Der junge Bäcker teilt Miriam mit ihrem Mann
Miriam (42) wird in der Backstube von ihrem Mann Julius (28) und dem 19-jährigen Lehrling Otto gemeinsam durchgefickt.
Die Backstube roch nach warmem Teig und geröstetem Malz, noch bevor das Licht über den Dächern richtig stand. Miriam stand am langen Holztisch, die Ärmel hochgekrempelt, Mehl an den Unterarmen, und spürte die Hitze der Öfen im Rücken. Mit zweiundvierzig kannte sie diese Stunde besser als ihren eigenen Schlaf: die Stille vor dem Laden, das Gewicht ihrer Brüste im dünnen Leinenhemd, das Kleben des Stoffs an der Haut, wenn sie sich über die Schalen beugte. Ihre Hüften waren rund, ihr Bauch weich von Jahren, in denen sie Säcke geschleppt und Teig geschlagen hatte, die Schenkel kräftig, der Hintern voll. Sie war keine Figur aus einem Schaufenster. Sie war eine Frau, die ihren Körper kannte, und in dieser Hitze spürte sie ihn manchmal zu deutlich.
Julius, achtundzwanzig, schob ein Blech in den Ofen und wischte sich mit dem Unterarm über die Stirn. Sehnig, schmaler als sie, die Hände rissig vom Teig. Er sah sie an, wie er sie seit ihrer Hochzeit ansah, wenn sie sich bückte: hungrig, ein wenig ungläubig, als könnte er immer noch nicht fassen, dass diese reife, schwere Schönheit zu ihm gehörte. Heute lag noch etwas anderes in dem Blick. Eine Unruhe, die nicht vom Frühdienst kam.
Die Tür zur Gasse klirrte. Otto trat ein, neunzehn, seit drei Wochen ihr Lehrling, und die Luft im Raum veränderte sich, bevor er den Mund aufmachte. Athletisch auf diese ungeduldige Art, breite Schultern unter dem weißen Hemd, schmale Taille, Unterarme, an denen die Adern hervortraten, wenn er die Knetmaschine bediente. Er band sich die Schürze um und blieb einen Moment zu lang an der Tür stehen. Seine Augen gingen über Miriams Rücken, über die Rundung ihres Hinterns im engen Rock, über die Stelle, wo das Hemd zwischen den Schulterblättern spannte. Kein höfliches Wegsehen. Ein offenes, fast unverschämtes Verlangen.
Julius sah es. Miriam sah, dass Julius es sah. Und unter dem Mehl wurde ihr die Haut heiß, nicht nur vor Scham.
„Morgen“, sagte Otto. Seine Stimme war noch rau vom Schlaf. Er stellte sich neben sie an den Tisch, näher als nötig, und griff nach dem Sauerteigglas. Sein Ellbogen streifte ihren Oberarm. Nur Stoff auf Stoff, und doch lief ihr ein Schauer bis in die Brustwarzen.
„Du bist früh“, sagte sie.
„Konnte nicht liegen bleiben.“ Er lächelte nicht richtig. Er sah ihr auf den Ausschnitt, dann auf den Mund, dann wieder weg, als hätte er sich selbst dabei ertappt und beschlossen, es trotzdem noch einmal zu tun. „Riechst gut. Nach Butter. Nach Frau.“
Julius stand am Ofen und tat, als prüfe er die Krusten. Seine Schultern waren steif. Miriam kannte diesen Rücken. Er hörte jedes Wort.
Die nächste Stunde wurde zäh wie schlecht gekneteter Teig. Otto arbeitete schnell, kraftvoll, schob Bleche, als wöge nichts etwas. Immer wenn er an ihr vorbeimusste, nahm er den engen Weg. Einmal legte er ihr die Hand flach auf die Hüfte, nur um sie „aus dem Weg“ zu schieben, und die Finger blieben eine Sekunde zu lang auf dem weichen Fleisch über dem Rockbund. „Entschuldigung“, murmelte er, und es klang nicht nach Entschuldigung. Es klang nach Hunger.
„Dein Hintern in dem Rock“, flüsterte er später, als sie gemeinsam eine Kiste Mehl anhoben und Julius am anderen Ende der Stube die Kasse zählte, die noch gar nicht offen war. „Ich denk seit Tagen dran, wenn ich den Teig schlage. Wie der nachgibt. Wie du nachgeben würdest.“
Miriam hätte ihn zurechtweisen müssen. Stattdessen spürte sie, wie feucht es zwischen ihren Schenkeln wurde, langsam, verräterisch, während der Ofen hinter ihr tickte. Sie war zweiundvierzig. Er war neunzehn. Ihr Mann stand keine sechs Meter entfernt und tat so, als wäre er beschäftigt, und sie wusste, dass er nicht beschäftigt war.
Julius kam herüber, als Otto in die Kühlkammer ging. Mehl an seinen Fingern, der Puls sichtbar am Hals. Er stellte sich hinter sie, legte die Hände auf ihre Taille und sprach leise an ihr Ohr, so dass nur sie es hörte.
„Ich sehe, wie er dich anguckt.“
„Julius—“
„Ich sehe es, und ich werde hart davon.“ Seine Stimme brach ein wenig. „Ich liebe das. Ich liebe es, dich anzusehen und zu wissen, dass dieser junge, ausdauernde Kerl dich will. Ich will dich mit ihm teilen, Miriam. Nicht im Kopf. Hier. Jetzt. Wenn du es auch willst.“
Sie drehte sich um. In seinem Gesicht war keine Falle, kein Test, den sie bestehen musste. Nur dieses nackte, etwas erschrockene Begehren, das sie von ihm kannte, wenn er nachts ihren Namen in ihr Ohr stöhnte. Sie küsste ihn. Hart, mit offenem Mund, Mehl zwischen ihren Lippen, seine Zunge heiß und vertraut. Ihre Hände krallten sich in sein Hemd. Sie wollte ihn. Und sie wollte das andere auch, dieses verbotene Knistern, das seit Ottos erstem Arbeitstag in der Stube hing wie der Geruch von Hefe.
Die Kühlkammertür fiel zu. Otto stand da, eine Schale in den Händen, und sah sie küssen. Er stellte die Schale ab, ohne hinzusehen. Seine Brust hob sich schnell.
Miriam löste sich von Julius, ging die drei Schritte und zog Otto am Hemd zu sich heran. „Wenn du das nicht willst“, sagte sie klar, „gehst du jetzt nach vorn und backst Brötchen, und wir reden nie wieder darüber. Wenn du es willst, bleibst du. Alle drei. Aus freiem Willen. Sag es.“
Otto schluckte. Seine Augen waren dunkel, erwachsen in ihrer Gier, jung in der Ungeduld. „Ich will es. Scheiße, Miriam, ich will dich seit dem ersten Morgen. Und ich will, dass er zusieht. Dass er mitmacht. Sag du es auch, Julius. Damit ich weiß, dass ich hier nicht den Job verliere, weil ich deine Frau angefasst habe.“
„Du verlierst nichts“, sagte Julius heiser. „Ich will, dass du sie anfasst. Ich will zusehen, wie du sie fickst. Und ich will selbst in ihr sein, während du das tust. Nur wenn sie ja sagt.“
„Ja“, sagte Miriam. Das Wort kam aus der Tiefe ihres Bauches, nicht aus dem Kopf. „Ja. Alle beide. Jetzt.“
Sie zog Otto in die Umarmung, zwischen sich und Julius, und küsste ihn. Sein Mund war anders: forscher, ein bisschen ungeschickt am Anfang, dann lernend, hungrig, die Zunge tief. Julius stand hinter ihr, presste seinen schon harten Schwanz an ihren Hintern, küsste ihren Nacken, während Ottos Hände ihre Brüste durch das Hemd kneteten. Drei Körper in der warmen, mehligen Luft. Drei Ja, die niemand zurücknahm.
Sie sank auf die Knie zwischen sie. Der Steinboden war hart unter ihren Knien, warm von den Öfen. Sie öffnete Julius’ Hose zuerst, weil er ihr Mann war und weil sein Schwanz ihr so vertraut in die Hand sprang: dick, gerötet, die Eichel schon feucht. Dann Ottos. Der junge Schwanz war länger, straff, die Haut glatt, die Adern deutlich, und er zuckte in ihrer Faust, als hätte er nur auf diesen Moment gewartet.
„Fass ihn an“, sagte Julius. „Ich will sehen, wie dein Mund ihn nimmt.“
Miriam leckte erst über Julius’ Eichel, langsam, die Zunge flach, schmeckte Salz und Haut, dann schloss sie die Lippen um ihn und nahm ihn tief, bis er an ihren Rachen stieß. Speichel lief ihr aus dem Mundwinkel, glänzend, auf ihr Kinn. Sie arbeitete mit der Hand am Schaft, saugte, ließ ihn wieder herausgleiten und wandte sich Otto zu. Der stöhnte schon, bevor sie ihn berührte. Sie spuckte auf seine Eichel, verrieb es, und nahm ihn dann in den Mund, so tief sie konnte. Er war weniger geduldig. Seine Hand legte sich in ihr Haar, nicht grob, aber fordernd, und er schob sich vorsichtig vor, bis sie würgte und weitermachte, weil sie genau das wollte: dieses volle, sabbernde, unanständige Gefühl, zwei Schwänze abwechselnd zu verwöhnen, während die Backstube um sie herum nach Brot roch.
Sie wechselte. Julius tief, die Nase in seinem Schamhaar, dann Otto, die Wangen hohl, Speichelfäden von ihrer Unterlippe zu seinem Schaft. Ihre eigene Fotze pochte im Slip, nass, geschwollen. Julius fluchte leise. Otto sagte ihren Namen, als wäre es ein Fluch und ein Gebet.
„Hoch“, sagte Julius schließlich, die Stimme belegt. „Ich halt’s nicht aus, nur deinen Mund zu sehen. Er soll dich von hinten nehmen. Stehend. Und du nimmst mich weiter in den Hals.“
Otto half ihr hoch. Sie stützte die Hände auf den bemehlten Holztisch, der Rock wurde über ihre Hüften geschoben, der Slip zur Seite gezerrt. Kühle Luft, dann Ottos heiße Hand zwischen ihren Schenkeln. „Nass“, sagte er, fast ehrfürchtig, und dann dreckig: „Deine reife Fotze läuft ja schon. Die will einen jungen Schwanz.“
„Dann gib ihn ihr“, sagte Julius. Er stellte sich vor Miriam, den Schwanz in der Faust, und schob ihn ihr zwischen die Lippen, als Otto von hinten ansetzte.
Otto drang langsam ein, Zentimeter für Zentimeter, und Miriam stöhnte um Julius’ Schwanz herum. Voll. Heiß. Der junge Körper hinter ihr war hart, unermüdlich, die Hüften schmal und stark. Er fand seinen Rhythmus schnell: tiefe, harte Stöße, stehendes Doggy, ihre Brüste schaukelten unter dem Hemd, der Tisch knarzte. Jeder Stoß trieb sie nach vorn auf Julius’ Schwanz, tiefer in ihren Rachen, Speichel tropfte auf das Holz, mischte sich mit Mehl. Otto hielt ihre Hüften fest, die Finger gruben sich in das weiche Fleisch, und redete, während er sie fickte.
„So eine enge, nasse Fotze für eine Frau, die doppelt so alt ist wie ich. Spürst du, wie ich dich aufdehne? Dein Mann guckt zu. Er hält dir den Mund auf, während ich dich von hinten nehme. Sag’s, wenn du mehr willst. Nimm ihn tiefer. Schluck.“
Julius’ Hand lag an ihrer Wange. „Du siehst so versaut aus“, flüsterte er. „Meine Frau. Aufgespießt von unserem Lehrling und immer noch hungrig.“ Er fickte ihren Mund in kurzen, kontrollierten Stößen, nicht zu tief, weil er sie kannte, und doch genug, dass ihre Augen tränten und sie ihn trotzdem wieder haben wollte.
Otto wurde schneller. Das Klatschen von Haut auf Haut hallte zwischen den Öfen. Miriams erster Orgasmus kam ohne Warnung, eine heiße Welle, die ihre Schenkel zittern ließ, ihre Fotze krampfte sich um Ottos Schwanz, und sie schrie gedämpft um Julius herum. Otto lachte atemlos und fickte sie durch den Höhepunkt, hart, gleichmäßig, der junge Körper kannte noch keine Müdigkeit.
„Wechseln“, keuchte Julius. „Ich will in ihre Fotze. Und du…“ Er sah Otto an, eine Frage, keine Order. „Ihr Arsch. Wenn sie es will. Langsam. Mit allem, was wir haben.“
Otto zog sich aus ihr zurück. Miriam richtete sich auf, das Gesicht nass, die Lippen geschwollen, und nickte, bevor einer von beiden nachfragen konnte. „Ja. Beide. Gleichzeitig. Ich will euch beide in mir spüren, bis ich nicht mehr stehen kann. Öl ist in der Schublade. Nicht roh. Und ihr hört auf, wenn ich stopp sage.“
„Stopp heißt stopp“, sagte Otto sofort. Julius holte das Öl, wärmte es zwischen den Händen, und sie beugte sich wieder über den Tisch, diesmal mit Julius hinter ihr. Er rieb ihre nasse Fotze, schob zwei Finger hinein, dann seinen Schwanz, tief, vertraut, bis zum Anschlag. Sie seufzte, dieses heimische Vollsein, und dann spürte sie Ottos geölten Finger an ihrem engen Hintereingang, kreisend, fordernd, geduldig genug, um sie nicht zu zerreißen.
„Atmen“, sagte Otto. Seine Stimme war plötzlich ernst, erwachsen. „Drück dagegen. Ich dehne dich langsam.“
Ein Finger. Öl, Wärme, das brennende Nachgeben. Dann zwei. Miriam stöhnte, die Stirn auf den Unterarmen, während Julius in ihrer Fotze stillhielt und nur pochte. Als Otto seinen Schwanz ansetzte, klein, geölt, und sich Zentimeter für Zentimeter in ihren Arsch schob, riss ein Laut aus ihr, halb Schmerz, halb Lust, und sie sagte nicht stopp. Sie sagte: „Weiter. Langsam. Ja. So. Fickt mich. Alle beide.“
Sie waren in ihr. Julius tief in der nassen Fotze, Otto in ihrem gedehnten Arsch, die zwei Schwänze nur durch eine dünne Wand getrennt, und als sie anfingen, sich zu bewegen, gab es keinen Gedanken mehr, der nicht Körper war. Stoß und Gegenzug. Wenn Julius sich zurückzog, füllte Otto sie, und wenn Otto nachließ, rammte Julius wieder hinein. Der Tisch wanderte ein Stück über den Boden. Mehl stäubte auf. Miriams Brüste drückten sich gegen das Holz, die Nippel hart, ihr Bauch weich und zitternd.
„Hörst du das?“, knurrte Julius an ihrem Ohr. „Wie nass du bist. Wie dein Arsch meinen Lehrling schluckt. Du gehörst uns gerade, Miriam. Dieser reife Körper, diese gierige Fotze, dieses enge Loch. Komm noch mal. Komm auf unseren Schwänzen.“
Otto war weniger wortreich und dreckiger in den Stößen. „Eng. So verdammt eng. Ich spür ihn in dir. Ich spür, wie er dich fickt, während ich deinen Arsch dehne. Du zitterst ja. Noch mal. Ich will, dass du noch mal kommst, während wir dich aufspießen. Sag, wessen Schwanz dich härter macht.“
„Beide“, keuchte sie. „Ihr verdammten— beide. Härter.“
Sie gaben es ihr. Nicht roh bis zur Verletzung, aber hart, tief, unnachgiebig, der Rhythmus fand sich, ein Stampfen, das sie zwischen den zwei Körpern festnagelte. Julius’ Hand fand ihre Klitoris, rieb sie im Takt, nass und geschwollen. Ottos freie Hand lag auf ihrem unteren Rücken, hielt sie offen. Der zweite Orgasmus rollte länger, tiefer, zog sich von ihrer Fotze in den Arsch und zurück, und sie schrie diesmal laut, ohne Schwanz im Mund, den Namen ihres Mannes und dann Ottos, durcheinander, während ihre Beine nachgaben und nur die zwei Männer sie aufrecht hielten.
Sie kamen nicht sofort. Sie fickten sie durch das Zittern, noch ein Dutzend Stöße, fünfzehn, bis Julius zuerst kam, tief in ihrer Fotze, heiß, stoßweise, der vertraute Schwall, und sein Stöhnen brach an ihrem Nacken. Otto folgte Sekunden später, zog sich fast heraus und schob sich wieder hinein, als er in ihrem Arsch abspritzte, die Hüften zuckend, ein junges, hilfloses Keuchen, das nicht zu der Kraft passte, mit der er sie gerade genommen hatte. Miriam kam ein drittes Mal, kleiner, schärfer, ein Nachbeben, das sie zwischen den zwei schweißnassen Körpern zerlegte, bis sie nur noch zitterte und sich am Tisch festkrallte.
Danach war es still bis auf das Ticken der Öfen und drei Menschen, die Atem holten.
Otto zog sich vorsichtig zurück. Julius auch. Samen lief aus ihr, warm an den Schenkeln, Öl glänzte, Mehl klebte an Knien und Handflächen. Julius holte ein sauberes Tuch aus der Schublade, zu schnell, zu geübt, als hätte er das schon im Kopf geprobt, und reichte es ihr, ohne sie anzusehen. Otto stand mit heruntergelassener Hose da, plötzlich wieder neunzehn, die Ohren rot, und wusste nicht, wohin mit den Händen.
„Das war…“, fing er an.
„Zieh dich an“, sagte Julius. Nicht hart. Nur fertig. „Die Brötchen müssen in zehn Minuten in den Ofen. Der Lieferant kommt um sechs.“
Miriam richtete den Rock. Der Stoff klebte. Zwischen ihren Beinen pochte es, wund und befriedigt und schon nicht mehr nur das. Sie suchte Julius’ Blick. Er küsste sie auf die Schläfe, flüchtig, wie man eine Tür schließt, und ging zum Ofen, als wäre die letzte halbe Stunde ein Blech, das man abgezogen hatte.
Otto band die Schürze neu. An der Tür blieb er stehen, so wie am Morgen, nur dass das Verlangen in seinen Augen jetzt etwas anderes war: Unsicherheit, und darunter eine Frage, die er nicht stellte. „War das in Ordnung?“, sagte er leise. „Für dich. Nicht für ihn. Für dich.“
„Ja“, sagte Miriam. Und als das Wort draußen war, saß es falsch in ihrem Mund. Nicht weil sie gelogen hätte. Sie hatte es gewollt. Sie war gekommen, dreimal, zwischen ihnen, und ihr Körper summte noch. Aber Julius’ Rücken am Ofen war ihr fremd, und Ottos junge Stimme in der Stille klang nach etwas, das sich nicht mehr in die Backstube zurücklegen ließ wie ein Nudelholz. Sie strich Mehl von der Tischkante und fand darunter eine feuchte Stelle, Speichel und Öl, und wischte sie weg, bis das Holz wieder nur Holz war.
Draußen wurde es hell. Der erste Kunde würde klingeln. Miriam stand zwischen dem Ofen und der Tür, den Slip noch feucht, den Ehering voller Mehl, und spürte, wie die Lust abkühlte und etwas anderes blieb: kein Schrei, kein Nein, nur ein leiser, hartnäckiger Zweifel, der sich nicht abwaschen ließ. Sie hatte ja gesagt. Sie würde es vielleicht wieder sagen. Und trotzdem, während Julius die Ofentür öffnete und Otto sich die Hände wusch, ohne sie anzusehen, wusste sie, dass etwas zwischen ihnen dreien nicht mehr heil war, und dass keiner von ihnen heute Morgen den Mut haben würde, es auszusprechen.
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