickdicht, jeder Stoß ein Geständnis. „Heirate mich irgendwann. Nicht heimlich. Richtig. Ich will deinen Namen neben meinem.“
Noelle umklammerte ihn mit den Beinen, zog ihn tiefer. „Ja. Fuck, ja. Komm in mir. Füll mich.“ Er beschleunigte, rieb ihren Kitzler im Takt, bis sie ein drittes Mal kam, zuckend, nass, die Nägel in seinem vernarbten Rücken. Gideon folgte sofort, stieß ein letztes Mal hart hinein und entleerte sich mit einem langen, gutturalen Stöhnen in sie, heiß, zuckend, Pumpstöße um Pumpstoß, bis er nichts mehr hatte. Er blieb in ihr liegen, schwer atmend, die Stirn an ihrem Hals, sein Samen sickerte bereits um seinen noch halb harten Schwanz herum.
Sie lagen so lange Minuten, verschlungen, schweißnass, das Herz noch rasend. Gideon küsste zärtlich ihren Scheitel, strich über ihren Rücken. „Morgen“, flüsterte er. „Bei der Trauung. Oder danach. Ich nehm deine Hand und sag’s. Vor Mama, vor Vanessa, vor allen. Kein ‚wie Geschwister‘ mehr. Du und ich.“
Noelle wollte antworten, wollte ja sagen, spürte aber schon das dumpfe Pochen unter der Tür. Schritte. Vanessas Stimme, scharf und nah: „Gideon! Der Trauzeuge sitzt im Salon und wartet. Und Mama hat Noelle gesucht – die Tischordnung. Sofort.“ Gideon fluchte leise, zog sich langsam aus ihr heraus. Sein Come lief dick und warm aus Noelle heraus, über ihre Schamlippen auf die Laken. Er wischte sich hastig ab, zog die Jeans an, das Hemd darüber. „Warte hier. Ich klär das und bin zurück. Dann reden wir fertig. Versprochen.“
Er küsste sie noch einmal, tief, hungrig, strich mit den Fingern durch die nasse Spur zwischen ihren Beinen und steckte sie sich in den Mund. Dann war er draußen. Die Tür klickte zu.
Noelle blieb nackt zurück, die Beine leicht gespreizt, spürte, wie sein Samen weiter aus ihr sickerte. Der Geruch von Sex hing schwer. Sie strich mit den Fingern durch die Mischung, hob sie an die Lippen, schmeckte ihn – salzig, vertraut. Das Herz hämmerte noch. Zehn Jahre. Endlich. Und doch…
Draußen im Gang hörte sie gedämpfte Stimmen. Vanessa. Dann Mama. Dann Gideon, rau, abweisend. Ein Satz drang durch, klar und scharf: „…nicht wie Geschwister, Mama. Nie gewesen. Ich liebe sie.“ Stille. Dann Vanessas Lachen, ungläubig, fast böse. „Du willst die Hochzeit sprengen? Mit Noelle? Nachdem du zehn Jahre weg warst und sie hier zurückgelassen hast? Denk nach, Gideon. Die Familie. Die Geschichten. Was die Leute sagen werden.“
Noelle setzte sich auf, das Blut kalt in den Adern. Sie hörte Gideon antworten, leiser jetzt, dann Schritte, die sich entfernten. Minuten vergingen. Eine Viertelstunde. Eine halbe. Sie wartete nackt, sein Come trocknete klebrig auf ihren Oberschenkeln, das Hemd, das er zurückgelassen hatte, lag zerknüllt neben ihr. Draußen knarrte die Treppe, Lachen aus dem Salon, das Klirren von Gläsern. Die Hochzeitsgesellschaft feierte weiter, als wäre nichts geschehen.
Als die Tür endlich wieder aufging, war Gideon blass. Er schloss ab, setzte sich auf den Bettrand, nahm ihre Hand. Seine Finger zitterten leicht. „Sie wissen es jetzt. Zum Teil. Mama hat geweint. Vanessa… Vanessa sagt, ich solle es bis nach der Hochzeit lassen. Oder gar nicht. Dass es die Familie zerreißt. Dass du… dass wir zu nah dran waren. Immer.“
Noelle spürte, wie etwas in ihr kippte. Die Wärme der letzten Stunden, die Stöße, die Worte, das „ich heirate dich“ – alles lag plötzlich schwer und falsch im Raum. „Und du?“, flüsterte sie. „Was sagst du?“
Gideon sah sie an, dunkel, hungrig, aber etwas Neues war in seinem Blick. Zweifel. Angst. „Ich liebe dich. Das ändert sich nicht. Aber… vielleicht hat sie recht. Vielleicht sollten wir warten. Bis die Hochzeit vorbei ist. Bis die Gäste weg sind. Nicht morgen. Nicht vor allen. Ich will dich nicht verlieren, Noelle. Und ich will auch nicht, dass sie dich hassen.“
Sie zog die Hand zurück. Sein Samen sickerte immer noch aus ihr, eine klebrige Erinnerung an alles, was gerade erst richtig begonnen hatte. Draußen ging die Sonne auf, malte goldene Streifen über die Dielen. Das Morgengrauen des nächsten Tages. Die Hochzeit. Die Blicke.
Noelle legte sich zurück, starrte an die Decke. „Dann war das hier also doch nur… eine Nacht. Mehrere. Aber nicht das, was du versprochen hast.“
„Nein“, sagte er heiser. „Es ist mehr. Es bleibt mehr. Aber vielleicht… vielleicht müssen wir es leiser machen. Erstmal.“ Er legte sich neben sie, zog sie in die Arme, küsste ihren Hals. Sein Schwanz war wieder halb hart gegen ihren Schenkel. Er strich über ihre Brust, über den Bauch, hinunter zwischen ihre Beine, wo er noch in ihr war, in Spuren. „Lass mich dich noch einmal nehmen. Jetzt. Bevor der Tag beginnt. Damit du weißt, dass ich bleibe. Irgendwie.“
Sie ließ es zu. Consensual, hungrig, aber mit einem Stich im Brustkorb. Er legte sich über sie, schob sich langsam in die nasse, schlüpfrige Hitze, stöhnte, als er sie wieder füllte. Diesmal war es langsamer, tiefer, die Blicke verschränkt. Er murmelte „ich liebe dich“ bei jedem Stoß, rieb ihren Kitzler, bis sie kam – leise, zuckend, mit Tränen in den Augenwinkeln, die sie nicht verstand. Er folgte, pumpte sich heiß in sie hinein, hielt sie fest, während er sich entleerte.
Danach lag er schwer auf ihr, atmete gegen ihren Hals. Draußen rief schon jemand nach dem Bräutigam. Gideon küsste sie, stand auf, zog sich an. „Ich muss. Die Trauung. Danach reden wir weiter. Richtig. Versprochen.“
Er ging. Die Tür fiel ins Schloss.
Noelle blieb allein zurück, nackt, voll von ihm, sein Come sickerte erneut aus ihr auf die Laken. Das Zimmer roch nach Sex und ihm und etwas Neuem – nach dem bitteren Nachgeschmack von Versprechen, die schon bröckelten. Draußen erwachte das Anwesen endgültig. Stimmen. Lachen. Die Hochzeit würde stattfinden. Die Familie würde starren. Und irgendwo zwischen dem alten Holz, dem See und dem kommenden Tag lag die Wahrheit: Sie hatten sich gefunden, sich gefickt, sich geliebt – und trotzdem fühlte es sich an, als hätte etwas angefangen, das schon wieder zu zerbrechen drohte. Die verbotenen Blicke waren lauter geworden. Aber der Zweifel saß jetzt schwerer in ihrem Bauch als jede Lust.
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