Entdeckt in der Tinte des Unbekannten
Danielle, 28-jährige Archäologin, wird in einer verlassenen Bibliothek von einem tentakelbewehrten Tintewesen entdeckt, das sie zärtlich und fordernd mit seinen warmen Tentakeln nimmt.
Die schwere Tür der Bibliothek gab nach, als Danielle die Schulter dagegenstemmte. Staub wirbelte im schmalen Streifen Abendlicht auf, der durch die hohen, blind gewordenen Scheiben fiel. Achtundzwanzig war sie, Archäologin mit staubigen Stiefeln und einer Ungeduld, die sie durch mehr verlassene Herrenhäuser getrieben hatte, als sie zählen mochte. Dieses hier, am Rand eines vergessenen Parks, stand seit einem Jahrhundert leer. Die Regale rochen nach Leder, Schimmel und etwas Süßem, das nicht zu altem Papier passte.
Sie stellte die Lampe auf einen Tisch und ging die Reihen ab. Die meisten Bände waren tot, ihre Rücken gebrochen, die Goldprägung abgeblättert. Ganz hinten, auf einem Pult, das niemand abgestaubt hatte, lag ein Buch ohne Titel. Der Einband war schwarz und feuchtglänzend, als wäre Tinte nie ganz getrocknet. Als ihre Fingerspitzen die Kante berührten, zog sich etwas unter dem Leder zusammen. Warm. Lebendig.
Danielle hielt den Atem an. Sie hatte Gräber geöffnet, Siegel gebrochen, Knochen in den Händen gehalten. Das hier war anders. Das Buch pochte gegen ihre Handfläche, ein langsamer Schlag, der sich ihrem Puls anglich. Sie schlug es auf.
Die Seiten waren nicht beschrieben. Sie waren flüssig. Schwarze Tinte hob sich, formte Ranken, zog sich zu einem Schatten zusammen, der über den Rand quoll und auf die Dielen tropfte. Der Tropfen blieb nicht liegen. Er kroch, verdichtete sich, wuchs. Aus der Pfütze stieg eine Gestalt, größer als sie, schulterbreit, mit einer Männerbrust, die wie polierter Obsidian glänzte. Kein Gesicht im gewöhnlichen Sinn, nur die Andeutung eines Mundes, eines Kinns, und Augen aus tieferem Schwarz, in denen ein Glanz lag, der sie ansah. Aus Rücken und Unterarmen lösten sich Tentakel, glatt, warm, von der Dicke eines Handgelenks bis hin zu feinen Spitzen, die in der Luft tasteten.
Jahrhundertelang, dachte sie, und der Gedanke kam nicht von ihr allein. Das Wesen hatte gewartet. Einsam. Hungrig nicht nach Fleisch, sondern nach Berührung. Die Spannung zwischen ihnen knisterte so deutlich, dass ihr die Haut an den Armen kribbelte. Sie hätte zurückweichen können. Die Tür stand offen. Stattdessen blieb sie stehen, die Lampe hinter sich, und ließ den Blick über die glänzende Brust wandern, über die Art, wie die Tentakel sich bewegten, neugierig, nicht gierig. Ihr eigener Körper antwortete, bevor sie es beschloss: Wärme zwischen den Schenkeln, ein Ziehen tief im Bauch, die Brustwarzen hart unter dem Hemd.
„Du bist kein Einband“, flüsterte sie. Ihre Stimme war heiser. „Du bist darin gefangen gewesen.“
Ein Tentakel hob sich, zögerte eine Handbreit vor ihrer Wange. Sie neigte den Kopf nicht weg. Die Spitze strich über ihre Haut, warm wie Badewasser, glatt wie Öl, und ein leises Geräusch entkam ihr, halb Überraschung, halb Lust. Das Wesen neigte den Kopf. In den schwarzen Augen lag etwas, das sie als Erkennen las. Gegenseitig. Es begehrte sie, so klar, wie sie es begehrte, und die Bibliothek schien enger zu werden um dieses Wissen.
Sie öffnete den obersten Knopf ihrer Bluse. Dann den nächsten. Der Stoff klaffte, zeigte den Ansatz ihrer Brüste, die helle Haut, den einfachen schwarzen BH. „Ich will das“, sagte sie leise, und meinte es. „Ich will dich. Wenn du mich auch willst, dann nimm mich. Ganz.“
Die Antwort war kein Wort. Mehrere Tentakel glitten gleichzeitig über sie, einer an der Kehle entlang, einer um die Taille, zwei, die ihre Bluse weiter auseinanderzogen, ohne zu reißen. Sie genoss jeden Strich. Als eine Spitze über die Kuppe ihrer Brust strich, durch den Stoff hindurch, stöhnte sie offen. Ihre Knie wurden weich. Sie trat rückwärts, bis die Kante des alten Schreibtischs ihre Oberschenkel traf, und setzte sich darauf, die Beine schon auseinander. Staub klebte an ihren Handflächen. Es war ihr gleich.
„Hier“, sagte sie. „Auf dem Tisch. Ich lege mich hin. Ich bitte dich darum.“
Sie streifte die Bluse ab, hakte den BH auf, warf beides neben die Lampe. Ihre Brüste waren voll, die Nippel dunkel und steif in der kühlen Luft. Sie öffnete die Hose, schob sie mit dem Slip über die Hüften, streifte die Stiefel ab, bis sie nackt auf dem Holz lag, achtundzwanzig Jahre Haut und Neugier und nasse Hitze. Zwischen ihren Schenkeln glänzte es schon. Sie spreizte die Knie und sah das Wesen an.
„Komm.“
Es kam. Die humanoide Gestalt trat zwischen ihre Beine, die Tentakel fächerten sich aus wie ein lebendiges Netz. Zwei legten sich um ihre Handgelenke, nicht fest genug, um zu schmerzen, fest genug, um sie zu halten, und sie nickte, damit es wusste, dass das Halten gewollt war. Zwei weitere ringelten sich um ihre Brüste. Die Spitzen waren weich und saugten sich an ihren Nippeln fest, ein nasser, rhythmischer Zug, der ihr einen Laut aus der Kehle riss. Sie wölbte den Rücken. Jeder Sauger massierte, kreiste, zog, ließ los und setzte neu an, bis ihre Brustwarzen pochten und jeder Zug direkt in ihre Muschi schoss.
Zwischen den Tentakeln formte sich aus der schwarzen Substanz ein Phallus, dick, glatt, ohne Adern, mit einer breiten Eichel, die im Lampenlicht schimmerte. Er strich über ihre Schamlippen, teilte sie, rieb über die Klitoris, bis sie fluchte und die Hüften hob.
„Rein“, keuchte sie. „Bitte. Tief.“
Er drang ein. Langsam zuerst, dann in einem langen, gleitenden Stoß, der sie ausfüllte, bis sie meinte, keinen Platz mehr in sich zu haben. Die Tinte war warm, fester als sie erwartet hatte, und glitt trotzdem ohne Reibungsschmerz, nur Druck, Dehnung, ein Vollsein, das ihr die Augen zufallen ließ. Er zog sich zurück und stieß wieder, tiefer, und der Schreibtisch knarrte unter ihr. Die saugenden Tentakel an ihren Nippeln hielten den Takt. Ein dritter, dünnerer, fand ihre Klit und umkreiste sie mit feuchten, präzisen Bewegungen, nicht zu hart, genau dort, wo sie es brauchte.
„Ja“, stöhnte Danielle. „So. Härter. Halt mich fest und fick mich.“
Die Dynamik kippte, ohne dass das Einverständnis brach. Die Tentakel an ihren Handgelenken zogen ihre Arme über den Kopf, öffneten sie, machten sie weit. Der Phallus wurde etwas dicker in ihr, füllte sie bis zum Rand, und die Stöße wurden tiefer, bestimmter, dominant in dem Sinn, dass er den Rhythmus vorgab und sie ihn nahm, weil sie ihn wollte. Nasse Geräusche füllten die Bibliothek, ihr Keuchen, das leise Schmatzen der Sauger an ihren Brüsten. Sie kam das erste Mal schnell, ein scharfer, heller Orgasmus, der ihre Muschi um den Tintenschwanz krampfen ließ. Sie schrie nicht laut, sie biss sich auf die Lippe und zitterte, und er fickte sie durch die Wellen hindurch, ohne aufzuhören, bis das Zittern in neues Verlangen umschlug.
„Dreh mich“, flüsterte sie, als sie wieder sprechen konnte. „Von hinten. Ich will dich so. Und im Mund. Wenn du das kannst. Ich will es.“
Die Tentakel lösten sich von ihren Gelenken nur lange genug, um sie zu wenden. Sie kam auf alle Viere, die Stirn fast auf dem staubigen Holz, den Hintern gehoben, die Knie gespreizt. Der Anblick, den sie ihm bot, machte sie noch nasser. Er drang von hinten ein, ein einziger, tiefer Stoß, der sie nach vorn schob, und sie stöhnte in die Armbeuge. Diese Position war enger, der Winkel traf etwas in ihr, das sie die Zehen krümmen ließ. Seine Hände, soweit man sie so nennen konnte, oder zwei dicke Tentakel, hielten ihre Hüften und zogen sie bei jedem Stoß zurück auf ihn.
Ein weiterer Tentakel glitt an ihrer Wange entlang, wartete. Sie öffnete den Mund und nahm ihn auf. Glatt, warm, nicht so dick wie der in ihrer Muschi, aber genug, um ihre Zunge zu füllen und ihre Lippen zu dehnen. Sie saugte, ließ ihn tiefer, bestimmten selbst, wie weit, und er folgte ihrem Tempo, schob sich vor und zurück, während er sie von hinten nahm. Speichel lief ihr am Kinn herab. Ein dritter Tentakel fand von unten ihre Klit, legte sich darum, vibrierte in einem feinen, stetigen Puls, der nicht nachließ.
Sie war voll. Mund, Muschi, die Nippel wieder eingefangen von zwei Saugern, die unter ihr hingen und zogen, während ihre Brüste bei jedem Stoß schwangen. Der Staub des Schreibtischs klebte an ihren Knien. Die Lampe warf ihre Schatten an die Regale, ein Gewirr aus Gliedern und schwarzen Ranken. Sie dachte nicht an Flucht. Sie dachte daran, wie gut es war, gehalten zu werden, gefickt zu werden, den Mund voll zu haben und trotzdem mit einem Nicken, einem Stöhnen, einem Zurückdrücken der Hüften zu sagen: mehr.
Er gab mehr. Die Stöße wurden härter, der Tentakel in ihrem Mund vorsichtiger, als spürte er, wo ihre Grenze lag, und blieb davor. Die Klaue aus Lust an ihrer Klit wurde enger, schneller. Danielle kam ein zweites Mal, lauter, der Schrei gedämpft um den Tentakel, ihr ganzer Körper ein Bogen. Ihre Muschi melkte den Phallus, nass und gierig, und sie spürte, wie etwas Warmes, Dickflüssiges in sie pumpte, Tinte, die nicht kalt war, die sich in ihr ausbreitete und sie noch voller machte. Der Tentakel in ihrem Mund zog sich zurück, damit sie atmen und stöhnen konnte, und ein Schwall derselben Wärme lief über ihre Zunge, salzig-süß, nicht wie Samen, den sie kannte, sondern wie etwas Älteres. Sie schluckte, weil sie es wollte, und leckte die Spitze, als sie wieder an ihren Lippen vorbeistrich.
Er fickte sie weiter, langsamer jetzt, durch das Nachbeben, bis auch er nachließ. Die Tentakel an ihren Nippeln lösten sich mit einem letzten, zärtlichen Zug. Der Phallus glitt aus ihr, und warme Tinte lief an ihren Schenkeln herab, über die Kante des Schreibtischs, auf die Dielen, wo sie nicht liegen blieb, sondern zurückkroch zu der Gestalt.
Danielle blieb einen Moment auf allen Vieren, atmend, die Stirn auf dem Unterarm. Dann drehte sie sich um und setzte sich, nackt, zerzaust, die Innenseiten der Schenkel schwarzglänzend. Das Wesen stand vor ihr, schon weniger fest, die Ränder seiner Gestalt flossen. Es hatte sie genommen, wie sie gebeten hatte. Dominant, ja. Und nur, weil sie es so gewollt hatte, bei jedem Schritt, mit offenen Augen und offenen Worten.
„Das war…“, begann sie und lachte leise, heiser. „Ich komme wieder. Morgen. Wenn du noch hier bist.“
Es neigte den Kopf. Eine Tentakelspitze strich ein letztes Mal über ihre Wange, fast zärtlich, und zog sich dann zurück. Die Gestalt löste sich, floss über den Boden, die Regale hinauf, zurück in das aufgeschlagene Buch. Die Seiten schlossen sich von selbst. Der Einband lag still, trocken jetzt, gewöhnlich.
Danielle zog sich an. Die Bluse klebte an der noch feuchten Haut. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, nahm die Lampe und das Buch, wog es in der Hand. Schwer, tot, ein Fundstück für ihre Notizen. Sie glaubte, sie hätte es wieder eingeschlossen. Sie glaubte, sie würde morgen frei entscheiden, ob sie zurückkehrte oder das Buch in ihrer Tasche in ein Archiv trug, wo es nur Papier wäre.
Unter ihrer Haut, dort, wo der Puls am Hals schlug, lag ein Faden schwarzer Tinte, den sie nicht sehen konnte. Er bewegte sich mit ihrem Herzschlag. Das Wesen im Einband wusste es. Es wusste, dass das Siegel nicht mehr das Buch hielt, sondern sie. Sobald sie die Schwelle des Herrenhauses überschritt, würde es in ihrem Schatten mitgehen, still, geduldig, schon frei. Es ließ sie glauben, sie ginge allein.
Danielle löschte die Lampe nicht sofort. Sie sah noch einmal auf das geschlossene Buch, lächelte, ein wenig wund, ein wenig stolz, und steckte es in ihre Tasche. Dann ging sie zur Tür, und die Bibliothek ließ sie ziehen, als wäre nichts geschehen.
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