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Verbotene Pinselstriche: Bitte, Julius

Camila, 28-jährige Kunststudentin, lässt den nigerianischen Maler Julius, 32, als Aktmodell posieren und endet damit, dass sie selbst nackt auf dem Sofa von ihm gefickt wird.

17 min read October 22, 2026New

Camila schob das Fenster einen Spalt auf, weil das Terpentin in der kleinen Wohnung in Neukölln schon an den Zähnen klebte und weil sie sich einredete, frische Luft sei das Einzige, was ihr noch fehle. Sie war achtundzwanzig, im letzten Semester an der Universität der Künste, und das Abschlussprojekt lag ihr seit Wochen im Nacken wie ein zu enger Rollkragen. Auf dem Zettel am Kühlschrank stand nur eine Uhrzeit, halb drei, und darunter ein Name, den sie schon dreimal neu geschrieben hatte, weil die erste Version zitterte. Julius.

Er kam nicht pünktlich, sondern so knapp daneben, dass es nach Absicht roch. Zweiunddreißig, Austauschmaler aus Lagos, die Mappe unter dem Arm, das Lächeln schon im Treppenhaus fertig. Als sie öffnete, neigte er den Kopf, weil der Rahmen ihn sonst an der Stirn erwischt hätte. Das weiße Hemd spannte über der Brust. Im schlechten Berliner Licht, das nie wusste, ob es Nachmittag oder Entschuldigung sein wollte, wirkte seine Haut tiefbraun und warm, und Camila vergaß für eine Sekunde, dass sie diejenige mit dem Terminplan war.

„Du hast geschrieben, ich soll mitbringen, was ein Aktmodell braucht“, sagte er und zeigte die leeren Handflächen. „Ich habe mich an die Ausschreibung gehalten. Nichts Überflüssiges. Sehr effizient. Man könnte fast stolz auf mich sein.“

„Herein. Schuhe aus. Und keine Witze, bevor du die Kohle gesehen hast.“

„Zu spät.“ Er stellte die Mappe an die Wand und sah sich um, als würde er den Raum nicht betreten, sondern begutachten. Staffelei, durchgesessenes Sofa, ein Teller mit trockenen Apfelschnitzen, ein Radio, das aus Prinzip schwieg. „Klein. Hell genug. Riecht nach jemandem, der Angst vor Fehlern hat.“

„Ich habe Angst vor schlechten Proportionen.“

„Das ist dasselbe, nur teurer im Studium.“

Sie deutete auf den Hocker vor der Staffelei und hasste, wie schulmeisterlich ihr Finger dabei aussah. Julius knöpfte das Hemd auf, ohne Theater und ohne Eile. Jeder Knopf war ein kleiner Kommentar, den er nicht aussprach. Als der Stoff fiel, stand sein Oberkörper im Gegenlicht: breit, die Muskeln nicht für eine Bühne poliert, sondern so, als hätte er Leinwände geschleppt, Wände gestrichen und irgendwann beschlossen, dass Schultern eine eigene Grammatik sind. Die Haut dunkelte über den Schlüsselbeinen und glänzte leicht am Brustbein. Camila griff nach der Kohle. Ihre Finger waren schon feucht, und das lag nicht am Terpentin.

„Hose auch“, sagte sie.

„Sag bitte.“

„Das steht nicht in der Vereinbarung.“

„Dann ist die Vereinbarung unvollständig.“ Er hakte die Daumen in den Bund und wartete, das Grinsen schief und freundlich und absolut unbrauchbar für ihre Nerven. „Ich modelliere nicht für Leute, die mich wie ein Möbelstück abbauen. Auch nicht in Berlin. Besonders nicht in Berlin.“

Sie schluckte. Der Satz, den sie hätte sagen können, eine trockene Anweisung, ein Hinweis auf Professionalität, löste sich auf, bevor er den Mund erreichte. „Bitte.“

Die Hose fiel. Die Shorts auch.

Und da stand er. Der Schwanz lag schwer zwischen kräftigen Schenkeln, dunkel, ruhig und trotzdem von einer Ruhe, die log, die Eichel ein wenig heller, die Haut am Ansatz noch dunkler, wo das kurze Kraushaar begann. Camila starrte eine Sekunde zu lang. Wärme schoss ihr in den Hals, eine dumme, sofortige Wärme, die nichts mit der Heizung zu tun hatte. Dann riss sie den Blick zur Schulter, wie man ein Blatt umdreht, das man schon gelesen hat und dessen letzte Zeile man trotzdem noch einmal wissen will.

„Verklemmte deutsche Präzision“, sagte Julius mild. „Du guckst, als müsstest du mich erst genehmigen. Stempel, Datum, Unterschrift. Dann darf der Körper existieren.“

„Ich gucke, weil ich zeichne.“

„Du zeichnest, weil du guckst. Reihenfolge, Camila. Das ist der ganze Unterschied zwischen Lagos und deinem Lineal.“

Sie setzte den ersten Strich. Die Schulterlinie missriet, zu steil, zu brav. Der zweite wurde dünn, dort, wo sie hätte dunkler werden müssen, an der Hüfte, wo das Licht brach. Er hielt die Pose, Gewicht auf dem rechten Bein, Kopf leicht gesenkt, und redete trotzdem leise, damit sie nicht behaupten konnte, er störe die Kunst.

„Dein Handgelenk ist steif. So malt man Steuererklärungen. So meldet man einen Hund an.“

„So malt man Anatomie.“

„Anatomie atmet. Dein Blatt atmet nicht. Es entschuldigt sich bei der Kommission.“

Sie biss sich auf die Lippe. Zwischen seinen Beinen lag er unübersehbar, und jedes Mal, wenn sie die Augen senkte, um die Innenlinie des Oberschenkels zu prüfen, blieb der Blick hängen. Sie drückte die Schenkel unter dem Kittel zusammen und tat so, als wäre das eine Frage der Sitzhaltung. Der Kittel war ein Fehler gewesen. Darunter trug sie nur einen Slip, eine professionelle Grenze, die sich schon feucht anfühlte, wenn sie sich bewegte. Julius sah das Zittern in ihrem Handgelenk. Maler sahen alles, was sich bewegte, und was sich nicht bewegen durfte, noch mehr.

„Wenn du noch einmal so auf meinen Schwanz schaust, berechne ich ihn als zweites Modell“, sagte er. „Zuschlag für schwierige Perspektive. Und für die Tatsache, dass du rot wirst. Rot ist übrigens die ehrlichste Farbe in diesem Raum. Nimm die. Die Kohle lügt schon.“

„Julius.“

„Camila.“ Er sprach ihren Namen, als probiere er eine Farbe auf dem Handrücken. „Dein Pinsel zittert.“

„Das ist Kohle.“

„Dann zittert deine Kohle. Fachlich dasselbe.“ Er verließ die Pose nicht sofort, nur die Stimme wurde wärmer, frecher. „Verbotene Pinselstriche. Steht auf deinem Zettel, unter meinem Namen, in einer Schrift, die so tut, als wäre sie sachlich. Ich habe ihn gelesen, als du Wasser geholt hast. Frech von dir, ein Projekt so zu nennen und dann zu tun, als wäre ich eine griechische Vase mit Sicherheitsabstand.“

Die Kohle brach zwischen ihren Fingern. Ein schwarzes Brösel fiel auf ihren Oberschenkel, dort, wo der Kittel aufgegangen war. Sein Blick folgte dem Brösel, erst aufmerksam, dann, ganz langsam, ohne jede akademische Ausrede, hungrig.

„Du solltest nicht an meinem Kühlschrank lesen.“

„Du solltest nicht so atmen, wenn du meine Leiste zeichnest.“ Er trat aus der Pose. Ein Schritt, dann noch einer, barfuß auf dem abgeschabten Parkett. Er roch nach Seife und nach warmer Haut, ein bisschen nach dem Regen, der draußen auf der Feuerleiter tickte. Nah genug, dass sie die Hitze seines Körpers spürte, ohne ihn schon ganz zu berühren. „Komm her.“

„Ich bin mitten in der Kontur.“

„Die Kontur ist falsch, solange du sie nur anguckst.“ Er nahm ihre Hand, die mit den Kohlestaubfingern, und legte sie flach auf seine Brust. Die Haut war heiß. Darunter schlug das Herz ruhiger als ihres, was sie persönlich als Beleidigung empfand. „Richtig anfassen. Form verstehen. Das hast du selbst in die Mail geschrieben. Haptische Studie. Klang sehr seriös. Fast wie eine Genehmigung, die sich schämt.“

Camila hätte die Hand wegziehen können. Sie tat es nicht. Ihre Finger spreizten sich über dem Brustmuskel, wanderten zur Brustwarze, die sich unter der Berührung zusammenzog, klein und hart. Julius atmete aus, ein amüsiertes Geräusch, das trotzdem tiefer saß als ein Witz.

„Siehst du. Jetzt stimmt die Proportion. Vorher war das eine Vermutung mit Anspruch auf Objektivität.“

„Du bist unmöglich.“

„Ich bin verfügbar. Das ist schlimmer, sagt man mir.“

Sie lachte, und das Lachen blieb ihr in der Kehle stecken, weil die andere Hand von selbst an seine Hüfte gefunden hatte. Daumen auf dem Knochen. Die Kuppe strich tiefer, durch das kurze Kraushaar, bis sie die Wurzel seines Schwanzes berührte. Er wurde unter ihrer Hand schwerer, länger, die Haut spannte sich, dunkel und glatt, die Eichel schon feucht. Sie schloss die Finger darum, so weit sie reichten, und spürte das Pochen. Zwischen ihren eigenen Beinen zog sich alles zusammen, nass und ungeduldig, und der Slip war endgültig keine Grenze mehr, nur noch ein Beweis.

„Das ist keine Studie mehr“, flüsterte sie.

„Doch. Feldstudie. Sehr deutsch von dir, mitten im Übergriff noch die Methode zu nennen.“ Er legte seine Hand über ihre, nicht um sie zu führen, nur um sie da zu halten. „Du darfst Notizen machen, wenn deine Hände wieder frei sind. Ich bezweifle, dass sie frei werden wollen.“

Beide lachten, zu laut für den kleinen Raum. Irgendwo im Haus schlug eine Tür. Der Regen tickte. Das Lachen kippte nicht weg, es wurde nur enger, wärmer, und Camila merkte, dass sie ihn anstarrte, als wäre der nächste Strich kein Strich, sondern ein Satz, den sie seit dem Kühlschrankzettel übte.

Sie legte die Kohle auf die Staffelei, so vorsichtig, als könnte Lärm die Entscheidung rückgängig machen. Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen, fasste seinen Nacken und küsste ihn. Nicht prüfend. Hungrig, mit dem Mut von jemandem, der die eigene Angst satthat. Sein Mund war warm. Er schmeckte nach dem Apfelschnitz, den er offenbar doch genommen hatte, und nach etwas, das keine Frucht war. Er küsste nicht sofort zurück. Eine Sekunde lang hielt er sie nur, die großen Hände an ihrer Taille, und sie spürte die Frage in dem Halten, klarer als jede Mail.

Sie löste den Mund gerade weit genug. Die Stimme war heiser, ohne Witz, obwohl der Witz noch im Raum herumstand und zuhörte.

„Bitte, Julius.“

Da küsste er sie zurück, als hätte er auf genau diesen Satz gewartet und als würde er ihn trotzdem nicht als Formular abheften. Seine Zunge fand ihre, langsam, dann tiefer. Seine Hände schoben den Kittel auseinander. Der Slip war feucht unter seinen Fingern, als er darüberstrich, und er lachte leise an ihrem Mund, ein Laut, der sie gleichzeitig ärgerte und noch nasser machte.

„Professionell“, murmelte er.

„Halt die Klappe und küss mich weiter.“

„Sag noch einmal bitte. Ich mag, wie du dabei die Präzision verlierst.“

„Bitte.“

Er hob sie hoch. Camila quietschte, lachte, schlug ihm halbherzig auf die Schulter, und die Staffelei wackelte, als ihr Fuß die Leiste streifte. Ein Kohlestück rollte über den Boden und blieb unter dem Sofa liegen, als hätte es beschlossen, nicht hinzusehen. Julius trug sie die drei Schritte, als wöge sie eine Mappe, die er nicht ablegen wollte, und ließ sie in die Kissen fallen. Alter Samt, ein bisschen Staub, sehr viel sie. Er kniete sich zwischen ihre Beine, schob den Kittel ganz auf und sah sie an, den Blick eines Mannes, der sowohl malen als auch sie verschlingen wollte und sich für heute für das Zweite entschieden hatte.

„Letzte Chance, die Sitzung abzubrechen“, sagte er, und der Witz darin war dünn genug, dass die Ernsthaftigkeit durchschien. „Ich kann wieder auf den Hocker. Ich werde mich beschweren, laut und künstlerisch. Aber ich gehe, wenn du es sagst.“

Camila zog ihn am Nacken nach unten, bis ihre Stirn an seiner lag. „Wenn du jetzt auf den Hocker gehst, male ich dich mit einem Messer. Und ich kann nicht mit Messern. Es wird hässlich. Bleib.“

„Einverständnis durch Drohung mit schlechter Kunst.“ Er grinste, küsste sie kurz, hart. „Sehr Berlin. Ich bleibe.“

Er zog ihr den Slip aus, langsam genug, dass sie die eigene Ungeduld hörte, und küsste die Innenseite ihres Knies, dann höher, dort, wo die Haut dünner und ungeduldiger wurde. Camila ließ den Kopf in das Kissen sinken. Ihre Muschi war geschwollen, die Schamlippen glänzten, die Klitoris stand unter der kleinen Haube hervor, als hätte sie die ganze Stunde mitgezeichnet und jetzt die Kritik einforderte. Julius blies leicht darüber, nur um sie zucken zu sehen, und grinste gegen ihren Oberschenkel.

„Empfindlich. Hätte ich das gezeichnet, bevor ich es probiert hätte, wäre die Studie eine Lüge mit gutem Licht geworden.“

„Julius. Leck mich, oder ich werde unhöflich.“

„Du bist schon unhöflich. Das mag ich an dir mehr als deine Kohle.“

Er senkte den Mund. Die erste Berührung war breit, die Zunge flach, von unten nach oben, ein langer Strich, der sie ganz öffnete. Camila stöhnte, die Hand in seinem kurzen Haar. Er leckte sie, als hätte er Zeit und als wäre Zeit das eigentliche Material, nicht sie, nicht er, sondern das, was zwischen Zunge und Nässe passierte.

Die Zungenspitze kreiste um die Klitoris, dann saugte er, vorsichtig zuerst, dann gieriger, und zwei Finger klopften an, warteten, glitten hinein, als sie die Hüften hob und ihm damit die Antwort gab, die kein Satz mehr verbessern konnte. Nass. Eng. Er krümmte die Finger, fand die Stelle, die sie zum Fluchen brachte, und lachte gegen ihre Muschi. Das Vibrieren saß mitten in der Lust.

„Fluch auf Deutsch“, sagte er, ohne den Mund wirklich wegzunehmen. „Das klingt wie eine Behörde, die endlich nachgibt.“

„Fick dich.“

„Gleich. Erst du. Reihenfolge, schon vergessen?“

Er leckte fester, die Finger im gleichen Takt, der Daumen ersetzte kurz die Zunge, drückte, rieb, dann war der Mund wieder da und nahm ihre Klitoris zwischen die Lippen, als gehöre sie dorthin. Camila spürte, wie sich alles zusammenzog, Bauch, Schenkel, der dumme Gedanke an Proportionen, der endlich die Klappe hielt. Sie kam mit einem hellen, überraschten Laut, die Fersen in seinem Rücken, die Muschi pulsierend um seine Finger, und er leckte sie durch den Orgasmus, langsam werdend, nicht aufhörend, bis sie seine Stirn wegzog, lachend, atemlos, ein bisschen wütend vor Wohlgefühl.

„Zu viel. Gott. Zu gut. Ich hasse dich ein bisschen.“

Julius wischte sich den Mund am Handrücken ab und küsste ihren Bauch, knapp unter dem Nabel, dort, wo sie noch zuckte. „Note eins plus. Anmerkung: Kandidatin wird laut und undankbar. Gefällt mir.“

„Komm her.“ Sie setzte sich auf, noch weich in den Knien, und drückte ihn in die Kissen. Sein Schwanz stand voll, dick, die Adern unter der dunklen Haut, die Eichel feucht und ein wenig heller als der Schaft. Sie nahm ihn in die Hand und konnte die Finger nicht schließen. Ein ehrlicher Fluch rutschte ihr heraus. „Das wird eine Studie in Demut.“

„Oder in Ehrgeiz. Du wirkst ehrgeizig. Das habe ich schon an deiner Mail gesehen. Drei Anhänge für eine Pose.“

Sie beugte sich vor und leckte von der Wurzel bis zur Spitze, schmeckte Salz, schmeckte sich selbst noch an der Luft zwischen ihnen. Seine Hand legte sich an ihre Wange, nicht drückend, nur da. Dann nahm sie ihn in den Mund. Die Eichel füllte sie sofort. Sie entspannte den Kiefer, ging tiefer, spürte ihn am Gaumen, zog sich zurück, Speichel glänzend auf der dunklen Haut, und nahm ihn wieder, weiter, bis die Augen tränten und sie ihn trotzdem behielt.

Julius stöhnte. Der Witz war für einen Moment weg, und sie mochte diesen Moment fast so sehr wie den Witz.

„Camila. Scheiße. Genau so. Tief. Ja.“

Sie saugte, die Hand um das, was nicht in ihren Mund passte, die andere an seinen Eiern, vorsichtig, dann fester, als er die Hüften kaum merklich hob und sofort wieder hielt. Er fragte mit der Hand in ihrem Haar, die wartete. Sie nickte, so gut es ging, und er schob sich ein Stück tiefer, nicht brutal, nur deutlich, weil sie es wollte und er es an ihrem Nicken gesehen hatte. Sie würgte einmal, lachte mit vollem Mund, was absurd und vibrierend klang, und er lachte auch, heiser, die Bauchmuskeln zuckend.

„Nicht lachen. Das ist eine Vibration, für die ich nicht ausgebildet bin. Ich verliere hier die Haltung.“

Sie ließ ihn herausgleiten. Ein Faden Speichel verband ihre Lippe mit der Eichel, und sie leckte ihn weg, langsam, nur um sein Gesicht zu sehen. „Trainiert wird später. Noch mal.“

Sie nahm ihn wieder tief, bis die Nase fast das Kraushaar berührte, hielt ihn, schluckte um ihn herum, und Julius fluchte, erst leise, dann so, dass die Feuerleiter es hätte hören müssen. Als sie ihn freigab, war sein Schwanz nass, hart, zuckend, und ihr Kinn glänzte.

„Dreh dich“, sagte er, die Stimme rau. „Wenn du willst, dass ich dich hart nehme, sag es. Kein Pinseldeutsch. Keine Studie.“

Sie war schon auf den Knien, Unterarme auf der Sofalehne, der Rücken durchgedrückt, und sah über die Schulter. Ihr Mund war geschwollen vom Blasen, die Augen klar. „Ich will, dass du mich von hinten fickst. Hart. Jetzt.“

„Bitte?“

Sie schnaubte, grinste, schob ihm den Hintern entgegen. „Bitte, Julius. Fick mich. Richtig. Durch.“

Er stellte sich hinter sie. Eine Hand auf ihrer Hüfte, die andere führte die Spitze durch ihre Nässe, rieb über die Klitoris, teilte die Schamlippen. Camila drückte sich zurück und nahm die erste Dehnung mit einem langen Stöhnen. Er schob sich hinein, langsam für die ersten Zentimeter, weil er groß war und sie trotz allem gedehnt wurde, ein Brennen, das sofort in Wärme kippte, in Fülle, in den Gedanken, dass Papier nie so ehrlich gewesen war.

„Okay?“

„Ja. Mehr. Nicht höflich. Ich will dich ganz.“

Er gab ihr mehr, bis zum Ansatz, hielt inne, ließ sie sich um ihn schließen, und als sie sich lockerte und zurückschob, fing er an, sie wirklich zu ficken. Das Sofa knarzte im Takt. Seine Hüften klatschten gegen ihren Hintern, Haut auf Haut, sein dunkler Schwanz verschwand in ihr und kam glänzend wieder hervor. Sie sah es nicht. Sie spürte es, jeden Stoß, die Breite, den Punkt, der sie dumm machte. Julius beugte sich über sie, Mund an ihrem Ohr, eine Hand in ihrem Haar, nicht zerrend, haltend.

„Deutsche Präzision“, flüsterte er und stieß hart zu. „Du nimmst mich, als hättest du das gemessen.“

„Hab ich nicht. Beweg dich. Hör nicht auf, Witze zu machen, aber beweg dich.“

Er lachte und fickte sie härter. Zwei Finger fanden ihre Klitoris und kreisten, während er von hinten in sie hämmerte, tief, nass, ohne Pause. Sie schrie auf, halb Lachen, halb Lust, und schob sich ihm entgegen. Sie wollte den leichten Schmerz am Rand, der sagte, dass er echt war und kein guter Einfall auf einem Blatt. Der Slip lag irgendwo auf dem Boden. Der Kittel hing ihr von den Ellbogen. Nichts an ihr war mehr Studentin, außer dass sie lernte, und zwar schnell.

„Du tropfst auf den Samt“, keuchte sie.

„Dein Sofa hat schlechtere Kritiken verdient. Halt die Hüfte. Das ist Komposition.“

„Nichts an dir ist Komposition. Das ist ein Überfall, und ich bin dafür.“

Er zog sich fast heraus, ließ sie die Leere spüren, eine Sekunde, in der sie fluchte, und stieß wieder ganz hinein. Camila biss in ein Kissen. Der Orgasmus stand schon in den Knien, zu nah, und er merkte es am Zucken ihrer Muschi, der Bastard, und verlangsamte absichtlich, küsste ihre Schulter, atmete gegen ihren verschwitzten Nacken.

„Noch nicht“, sagte er. „Ich will dein Gesicht, wenn du kommst. Ich will hören, wie du es sagst.“

Er zog sich zurück. Sie wimmerte, lachte dann, als er sie auf den Rücken drehte, ein Bein über seine Schulter, das andere um seine Hüfte. Missionar, und nichts daran war artig. Er sah ihr in die Augen, als er wieder eindrang, langsamer, damit sie beide den Weg sehen konnten: den dunklen Schaft, der in sie glitt, ihre Schamlippen, die sich um ihn dehnten, den Glanz auf seiner Haut und auf ihrer. Camila hielt dem Blick stand und wurde trotzdem rot, bis unter die Brüste, und er küsste die Röte, als wäre sie die Farbe, die er die ganze Zeit gewollt hatte.

„Sag’s“, murmelte er. „Du denkst es, seit du die Hose ausgezogen hast. Sag’s laut, sonst glaube ich, du schreibst es nur in die Bildunterschrift und schämst dich vor dem eigenen Blatt.“

Sie zog ihn tiefer mit den Fersen. Ihre Stimme brach, wurde dann fest, weil das Festhalten schwerer gewesen wäre als die Wahrheit. „Ich spüre deinen Schwanz. Deinen dunklen Schwanz. So tief, Julius. Ich spüre jeden Zentimeter, wie er mich aufdehnt, wie heiß du bist, und ich will, dass du mich damit durchfickst, bis ich nicht mehr weiß, wo die Zeichnung aufhört.“

„Besser.“ Die Höflichkeit fiel von seiner Stimme. Er fickte sie in langen, harten Stößen, das Becken gekippt, sodass er über ihre Klitoris rieb, wenn er ganz in ihr war. Das Sofa wanderte ein Stück über das Parkett. Irgendwo fiel die Kohlestange endgültig um, und der Deckel der Schachtel klapperte wie ein Applaudieren, das sich nicht entscheiden konnte.

„Kritiker“, keuchte Julius. „Endlich ehrlich. Noch mal. Sag mir, wie er sich anfühlt.“

„Groß.“ Sie lachte, mitten im Stöhnen, und das Lachen wurde ein Wimmern, als er den Winkel änderte. „Dunkel und groß und so tief, dass ich dich im Bauch spüre. Fick mich härter. Ja. Genau so. Dein Schwanz gehört da rein, und wenn du jetzt einen Witz über Perspektiven machst, beiße ich dich.“

„Perspektive stimmt“, brachte er hervor. „Vordergrund sehr überzeugend.“

Sie schlug ihm auf die Schulter und zog ihn gleichzeitig näher, Nägel auf seinem Rücken, sein Mund an ihrem, schmutzig, offen, Zunge und Stöße im selben Takt. Kleine Lichter hinter den Lidern, kein Gleichnis, wirklich Licht. Sie sagte es noch einmal, lauter, weil er es hören wollte und weil es wahr war und weil die Wahrheit sich in diesem Zimmer besser anfühlte als jede saubere Linie.

„Dein dunkler Schwanz füllt mich aus. Ich komme, wenn du so weitermachst. Ich komme auf dir, Julius. Bitte nicht aufhören.“

„Dann komm.“ Seine Stirn an ihrer, der Schweiß zwischen ihnen, sein Grinsen schon halb weg. „Ich bin direkt hinter dir. Gemeinsam, oder ich stelle die Sitzung in Rechnung, und die Rechnung wird unanständig.“

Sie lachte, und das Lachen brach. Der Orgasmus nahm sie hart, die Muschi zog sich eng um ihn, Welle um Welle, und sie schrie seinen Namen in seinen Mund. Julius hielt sie fest, stieß noch dreimal, tief und genau, und kam mit einem gebrochenen Stöhnen, der Schwanz pulsierend, heiß in ihr, während sie ihn durch ihren eigenen Höhepunkt melkte und nicht losließ. Sie hielten sich, zitternd, bis das Sofa aufhörte, sich zu beschweren, und nur noch Atem übrig war, und ein Lachen, das keinen Witz brauchte, um dazubleiben.

Eine Weile lagen sie einfach da. Verschwitzt, ineinander, sein Gewicht halb auf ihr und halb auf dem Ellbogen, damit er sie nicht erdrückte, eine Höflichkeit, über die sie später spotten würde und die sie jetzt mit einem Kuss auf sein Schlüsselbein quittierte. Camila kicherte in seine Schulter. Julius kicherte zurück, weil ihr Kichern ansteckend war und weil ein Tropfen von ihnen beiden über seinen Oberschenkel lief und auf den Samt fiel, dunkel auf dunkel, kaum zu sehen und trotzdem da.

„Dein Sofa ist ruiniert“, sagte er.

„Mein Sofa hatte eine Vorgeschichte. Das hier ist nur die Bildunterschrift. Eine gute.“

Er stand auf, nackt, noch nicht ganz weich, und ging zur Staffelei, als gehöre ihm der Raum inzwischen ein bisschen. Die Zeichnung war schlecht. Er sagte es nicht, und sie war ihm für diese eine Minute dankbar, dass er es nicht sagte. Er nahm ihre Kohle, kam zurück, kniete sich neben sie und setzte, sehr sorgfältig, einen kleinen schwarzen Strich auf die Haut über ihrer linken Brust, knapp über dem Herzen. Die Kohle kitzelte. Camila sah an sich herab. Der Strich fransete an den Rändern schon aus, weil sie schwitzte, und war trotzdem der klarste Strich des Tages.

„Jetzt hast du dein Meisterwerk“, sagte Julius. „Ein Strich. Ehrlich. Ohne deutsche Vorzeichnung. Ohne Angst.“

Sie betrachtete den Strich. Dann sein Gesicht, noch weich vom Kommen, schon wieder auf der Suche nach dem nächsten Witz. Dann die Staffelei. Die Leinwand hatte die ganze Zeit mit dem Rücken zu ihnen gestanden, unberührt von der heutigen Kohle, und Camila lächelte langsam, während der Nachmittag sich umdrehte, ohne dass jemand die Stellung wechseln musste.

„Hübsch“, sagte sie und tippte nicht auf ihre Brust, sondern auf die Leinwand hinter ihm. „Ich war heute das Aktmodell, Julius — du hast nur vergessen zu malen, als ich bitte gesagt habe.“

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